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Digitalpolitik
Amazon: US-Börsenaufsicht untersucht Umgang mit Seller-Daten

Amazon: US-Börsenaufsicht untersucht Umgang mit Seller-Daten

Niklas Lewanczik | 07.04.22

Die SEC überprüft, wie Amazon eigene Business-Praktiken offengelegt hat. Dabei geht es vor allem um Daten von Third Party Sellern, die für die eigene Service- und Produktoptimierung genutzt worden sein sollen.

Vor wenigen Jahren kam ans Licht, dass Amazon-Mitarbeiter:innen Daten von Third Party Sellern auf der Plattform nutzten, um den Service bei Amazon zu verbessern, aber auch um Konkurrenzprodukte auf den Markt zu bringen. Der Missbrauch der Marktplatzdaten wurde zu einem großen Thema, denn Amazon-Verantwortliche hatten lange Zeit negiert, von der Praktik gewusst zu haben. Allerdings hatte Ex-CEO und Unternehmensgründer Jeff Bezos auch vor dem US-Kongress ausgesagt, er könne nicht garantieren, dass die Richtlinie zur Verwendung von verkäufer:innenspezifischen Daten zur Unterstützung des Private-Label-Geschäfts nicht missachtet worden ist. Vergangenes Jahr deckte der Publisher Reuters auf, dass das E-Commerce-Unternehmen in Indien im großen Stil Produktkopien auf Grundlage von Seller-Daten erstellt hatte – was Amazon mit einem vagen Statement dementierte.

Nun untersucht die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) eingehend, inwieweit Amazon den Umgang mit Daten von Third Party Sellern transparent gemacht hat. Verfahren und Strafen drohen dem Konzern sowohl in den USA als auch in der EU.

Diverse Ermittlungen gegen Business-Praktiken bei Amazon

Wie Dana Mattioli und Dave Michaels für das Wall Street Journal berichten, bezieht sich die Untersuchung der SEC auf die Offenlegung von Business-Praktiken, auch gegenüber Investor:innen. Insbesondere die Verarbeitung und der mögliche Missbrauch von Marktplatzdaten von Third Party Sellern steht im Fokus. Die Prüfung ist dem Publisher zufolge bereits seit über einem Jahr im Gange. Nun fordert die SEC von Amazon interne E-Mails und andere Unterlagen, um mehr über die Kommunikation zu der Datenverarbeitung zu erfahren. Ein Mitglied des unternehmenseigenen Presse-Teams hatte gegenüber dem Publisher angegeben, dass man zahlreiche Informationen aus dem eigenen Unternehmen für die Untersuchung bereitstelle.

Sollte die SEC ein Fehlverhalten des Unternehmens ermitteln, könnte sie ein Verfahren gegen Amazon einleiten und ein Bußgeld verhängen. Mit ähnlichen Konsequenzen muss das Unternehmen auch in Europa rechnen. Schon 2020 warf die EU-Kommission Amazon Kartellrechtsverstöße wegen der unlauteren Nutzung von Marktplatzdaten für die eigenen Zwecke vor. Und auch das Bundeskartellamt ermittelte vor fast zwei Jahren gegen das Unternehmen, in diesem Fall allerdings wegen einer nicht zulässigen Preiskontrolle bei Third Party Sellern auf der Plattform.

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