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4-Milliarden-Dollar-Deal? Twitter soll mit Clubhouse über mögliche Übernahme verhandeln
© Nathana Rebouças - Unsplash/ Canva

4-Milliarden-Dollar-Deal? Twitter soll mit Clubhouse über mögliche Übernahme verhandeln

Nadine von Piechowski | 08.04.21

Bestätigt: Der Publisher Bloomberg berichtet, dass der Kurznachrichtendienst bereits ernsthafte Verhandlungen über eine mögliche Übernahme der Trend-App geführt haben soll. Twitter soll dabei ein Angebot von ganzen vier Milliarden US-Dollar ausgesprochen haben.

Nachdem Twitter bereits erfolgreich die Clubhouse-Kopie Spaces in der Beta-Version eingeführt hat, könnte nun die Akquisition der Drop-in Audio-App folgen. Neben dem Medienportal Bloomberg berichteten dies zahlreiche andere Publisher. Bloomberg zufolge fanden bereits erste Gespräche über eine mögliche Übernahme der App statt. Hierbei soll Twitter Clubhouse eine Kaufsumme von vier Milliarden US-Dollar angeboten haben. Laut des Berichts bestätigten unternehmensnahe Quellen die Verhandlungen. Momentan seien die Gespräche allerdings pausiert. Den Grund dafür könnten die Insider nicht sagen, so Bloomberg.

Außerdem ist bemerkenswert, dass der Publisher erst vor wenigen Tagen davon berichtete, dass Clubhouse eine neue Finanzierungsrunde mit einem Outcome von vier Milliarden US-Dollar anstreben würde. Spekulationen zufolge könnten die Verhandlungen mit Twitter zuvor zum Erliegen gekommen sein, weshalb Clubhouse einer neuen Finanzierungsstrategie nachgegangen sein könnte. Von dem Twitter-Presseteam erhielt der Publisher keinen Kommentar und auch Clubhouse bezog bis dato nicht öffentlich Stellung.

Trotz Spaces: Könnte sich eine Übernahme für Twitter lohnen?

Es ist nichts Ungewöhnliches, dass größere Konzerne erfolgreiche Social Apps übernehmen. So kaufte Facebook nicht nur die Konkurrenz-Plattform Instagram, sondern auch den Messenger-Dienst WhatsApp. Ob dieses Vorgehen rückblickend kartellrechtlich einwandfrei war, wird derzeit noch geprüft.

Nichtsdestotrotz könnte sich Twitter an Facebook ein Beispiel genommen haben. Denn trotz der Erweiterung der eigenen Plattform um das Spaces Feature, ist Clubhouse bei den Usern immer noch hoch im Kurs. Und das, obwohl die Drop-in Audio-App nur auf iOS-Geräten verwendet werden kann. So könnte sich eine Akquisition der bereits integrierten Plattform also für Twitters Vorstoß in den Audio-Bereich als nützlich erweisen. Andererseits könnte der Kurznachrichtendienst die finanziellen Mittel ebenfalls in den Ausbau des eigenen Features stecken und diesem so womöglich einen Push verleihen.

Clubhouse könnte von der Reichweite und Erfahrung von Twitter profitieren

Welchen Vorteil Clubhouse aus einem Deal mit Twitter ziehen könnte, ist derweil klar. Abgesehen von der hohen Verkaufssumme, könnte die Reichweite des Netzwerks zu noch höheren Download-Zahlen führen. Auch könnte Clubhouse von Twitters über 15-jähriger Erfahrung im Social Media Business profitieren. Diese wäre vor allen Dingen beim Ausbau der Monetarisierungsoptionen – wie kürzlich die Einführung von Clubhouse Pay – nützlich. Ob trotz der pausierten Gespräche früher oder später eine Übernahme stattfinden wird, ist bis jetzt unklar.

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