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Human Resources
Jede:r Vierte kündigt, ohne einen neuen Job sicher zu haben

Jede:r Vierte kündigt, ohne einen neuen Job sicher zu haben

Aniko Milz | 21.02.22

Denkst du über einen Jobwechsel nach? Dann bist du nicht allein. Die Wechselbereitschaft der Deutschen ist laut einer Studie von Xing im Laufe der Pandemie um vier Prozentpunkte gestiegen. Ganze 37 Prozent sind offen für eine berufliche Veränderung.

Alles neu macht der Januar? Der Jahresanfang ist für viele eine zusätzliche Motivation, etwas in ihrem Leben zu ändern. Sei es ein neues Hobby, eine neue Gewohnheit oder eine berufliche Umorientierung. Dieses Thema nimmt Xing jährlich genau unter die Lupe und veröffentlicht eine von Forsa durchgeführte Studie zur Wechselbereitschaft von Arbeitnehmer:innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es wurden 2.523 Arbeitnehmer:innen (darunter 1.004 aus Deutschland) zu Gründen für einen Wechsel und der allgemeinen Arbeitnehmer:innenzufriedenheit befragt. Auch in diesem Jahr waren die Ergebnisse stark von der Coronapandemie geprägt.

Die Coronapandemie hat einen großen Einfluss auf die Wechselbereitschaft

© Xing

Seit Beginn der Coronapandemie 2020 haben zehn Prozent der Befragten in Deutschland ihren Job gewechselt; vier von zehn Erwerbstätigen denken darüber nach. 37 Prozent der Arbeitnehmer:innen sind offen für einen neuen Job oder haben bereits erste Schritte unternommen. Das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Etwa ein Viertel derjenigen, die ihren Job bereits gewechselt haben, weisen Corona dabei einen großen Einfluss zu.

„Ich finde eh was Neues“: Viele kündigen ohne neues Jobangebot

© Xing

Erstaunlich ist, dass viele Arbeitnehmer:innen kündigen, ohne bereits eine neue Stelle sicher zu haben.

Der Arbeitsmarkt wandelt sich vom Anbieter- zum Nachfragemarkt. Daher ist es trotz Corona in vielen Branchen so einfach wie noch nie, einen neuen Job zu finden. Immer mehr Beschäftigte hinterfragen während der Pandemie ihre Arbeitssituation und prüfen sehr genau, ob ihr Arbeitgeber kulturell noch zu ihnen passt,

erklärt sich Xenia Meuser, Senior Vice President Attract & Retain, Brand & Marketing bei der NEW WORK SE dieses Phänomen. Die Unternehmenskultur wird als Kriterium für die Wahl einer Arbeitsstelle immer wichtiger. So geben 59 Prozent ein gutes Führungsverhalten als ausschlaggebend an, darauf folgen mit 57 Prozent flexible Arbeitszeiten, mit 54 Prozent ein höheres Gehalt und mit 52 Prozent die persönliche Sinnerfüllung.

Zwar achten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach wie vor auf den Hygienefaktor Gehalt und persönliche Entwicklungsperspektiven, ihnen sind für ein zufriedenes Arbeitsleben zunehmend auch weiche Faktoren wie Arbeitskultur wichtig,

so Meuser weiter. Ganz ähnliche Gründe geben Arbeitnehmer:innen auch als Anlässe an, die sie über einen neuen Job nachdenken lassen. Hier stehen ein höheres Gehalt (42 Prozent), Unzufriedenheit mit der Geschäftsführung (38 Prozent) oder der direkten Führungskraft (30 Prozent), das Interesse an einer anderen Tätigkeit (31 Prozent) und die fehlende Sinnhaftigkeit im Job (26 Prozent) auf der Liste.

Diese Aussagen stimmen jedoch nicht ganz mit den Motiven für einen tatsächlichen Jobwechsel überein. Hier hat wieder die Unternehmenskultur einen höheren Stellenwert, während das Gehalt auf der Prioritätenliste weiter nach unten rutscht. Das Führungsverhalten und die Work Life Balance spielen mit 28 und 27 Prozent eine wichtigere Rolle. Finanzielle Anreize folgen mit 19 Prozent.

© Xing

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