Display Advertising

Display Ads schneller monetarisieren: Google führt Cross-Device Retargeting ein

Advertiser können ihre Kunden nun mit geräteübergreifenden Google Retargeting-Kampagnen erreichen – und Online Ads schneller monetarisieren.

© Oliur Rahman | Unsplash

Google führt Cross-Device Remarketing sowie Location Extensions und Store Visits Measurement für das Google Display Network und den DoubleClick Bid Manager ein. Registrierte Nutzer können den Weg von der Online Ad zum (Offline) Sale verkürzen.

Cross-Device fördert gezieltes Retargeting

Geräteübergreifende Retargeting-Kampagnen helfen Advertisern, ihre Werbebotschaft auf den Kunden abgestimmt und in angemessener Frequenz zu verbreiten. Einer Studie von Google/Ipsos zufolge nutzen 61 Prozent der Online-Käufer verschiedene Geräte, ehe sie einen Kauf abschließen. Daher mussten Advertiser bislang Ads in hoher Frequenz schalten, um defizitäre Remarketing-Möglichkeiten auszugleichen. Bei Google angemeldete Nutzer können ihre Werbung dank der Google-Innovation nun auf den Kunden zuschneiden und beinah minutiös planen wann, wie oft und wo, das heißt auf welchem Gerät, sie ihn erreichen soll.

Von der Ad zum Sale – wie der Kunde angesprochen wird

Wenn der User beliebte Websites oder Apps nutzt, sind sinnvoll platzierte Ads der erste Schritt zur Online Conversion, oder auch zum Offline Sale. Der Weg zu letzterem wird verkürzt, wenn die Ads Adressen, Fotos und Google Maps-Wegbeschreibungen für den betreffenden Store aufweisen. So hat beispielsweise The Home Depot einen achtfachen In-Store-ROI verzeichnet, nachdem die Display Ads des Unternehmens mit Location Extensions Kunden in der Nähe ihrer Stores auf dem Handy erreichten. Mit Googles Zugang zu Details bei mehr als 200 Millionen Stores weltweit ist diese Option auch für andere Unternehmen nennenswert.

Eine rasche Monetarisierung kann auch deshalb erfolgen, weil Cross-Device den Online-Weg eines Users auf jedem Gerät mit Ads begleiten kann. So kann eine Kampagne, angepasst an den potentiellen Kunden, an einem speziellen Tag auf dem Desktop beginnen, den User aber später auch auf dem Tablet erreichen. Brad Bender, Vice President of Display and Video Advertising bei Google, gibt in seinem Blog ein Beispiel:

An Halloween wird morgens eine Ad auf dem Handy angezeigt, die besagt, dass Halloween vor der Tür steht und die zum Beispiel Kostüme vorschlägt. Am Mittag verweist eine Ad auf dem Tablet desselben Users auf eine limitierte Aktion zum Erwerb von Kostümen etc., während am frühen Abend eine weitere Ad Preisnachlass für Halloween-Artikel anpreist. Die Möglichkeiten, mit solch gezieltem Retargeting Online Conversions, aber auch, wie oben genannt, Offline Sales zu fördern, hängt für Advertiser dann allerdings auch mit der Verfügbarkeit von Kundendaten zusammen.

Quelle: 2.bp.blogspot.com

Beispiel für Cross Device Retargeting von Brad Bender, Quelle: 2.bp.blogspot.com

Wie Google die (Re-)Marketing-Möglichkeiten erweitert

Mit Cross-Device Remarketing folgt Google seinem Estimated Cross-Device Conversions-Launch von vor drei Jahren, wo bereits auf zukünftige Möglichkeiten der Cross-Device Conversions von Ads im Bereich des Display Network und auch auf die Verknüpfung mit Store Visits verwiesen wurde, so SearchEngineLand. Für ein gezieltes Remarketing müssen auch explizite Daten für Marketer vorhanden sein. Daher gibt Google Advertisern die Möglichkeit, Kunden auf Basis von E-Mail-Adressen auf Gmail, YouTube und Google Search anzusprechen. Auch mit Demographic Targeting werde experimentiert, berichtet MarketingLand.

Google geht davon aus, dass ihre Neuerungen in den kommenden Monaten in die Anwendung gehen. In der aktuellen Advertising Week, dem Event des gleichnamigen Publishers in New York, soll laut Google mehr über die Innovationen bekanntgegeben werden.

Quelle: Google Inside AdWords

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