Digitalisierung
Slackbot im Überblick: So funktioniert der neue KI-Agent für den Arbeitsalltag

Slackbot im Überblick: So funktioniert der neue KI-Agent für den Arbeitsalltag

Marié Detlefsen | 15.01.26

Unübersichtlich und eine Flut an Informationen? Slack will aufräumen und hat im Rahmen dessen den neuen KI-Agent vorgestellt. Der Slackbot soll helfen, den Suchaufwand im Arbeitsalltag zu reduzieren. Wir stellen ihn dir vor.

Ungelesene Nachrichten, verstreute Entscheidungen und Informationen, die irgendwo zwischen Channel, Meeting und Präsentation verschwunden sind – für viele Arbeitnehmer:innen gehört dieses Szenario längst zum Arbeitsalltag. Ein erheblicher Teil der Zeit fließt nicht in die eigentlichen Aufgaben, sondern in das Suchen, Nachlesen und Rekonstruieren von Zusammenhängen. Genau an dieser Stelle setzt die Plattform Slack mit einer grundlegenden Überarbeitung ihres bekannten Slackbots an.

Aus dem bisherigen Hinweis- und Benachrichtigungs-Tool soll ein KI-gestützter Arbeitsassistent geworden sein, der nicht nur reagiert, sondern aktiv unterstützt. Slack selbst spricht in einem aktuellen Post von einem „persönlichen KI-Agenten“, der direkt in die tägliche Kommunikation eingebettet ist.

Der neue Slackbot ist standardmäßig in Slack verfügbar und benötigt laut Anbieter:in weder eine zusätzliche Einrichtung noch ein individuelles Training. Seine Besonderheit liegt weniger in einzelnen Funktionen als vielmehr in der Art, wie er Informationen verarbeitet: Er greift auf den Arbeitskontext der jeweiligen Nutzer:innen zurück.

Konkret bedeutet das: Der Bot berücksichtigt Unterhaltungen, Dateien, Channels und Meetings, auf die eine Person ohnehin Zugriff hat. Anders als viele externe KI-Tools muss er nicht erst mühsam „gefüttert“ werden, sondern setzt bei bestehenden Arbeitsabläufen an. Der Slackbot analysiert laufende Gespräche, bezieht Projektverläufe mit ein und erkennt, welche Themen für welche Rolle relevant sind. Dabei gilt weiterhin das bestehende Berechtigungssystem, das heißt der Slackbot sieht nur Inhalte, die auch für die jeweilige Person freigegeben sind.

Darauf reagiert der Slackbot

Die Interaktion mit dem Slackbot erfolgt über eine Chat-Oberfläche, ähnlich wie bei einem direkten Gespräch. Nutzer:innen können Fragen stellen, um Zusammenfassungen bitten oder Inhalte erstellen lassen. Dabei greift der Bot Folgendes auf:

  • aktive Channels und Direktnachrichten
  • geteilte Dokumente und Canvases
  • Kalenderinformationen und Meeting-Inhalte
  • angebundene Systeme über die Enterprise-Suche

Aus diesen Quellen erstellt er strukturierte Antworten, Entwürfe oder Übersichten, die sich am individuellen Stil und an der jeweiligen Rolle orientieren sollen.

Der Slackbot in Aktion

Doch was genau kann der Slackbot leisten? Im Folgenden zeigen wir dir drei Kernfunktionen, die demonstrieren, wie der Slackbot deine tägliche Arbeit beschleunigt:

1. Schneller Überblick statt langem Nachlesen
Der Slackbot kann Diskussionen, Meetings oder Projektstände verdichten und zentrale Punkte sichtbar machen. Das ist besonders hilfreich, wenn Entscheidungen nachträglich nachvollzogen oder Termine vorbereitet werden müssen.

2. Unterstützung beim Schreiben und Planen
Ob E-Mail-Entwurf, Meeting-Agenda oder erste Gliederung für ein Dokument: Der Bot liefert Vorlagen, die auf vorhandenen Informationen aus Slack basieren. Sie dienen als Ausgangspunkt und können anschließend angepasst werden.

3. Analyse umfangreicher Dateien
Auch größere Dokumente wie Präsentationen, PDFs oder Tabellen lassen sich auswerten. Der Slackbot fasst Inhalte zusammen, sucht gezielt nach Datenpunkten oder hebt Trends hervor, ohne dass komplette Dateien manuell gelesen werden müssen.

Der Bot liefert Vorlagen, die auf vorhandenen Informationen aus Slack basieren, © Slack
Der Bot liefert Vorlagen, die auf vorhandenen Informationen aus Slack basieren, © Slack

Langfristig ist der Slackbot nicht als isoliertes Tool gedacht. Perspektivisch soll er mit weiteren KI-Agenten und Drittanwendungen zusammenarbeiten können. Der neue Slackbot wird schrittweise für Kund:innen mit Business Plus- und Enterprise Plus-Plänen eingeführt. Der Rollout erfolgt gestaffelt über mehrere Wochen. In den Workspaces erscheint der Zugang über ein eigenes Symbol neben der Suchleiste.


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