E-Commerce

E-Commerce Trends 2014: Organic Search dominiert, Google+ behauptet sich

Die E-Commerce Studie 2014 von Aufgesang zeigt: OrganicTraffic dominiert mit über 80 Prozent, Social Media ist auf starkem Wachstumskurs.

Foto: Aufgesang Agenturgruppe

Totgesagte leben länger, das beweist die neue E-Commerce Studie 2014 von Aufgesang und Searchmetrics. Zwischen 2013 und 2014 hat Google+ seinen Status als beliebtester Social Media Kanal erneut gefestigt. Und auch sonst legen die Social Media Aktivitäten der Online-Händler weiter kräftig zu. Die Studie in Kooperation der Hannoveraner Agenturgruppe und Search-Analytics-Anbieter Searchmetrics hat noch weitere interessante Entwicklungen im E-Commerce Bereich identifiziert.

Neu in der Studie: Daten zur Social-Verteilung und Berücksichtigung von Saisonalitäten bei Adwords

Für die vierte Auflage des Status-quo-Report der deutschen E-Commerce-Landschaft wurden die Marketing-Aktivitäten von insgesamt 177 Online-Shops erfasst und ausgewertet. Darunter finden sich einige der umsatzstärksten Online-Händler wie Amazon, Apple, Tchibo und Fach-Händler wie DocMorris, Yves Rocher, Ikea oder Zooplus.

Neu in 2014 sind einige Daten, die zusätzlich berücksichtigt werden. Dazu gehört laut Aufgesang „die Social-Verteilung nach Facebook, Twitter und Google+“ sowie „die Universal-Search-Verteilung nach Bildern, Maps und Video“ in separaten Auswertungen. Im Bereich der bezahlten Suche wurde „sowohl beim Status quo als auch bei der Jahresvergleichsbetrachtung“ der „Mittelwert aus mehreren Datenpunkt-Werten der ersten sechs Monate des jeweiligen Jahres ermittelt“, heißt es in der Studie. Auf diese Weise wurden „saisonale Schwankungen bei den AdWords-Aktivitäten besser erfasst“.

Die wichtigsten Entwicklungen & Trends

1. Social Media

Facebook steht bei Online-Händlern an der Spitze: Unter den sozialen Netzwerken macht Marc Zuckerberg branchenübergreifend keiner etwas vor. Twitter spielt eine marginale Rolle. Lediglich im Bereich Büroausstattung verbucht der blaue Vogel einen zweistelligen Anteil am Social Media Mix. Google+ hingegen behauptet sich tapfer gegen die Facebook-Dominanz und kann in einigen Branchen punkten (rund 20 Prozent im Medien-, Möbel- und Elektronik-Bereich).

soziale_sichtbarkeit_2014

Deutliche Steigerung der Social Media Aktivitäten: Der direkte Vergleich der Sichtbarkeiten zwischen bezahlter und organischer Suche und Social Visibility macht deutlich: Es lohnt sich im E-Commerce auf Social Media Kanäle zu setzen, insbesondere in den Bereichen Komplettsortiment, Elektronik und Mode. Logische Konsequenz ist daher die deutliche Ausweitung der Aktivitäten durch die Online-Händler in den relevanten Netzwerken.

social_media_verteilung_2014

2. SEO

Organische Suchergebnisse mit über 81 Prozent wichtigster Einstiegskanal für Online-Besucher: Von Arzneimitteln über Elektronik bis Kleidung. Unverzichtbar als Türöffner für Shop-Besucher und Käufer ist die Sichtbarkeit in den „klassischen Suchergebnissen“, wie Aufgesang sie nennt. AdWords und Universal Search, also Suchergebnisse aus anderen externen Datenbanken können SEO hierbei nicht das Wasser reichen.

Google Places und Maps-Einträge wichtig für Heimwerker und Auto-Zubehör: Die regionale Sichtbarkeit in Karten-Apps ist insbesondere für Heimwerker, Baumärkte und auch für Autozubehör sehr wichtig. Im Heimwerker-Sortiment kommt noch eine große Relevanz von Videos ins Spiel. Hier stärken Video-Anleitungen den E-Commerce Erfolg. Einige Branchen profitieren von visuellen Effekten in der organischen Suche: „Heimwerker-, Komplettsortiment-, Medien- und Möbel-Shops besitzen die höchste Bilder-Sichtbarkeit“, heißt es in der Aufgesang-Studie.

organischer_traffic_anteil_vgl_2013-2014

3. SEA

Im Zuge der „der Einführung der Shopping-Kampagnen und der dazu fehlenden Daten“ Anfang 2014 fällt der Bereich der bezahlten Suche relativ dünn aus.

Paid Search dominant in den Bereichen Büro, Kosmetik und Kleidung: Bei der Verteilung des SEM-Traffics kommen bezahlte Search Ads besonders im Bereich Büroausstattung häufiger zum Einsatz (21,9 Prozent), SEA-Traffic liegt aber im E-Commerce deutlich hinter dem organischen Traffic.

Starker Rückgang in Paid Visibility liegt wohl an Intensivierung von Google-Shopping Kampagnen: Zu diesem Fazit kommen Aufgesang und Searchmetrics nach Abgleich der Daten zwischen 2013 und diesem Jahr. „Diese Verluste fallen insbesondere bei den Shops für Medien, Komplettsortiment und Heimwerker sehr hoch aus“, so das Ergebnis der Studie. Dabei habe die „deutlich gestiegene organische Sichtbarkeit zu einer deutlichen Reduzierung des AdWords-Budgets geführt“, so die Vermutung der Experten. Andere Branchen wie Spielwaren-Anbieter (zum Beispiel MyToys, Kidoh oder Baby Waltz) haben die Ausgaben für bezahlte Anzeigen „leicht erhöht“, was auf „eine Zweikanal-Strategie“ schließen lässt.

adwords_traffic_anteil_gesamt_2013-2014

Alle Grafiken und Diagramme der aktuellen E-Commerce Studie stehen hier zum Download bereit.

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