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New Work
Tag der (neuen) Arbeit: Das wünschen sich deutsche Arbeitnehmer:innen

Tag der (neuen) Arbeit: Das wünschen sich deutsche Arbeitnehmer:innen

Hauke Eilers-Buchta | 29.04.22

Sonntag ist Tag der Arbeit. Seit vielen Jahren ändern sich die Wünsche deutscher Arbeitnehmer:innen zum Teil deutlich. Wie sieht es aktuell aus?

Der 1. Mai als Tag der Arbeit ist in Deutschland ein Feiertag, der den Fokus vor allem auf die Wünsche und Bedürfnisse von Arbeitnehmer:innen legt. Die vergangenen Jahre und vor allem die jüngsten beiden Jahre der Coronapandemie haben diese Wünsche noch einmal deutlich verändert. Aspekte wie ein Acht-Stunden-Arbeitstag spielen kaum noch eine Rolle. Dafür sind es im New Work ganz andere Faktoren, die für Arbeitnehmer:innen eine hohe Relevanz haben.

Andere Wünsche als früher für den Tag der Arbeit

Das Netzwerk XING hat anlässlich dieses Tages zusammengefasst, welche Wünsche Arbeitnehmer:innen im Jahr 2022 für ihren Arbeitsalltag besonders häufig geäußert haben. Die Erwartungen an die jeweiligen Arbeitgeber:innen gehen hierbei vor allem in eine Richtung: Ein Job, der glücklich macht wird bedeutsamer.

Schon seit 2012 untersucht XING E-Recruiting zusammen mit forsa die Erwartungen deutscher Arbeitnehmer:innen und deren Bereitschaft dazu, den Job zu wechseln. Außerdem werden die Zufriedenheit der Arbeitnehmer:innen untersucht sowie die Gründe, die zu einer höheren Fluktuation unter Mitarbeiter:innen führen.

Durchgeführt wurde die Studie durch Forsa-Online im Januar 2022. Dazu wurden 2.523 Erwerbstätige in Deutschland, Österreich und im deutschsprachigen Teil der Schweiz befragt.

Diese Wünsche äußern deutsche Arbeitnehmer:innen 2022

Die Studie ergab für das Jahr 2022 folgende Wünsche, die für deutsche Arbeitnehmer:innen besonders wichtig sind:

  • Gutes Führungsverhalten der Vorgesetzten: Für insgesamt 59 Prozent der Arbeitnehmer:innen in Deutschland ist es wichtig, dass die Vorgesetzten mit einem guten Führungsstil agieren. Dieser Wunsch an Arbeitgeber:innen wurde am häufigsten genannt.
  • Ebenso spielen auch flexible Arbeitszeiten eine wichtige Rolle. Für insgesamt 59 Prozent der Arbeitnehmerinnen ist es wichtig, die Arbeitszeiten flexibel einteilen zu können. Bei den Männern liegt dieser Wert bei 54 Prozent. Flexibilität bei der Arbeit wird somit zunehmend bedeutsamer.
  • Nicht nur die Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, fordert zum 1. Mai höhere Löhne. Auch 56 Prozent der deutschen Arbeitnehmernn äußern dies als Wunsch. Bei den Arbeitnehmerinnen sind es immerhin noch 52 Prozent der Befragten.
  • Als vierter Wunsch der deutschen Arbeitnehmer:innen wurde geäußert, dass man sich einen Job wünscht, der sinnvoll ist. Mehr als die Hälfte der Deutschen äußern diesen Wunsch. Bei den Männern sind es 52 Prozent, bei den Frauen 49 Prozent.
  • Zuletzt gewinnt auch die Möglichkeit nach Remote Work eine größere Relevanz. Bei den Frauen ist dieser Aspekt allerdings wichtiger (48 Prozent) als bei den Männern. Hier äußerten diesen Wunsch lediglich 39 Prozent der Befragten.

Im War for Talents ist es für Arbeitgeber:innen also besonders wichtig, auf diese Wünsche einzugehen. Denn die Akquise von Talenten wird schwieriger – das zeigt nicht zuletzt der Trend des Reverse Recruiting. Darüber hinaus sind in Deutschland immer mehr Menschen offen gegenüber einem neuen Job. Viele kündigen selbst ohne neue Stelle. Ein 9-to-5-Job ohne besondere Benefits und Flexibilität wird langfristig kaum mehr Anreize schaffen können; außer das Gehalt ist überdurchschnittlich hoch.

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