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Digitalpolitik
US-Regierung sperrt TikTok und WeChat
© visuals - Unsplash

US-Regierung sperrt TikTok und WeChat

Niklas Lewanczik | 18.09.20

US-Präsident Donald Trump gab bekannt, dass die populären Apps aus China ab Sonntag in den USA nicht mehr zum Download bereitstehen werden.

Das Weiße Haus teilte laut Informationen der ZEIT mit, dass sowohl WeChat als auch TikTok ab dem kommenden Sonntag in den USA nicht mehr zur Verfügung stehen sollen. Nähere Informationen über die Gründe für diese Entscheidung sind bis dato nicht bekannt. Noch vor wenigen Tagen schien die Saga um TikToks US-Geschäft ein Ende gefunden zu haben, als das Software-Unternehmen Oracle zum offiziellen „Technology Partner“ designiert wurde. Noch vor zwei Tagen hieß es in den Medien, dass das Weiße Haus die Zustimmung zu diesem Deal gegeben hätte; immerhin ist Oracle Chairman Larry Ellison ein bekennender Trump-Anhänger und Finanzier der Republikaner.

Allerdings hatte Donald Trump via Twitter bereits seinen Unmut über die Kooperation verkündet, sollte die US-Regierung bei einem Deal nicht finanziell beteiligt werden. Nun scheint die Verfügung des US-Präsidenten, die einen Verkauf des US-Geschäfts von TikTok an ein US-Unternehmen oder die Sperrung der App vorsah, für das vorzeitige Ende von TikTok im so wichtigen US-Markt zu sorgen. Dort hat die App über 50 Millionen täglich aktive User. Zudem wird auch die in China extrem populäre App WeChat gesperrt. Diese wird in den USA vor allem von Menschen mit Verbindungen nach Asien genutzt. Was nach Sonntag und dem Verschwinden der Apps aus dem Google Play Store und dem App Store von Apple geschehen wird, ist noch unklar. TikTok hatte vor Wochen bereits bekanntgegeben, gegen das Vorgehen der US-Regierung zu klagen.

Keine Updates für User und ein möglicher Ausweg?

Während die Apps aus den App Stores verschwinden, können US User weiter darauf zugreifen, wenn sie diese schon installiert hatten. Allerdings erhalten sie keine Updates mehr, wie Spiegel Online berichtet. WeChat soll schon ab Sonntag der technische Support in den USA verwehrt werden, TikTok aller Voraussicht nach ab dem 12. November. Möglich ist laut dem Spiegel aber auch, dass das Aus von TikTok noch abgewendet wird. Und zwar dann, wenn es zu einem Deal käme, bei dem Oracle, Walmart und die US-Anteilseigner von Bytedance mindestens 60 Prozent der App TikTok übernehmen. Allerdings müsste neben der US-Regierung um Donald Trump nach Angaben von Bytedance, dem Unternehmen hinter TikTok, auch die chinesische Regierung einem solchen Deal zustimmen – was nach den jüngsten Aussagen derselben als unwahrscheinlich gelten darf.

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