Content Marketing

Content Marketing: Warum erfolgreicher Linkaufbau nicht mit Kampagnenerfolg gleichzusetzen ist

Diese Analyse von Linkbuilding-Maßnahmen in Content Marketing-Kampagnen gibt Aufschluss über deren Wirkung. Und einen Ausblick auf erfolgreiche Praktiken.

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Eine umfassende Analyse zum Thema Linkbuilding und Social Shares eröffnet interessante Erkenntnisse für Content Marketer. Drei Hauptaussagen lassen sich festhalten.

Analyse: 26.000 Links, 31.000 Mentions und Daten aus einer Million Artikel als Bonus

Die Content Marketing Agentur Fractl hat kampagnenübergreifend Daten analysiert. 26.000 Links und 31.000 Medien-Erwähnungen wurden in dem Rahmen der Studie untersucht, deren Ergebnisse Marketing VP Kelsey Libert bei MOZ vorstellt. Die hauseigenen Daten werden durch eine Analyse von mehr als einer Million Artikeln sowie deren Links und Shares untermauert, die Moz und BuzzSumo im Vorfeld durchführten. Drei Beobachtungen stechen heraus:

  • Links von High-Authority-Seiten (also mit gutem Ranking bei Suchmaschinen) ziehen nicht automatisch viele Social Shares für den Content nach sich
  • Websites verlinken stets unterschiedlich hinsichtlich Nofollow & Co.
  • Visuellen Content als Linkbuilding-Maßnahme zu erstellen kann – je nach Branche – überflüssig sein

Finde die Website für Social Shares

Sowohl die Datenauswertung von Fractl als auch genannte Analyse von Moz und BuzzSumo zeigen, dass Shares für Content von verschiedenen Seiten nur schwer zu generieren sind. In der Analyse blieben von einer Million Artikel 90 Prozent ohne Social Shares. Die Annahme von Fractl, auf Seiten mit hoher Domain Authority (DA – Ranking in Bezug auf Suchmaschinen), ließen sich mehr Links generieren, erwies sich als falsch. Etwa die Hälfte aller Links auf Seiten mit einem DA-Wert von 89 (von 100), 79 und 59 blieb ohne einzigen Share. Mit durchschnittlich 110 Platzierungen wurden bei den untersuchten Kampagnen 11.000 Shares erreicht, wobei allerdings schon ein einziger Link für einen Großteil dieser Shares verantwortlich sein kann.

Um Websites zu finden, die eine hohe Zahl an Shares und Links für Content verspricht, kann das Engagement bei deren eigenen Artikeln einen Hinweis geben. Sind also Reaktionen auf Social Media-Auftritten konstant vorhanden? Hat eine Website einmal eine befriedigende Anzahl an Shares für eine Kampagne geliefert, sollte auf sie zurückgegriffen werden. Inhaltliche Faktoren für viele Shares sind:

  • meinungsbildende Artikel
  • Content, der suchmaschinenoptimiert ist
  • längere Artikel (mehr als 1000 Worte)
  • ein Ranking oder Vergleich
  • eine Referenz zur Pop Kultur
  • ein emotionaler Aufhänger

(Mehr dazu hier: Linkbuilding: Diese 4 Techniken verschaffen euren Inhalten mehr Backlinks)

Erwarte keine standardisierten Links

Eine weitere Erkenntnis der Fractl-Untersuchung ist, dass Websites stets mit variablen Link-Formen arbeiten. Die Grafik zeigt das Ergebnis der Link-Analyse für eigene Kampagnen auf 15 High-Authority Websites.

Link-Typen, die aufgrund unterschiedlicher Content Marketing Kampagnen zustande kamen, © MOZ

Link-Typen, die aufgrund unterschiedlicher Content Marketing Kampagnen zustande kamen, © MOZ

Nur wenige setzen immer einen Dofollow-Link. Und auch wenn sie es tun, kann beim nächsten Mal eine andere Art von Link gewählt werden. Fractl geht davon aus, dass die meisten Seiten keine Standards für Verlinkungen haben. Damit kann man nie sicher sein, wie der eigene Content honoriert wird.

Erstelle Visual Assets mit Blick auf den Publisher

Die Frage, ob die Zeit, die das Erstellen von vielfältigen Visual Assets beansprucht, in einem Verhältnis zur Reichweite der Kampagne steht, stellen sich viele Marketer. Die Untersuchung von Fractl stellt nun klar, dass es vor allem darauf ankommt, welcher Publisher für die Kampagne gewählt wird. Es scheint den Auswertungen zufolge eher angebracht für Entertainment- oder auch Fashion-Websites Bilder oder Videos zu erstellen, da dort eine durchschnittlich höhere Toleranz gegenüber der visuellen Elemente herrscht. Bei Business- oder Technologie-Seiten wiederum sollten wenige, kompakte Visuals gewählt werden.

Durchschnittliche Zahl der Visual Assets nach Art des Publishers, © MOZ

Durchschnittliche Zahl der Visual Assets nach Art des Publishers, © MOZ

Die drei maßgeblichen Erkenntnisse der Untersuchung können als Hilfestellung für Marketer dienen oder aber als Anreiz, die eigene Content Marketing-Kampagne zu analysieren. So helfen die Zahlen, den Erfolg von Kampagnen einzuschätzen und zukünftig zu optimieren.

Quelle: MOZ 

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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