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Facebook Pop-up greift Apples IDFA Update vor
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Facebook Pop-up greift Apples IDFA Update vor

Aniko Milz | 02.02.21

Statt sich weiterhin über das Apple Update zu beschweren, wählt Facebook nun den Weg der Transparenz. In einem Pop-up werden User ab sofort darüber informiert, welche Daten Facebook trackt und warum.

Facebook ergreift neue Maßnahmen, um sich auf Apples „Identifier for Advertisers“ Update (IDFA) vorzubereiten. Ab sofort werden Apple User, die über iPad oder iPhone die Facebook App öffnen, in einem Pop-up dazu aufgefordert, Facebook weiterhin Zugriff auf ihre Aktivitäten zu erlauben.

Die Auswirkungen des IDFA Updates von Apple

Das IDFA Update von Apple könnte sich stark auf Facebooks Möglichkeiten des User-Daten-Trackings auswirken. Denn mit dem Update müssen Entwickler:innen für ihre Apps im App Store genau angeben, welche Daten sie wie tracken. Außerdem muss aktiv eine Einwilligung des Users eingeholt werden, um auf die Advertising ID zugreifen zu können. Demnach könnten personalisierte Ads auf Facebook schlechter als zuvor performen. Das soziale Netzwerk rechnet mit einem Einbruch des Audience-Network-Werbegeschäfts um über 50 Prozent. Facebook positionierte sich von Anfang an stark gegen Apples iOS14 Update, mit dem die Änderungen des IDFA ausgerollt werden sollten. Es wurden eine eigene Website, mehrere Blogposts und sogar eine einseitige Werbeanzeige in mehreren US-amerikanischen Zeitungen veröffentlicht, die Apple öffentlich kritisierten. Genützt haben diese Aktionen alle nichts, lediglich wurde das Apple Update etwas nach hinten verschoben, um Entwickler:innen mehr Zeit einzuräumen ihre Dienste anzupassen.

Facebook versucht es mit Transparenz

Nun wählt Facebook einen anderen Ansatz. Vor einigen Wochen updatete Facebook das Access Your Data Tool auf der eigenen Seite. Damit wollte das Unternehmen für mehr Datentransparenz sorgen. Nun werden User in einem Pop-up um ihre Zustimmung zum Tracking ihrer Aktivitäten gebeten. Axios teilte Screenshots der Bitte.

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In dem Pop-up, das auch Instagram Usern angezeigt werden soll, wirbt Facebook mit einer besseren Ad Experience für die User und dem Support kleiner Businesses, sofern sie dem User Tracking zustimmen.

Wie Andrew Hutchinson von SocialMediaToday passend bemerkt, scheint Facebook von der Leugnungs- und Wutphase in die Phase der Akzeptanz gerückt zu sein. Nun geht es dem Unternehmen eher darum, seine User aufzuklären und Schadensbegrenzung zu betreiben. Dennoch rechne man intern damit, dass weniger als 20 Prozent der Facebook User aktiv dem Daten-Tracking zustimmen werden, so heißt es in einem Bericht von The Information. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Update auswirkt. Dieses soll im Laufe des Jahres ausgerollt werden.

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