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Ein Blick in die Zukunft: So findest du auf analogem Wege neue Talente
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Ein Blick in die Zukunft: So findest du auf analogem Wege neue Talente

Caroline Immer | 28.04.21

Die Coronapandemie machte das Digital Recruiting zur Norm - doch was passiert, wenn die Welt zum Normalzustand zurückkehrt? Wir wagen einen Blick in die Zukunft und zeigen dir verschiedene Wege, auch analog Talente zu finden.

Home Office, Videokonferenzen, Social Media: Die Coronakrise eröffnete uns notgedrungen neue digitale Perspektiven, die die Arbeitswelt nachhaltig verändern werden. Auch vor dem Recruiting machte sie keinen Halt, welches sich nun größtenteils in die Welt des Digitalen verschoben hat. Keine Frage: Rekrutierung über Social Media, per Video oder mithilfe von KI wird uns wohl noch lange erhalten bleiben. Denn auch die Post-Corona-Arbeitswelt wird maßgeblich von digitalen Prozessen beeinflusst sein.

Doch sobald die Welt eines, hoffentlich nicht mehr allzu fernen, Tages zum Normalzustand zurückkehrt, werden auch nichtdigitale Wege wieder möglich – und vielleicht sogar gefragter denn je. Wir zeigen dir einen Überblick verschiedener Optionen, und erklären, welche Vorteile analoges Recruiting gegenüber dem Digital Recruiting bietet.

Interne Rekrutierung

Die einfachste Alternative zur aufwändigen Online-Suche liegt auf der Hand: Die interne Stellenbesetzung. Wer freie Stellen auch innerhalb des Unternehmens anbietet, gibt seinen Mitarbeiter:innen Möglichkeiten zum Aufstieg und der persönlichen Weiterentwicklung. Dies kann die Motivation ankurbeln. Außerdem sind die Stärken und Schwächen bestehender Teammitglieder bereits bekannt. Die interne Rekrutierung kann daher einiges an Zeit und auch Kosten einsparen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Einbeziehung bestimmter Mitarbeiter:innen in die Suche nach neuen Angestellten. Denn diese können dank ihres eigenen Netzwerks oftmals wertvolle Empfehlungen machen, und besonders gut einschätzen, wer für die freie Stelle geeignet wäre. Laut einer Studie von 2015 ist die interne Mitarbeiterempfehlung nach Jobportalen und der eigenen Website der dritthäufigste Recruiting-Weg.

Job-Messen

Nach Monaten des Social Distancing wird der Andrang auf große Veranstaltungen sicherlich nicht auf sich warten lassen. Sobald diese wieder möglich sind, sollten Unternehmen also unbedingt auch auf Job-Messen Präsenz zeigen. Diese bieten Arbeitgeber:innen und Interessent:innen die Möglichkeit, sich einen persönlichen Eindruck voneinander zu machen. Werbematerialien und Messestand können teuer sein, die Teilnahme sollte daher wohlüberlegt sein.

Insbesondere die Generation Lockdown musste in den vergangenen Monaten enorm zurückstecken und sehnt sich nach sozialer Interaktion. Unternehmen sollten Job-Messen also dazu nutzen, vor allem auf junge Menschen zuzugehen. Um gezielt (abgehende) Studierende anzusprechen, können auch Veranstaltungen besucht werden, die direkt auf dem Campus stattfinden.

Events und Seminare

Neben Messen gibt es eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen, die für analoges Recruiting neuer Teammitglieder genutzt werden können. Hierzu gehören zum Beispiel gezielte Recruiting- beziehungsweise Karriere-Events, die Unternehmen veranstalten können. Großer Vorteil hierbei ist, dass das Interesse der Bewerber:innen in den meisten Fällen vorausgesetzt werden kann.

Ein weniger direkter Weg ist das Anbieten von Seminaren. Insbesondere bei unternehmensnahen Themen werden sich hier nur Menschen antreffen lassen, die Interesse an den für das Unternehmen relevanten Inhalten haben, und im Idealfall bereits über etwas Erfahrung verfügen. Die Zielgruppe ist somit schon einmal da, und muss nur noch angesprochen werden.

Kreativ werden

Neben diversen Veranstaltungen und der internen Stellenbesetzung gibt es auch weniger offensichtliche Wege, potenzielle Mitarbeiter:innen auf das Unternehmen aufmerksam zu machen. Hierzu gehören die traditionelle Plakatwerbung, aber auch das Verteilen von Flyern oder kleinen Geschenken. Auch bei Events können Unternehmen kreativ werden und zum Beispiel einen Grillabend oder, etwa im IT-Bereich, einen Hackathon veranstalten. Damit hebt sich das Unternehmen von der Konkurrenz ab und bleibt den Interessent:innen garantiert im Gedächtnis.

Die Schattenseiten des Digital Recruiting

Trotz der vielen analogen Möglichkeiten bleibt das Digital Recruiting unentbehrlich. Recruiting über Online-Kanäle ist modern, oft kostengünstig und kann eine Vielfalt potenzieller Interessent:innen erreichen. Dennoch gibt es einige Nachteile, die bedacht werden sollten. So kann die Angestelltensuche über das Internet zum Beispiel etwas unpersönlich wirken. Weder das Unternehmen noch die Bewerber:innen können sich einen persönlichen Eindruck des jeweils anderen machen, wenn der Kontakt nur online stattfindet. Individuelle Stärken können somit schnell untergehen. Des Weiteren haben viele Bewerber:innen in Hinblick auf die Unternehmenswebsite und den Social-Media-Auftritt heutzutage hohe Ansprüche.

Ein weiterer möglicher Nachteil könnte eine unerwartete Beweber:innenflut sein, die es erschwert, geeignete Kandidat:innen ausfindig zu machen. Wer also an einer etwas persönlicheren und individuellen Ansprache interessiert ist, sollte in Zukunft auch auf analoges Recruiting setzen. In Kombination mit digitalen Maßnahmen kannst du die besten Teammitglieder für dein Unternehmen finden.

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