Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Karriere Tipps
In diesen Jobs haben Quereinsteiger:innen beste Chancen

In diesen Jobs haben Quereinsteiger:innen beste Chancen

Hauke Eilers-Buchta | 28.04.22

Nicht immer muss man in einem Job arbeiten, den man erlernt hat. In einigen Bereichen haben es Quereinsteiger:innen aber besonders leicht. Dazu zählen diese Berufsfelder.

In immer mehr Berufen ist es möglich, auch ohne eine fachliche Berufsausbildung einen Job zu finden. Und dabei gibt es vielfach sogar ein ordentliches Gehalt. Es gibt einige Bereiche, in denen es Quereinsteiger:innen es besonders leicht haben. Die Gründe für einen Quereinstieg sind dabei durchaus variabel und vielfach individuell. Da erscheint es schon fast praktisch, dass es in vielen Branchen inzwischen einfachere Einstiegsmöglichkeiten gibt.

Das liegt unter anderem daran, dass in vielen Bereichen Mitarbeiter:innen gesucht werden und es somit einfacher ist, hier Fuß zu fassen – auch ohne passende Berufsausbildung. Besonders einfach kann der Quereinstieg dabei in den folgenden Berufsfeldern erfolgen.

Diese Jobs bieten für Quereinsteiger:innen ideale Chancen

In allen Berufen, deren Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, sind tendenziell Quereinstiege möglich. Das macht es also auch für Arbeitnehmer:innen möglich, in diesem Bereich zu arbeiten, wenn der Beruf an sich nicht erlernt wurde. Als Ingenieur:in kann man so beispielsweise im Vorstand arbeiten oder aber als Autor:in in die Politik einsteigen. Zahlreiche Berufe eignen sich somit für Quereinsteiger:innen.

Vor allem in der IT-Branche ist dies vielerorts der Fall und Personal wird in vielen Fällen gesucht. Fortbildungen und die Einarbeitung erfolgen dabei oftmals schon intern in den Unternehmen, sodass es Quereinsteiger:innen besonders einfach haben. Formale Voraussetzungen für den Einstieg in IT-Berufen gibt es zudem in vielen Fällen nicht. Um in der IT-Branche einsteigen zu können, gibt es häufig sogar sogenannte Bootcamps oder auch Coding Schools. Dort kann man die Grundlagen der Programmierung erlernen und sich einarbeiten. Noch ein Vorteil: Solche Angebote eignen sich auch, um das Berufsfeld kennenzulernen und herauszufinden, ob die IT als Jobumfeld tatsächlich geeignet ist.

Lehrer:innen bekommen ebenfalls einen einfacheren Start

Als Lehrkraft hatten Quereinsteiger:innen für lange Zeit überhaupt keine Chance. Es war ein Lehramtsstudium notwendig. Inzwischen sind Fachlehrer:innen in vielen Schulfächern jedoch Mangelware und heiß begehrt. Somit ist es in vielen Bundesländern inzwischen für Studienabsolvent:innen einfacher, auch ohne Referendariat oder Staatsexamen als Lehrer:in zu arbeiten.

Wer über einen Master- oder Diplomabschluss verfügt, kann zum Beispiel in Berlin als Mathematiklehrer:in arbeiten.

Und auch in der Unternehmensberatung ist es für Quereinsteiger:innen ein Leichtes, beruflich durchzustarten. Das war allerdings schon immer der Fall. Wirtschaftswissenschaftler:innen haben es hier vielfach besonders leicht, aber auch andere Studienabsolvent:innen haben gute Chancen. Voraussetzung ist zumeist jedoch ein exzellenter Abschluss. Hinzu kommt umfassende Berufserfahrung als Bonuspunkt, vornehmlich dann, wenn man in der eigenen Branche Beratungen anbieten möchte.

Quereinstieg in die PR

Außerdem sieht es für Quereinsteiger:innen auch im Bereich der Public Relations gut aus. Die PR sucht vielfach Mitarbeiter:innen und vor allem Journalist:innen oder Redakteur:innen wechseln häufig in diese Branche. Das Verfassen von Pressemitteilungen ist oftmals schon vorher ein berufliches Thema gewesen, der Wechsel liegt also nahe und ein kompletter Quereinstieg ist es für redaktionell erfahrene Jobsuchende oftmals ebenfalls nicht.

Nicht zuletzt bietet sich auch die immer mehr aufkommende Coaching-Branche für eine berufliche Neuorientierung an. Hier ist es für Quereinsteiger:innen oftmals sehr leicht möglich, sich einzubringen, vor allem auch, da Coaches in immer mehr Bereichen gefragt sind. Von der allgemeinen Lebensberatung bis hin zur Unterstützung von Firmengründer:innen ist beinahe alles möglich.

Gibt es Jobs, die sich für den Quereinsteig nicht eignen?

Es gibt durchaus auch Berufsfelder und Berufe, die für einen Quereinstieg nicht in Frage kommen. Das gilt vor allem für Jobs, die mit einer geschützten Berufsbezeichnung daherkommen. Als Notar:in oder auch Mediziner:in ist es beispielsweise nicht gestattet, ohne berufliche Ausbildung entsprechend tätig zu werden. Ähnlich sieht es bei Ingenieur:innen aus oder auch in anderen Bereichen.

Jedoch werden in vielen Branchen auch neuerliche Umschulungen angeboten, die eine Tätigkeit möglich machen sollen. Um als Pflegekraft arbeiten zu dürfen, gibt es inzwischen beispielsweise Ausbildungsmöglichkeiten in Teilzeit. Für Erzieher:innen gibt es in einigen Bundesländern ähnliche Programme und Angebote.

Was verdient man als Quereinsteiger:in?

Ein Branchenwechsel muss heutzutage nicht mal mehr mit finanziellen Einbußen verbunden sein. Das Gegenteil ist sogar möglich und oft haben Quereinsteiger:innen gute Möglichkeiten auf ein ordentliches Gehalt. Die Unternehmensberatung beispielsweise bietet auch „Ungelernten“ die Chance auf ein Jahresgehalt von 62.000 Euro, in der IT sind vielfach sogar bis zu 90.000 Euro brutto pro Jahr möglich.

Wer stattdessen in den Vertrieb wechselt, kann als Quereinsteiger:in jährlich bis zu 41.000 Euro verdienen. Als Servicekraft liegt das Jahresgehalt durchschnittlich bei 25.400 Euro und als Köch:in kann man ungelernt pro Jahr bis zu 30.500 Euro verdienen.

Möchte man stattdessen eher im Sekretariat arbeiten, kann man ein jährliches Bruttogehalt von bis zu knapp 30.000 Euro einkalkulieren. Bei diesen Summen handelt es sich jeweils um das Mediangehalt.

Wie bewirbt man sich als Quereinsteiger:in erfolgreich?

Für eine Bewerbung kommt es bei Quereinsteiger:innen vor allem darauf an, wie man sich und seine Stärken präsentiert. Besonders wichtig sind dabei Fähigkeiten und Stärken, die im neuen Job von Bedeutung sein können.

Auch anderweitige Talente sowie Erfahrungen können eine Rolle spielen, wenn sie in irgendeiner Form mit dem neuen Job in Zusammenhang stehen können. Zudem ist es auch ratsam, sich von anderen Personen Tipps zu holen, die in den jeweiligen Brachen bereits tätig sind. Darüber hinaus bietet es sich an, zu recherchieren, welche Branchen gerade besonders viel Personal benötigen oder welche Jobs besonders gefragt sind.

Kommentare aus der Community

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*
*

Melde dich jetzt zu unserem HR-Update an und erhalte regelmäßig spannende Artikel, Interviews und Hintergrundberichte aus dem Bereich Human Resources.