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Influencer Marketing Trends 2021: Audio-Boom, Creator Brands und Nachhaltigkeit

Influencer Marketing Trends 2021: Audio-Boom, Creator Brands und Nachhaltigkeit

Aniko Milz | 15.03.21

Welche Trends hält das Influencer Marketing 2021 bereit? Worauf müssen sich Unternehmen einstellen? Diese Fragen beantworten 15 Expert:innen der Branche.

Online Marketing und alle seine Unterkategorien sind ständig im Wandel. Besonders die Coronapandemie hat im vergangenen Jahr für viele Veränderungen gesorgt. Davon ist auch die Influencer-Branche nicht verschont geblieben. In einem Trend Report haben mehrere Expert:innen die Trends für das laufende Jahr analysiert. Herausgekommen sind zehn Top-Themen, die Reachbird in einem Dokument zusammengefasst hat.

Beim Lesen wird klar: In 2021 werden sich viele Trends, die sich schon länger anbahnen, verstärken. Gleichzeitig entwickeln sich aber auch neue. Wir geben euch eine Übersicht.

1. Das Revival des Audioformats und Podcaster als neue Influencer

Sind Podcaster die neuen Influencer? Podcasts haben in 2020 einen großen Boom erlebt. Viele Unternehmen und Influencer haben mittlerweile einen eigenen Podcast (wir übrigens auch: Kennst du schon The Digital Bash Podcast?). Zu verdanken haben wir den Aufstieg dieses Audioformats zum Teil auch Plattformen wie Spotify, die viel testen, um neue Features für User bereitzustellen. Podcasts können eine starke Nähe zu den Hörer:innen aufbauen, sie sind quasi „die Stimme im Kopf“, erklärt Tina Jürgens in ihrem Beitrag:

Die meisten Nutzer*innen hören ihre Shows über ihr Smartphone mit Kopfhörern und konzentrieren sich ausschließlich auf das Gehörte. Der Inhalt geht direkt in den Ohren, die Stimme ist schon im Kopf. Podcast-Content wird also aufmerksam gehört, Werbung stört dabei großenteils nicht.

Die Zahlen für Advertiser sind vielversprechend, was Großes für die Branche hoffen lässt.

2. Nischen-Influencer erweitern ihre Themenfelder

Zwar lohnt es sich für Influencer, eine Nische zu besetzen und in dieser bekannt zu werden – schließlich ist dies viel einfacher als zum Beispiel das Themenfeld „Beauty“ oder „Fitness“ zu übernehmen – doch mittlerweile zeigt sich auch ein Trend zur Ausweitung der eigenen Nische. Jenny Song Schmidt von Gymondo fasst den Trend folgendermaßen zusammen:

Fashion Influencerinnen werden dafür bekannt auch politisch aktiv zu sein und Van Life Couples dringen in die Welt der Fitness Influencerinnen vor.

3. Neue Instagram und TikTok Brands: Creator werden verstärkt eigene Brands und Produkte launchen und weniger Fremdprodukte bewerben

Neben der Monetarisierung durch Sponsorings von fremden Produkten sagt ein Trend voraus, dass Influencer in 2021 häufiger dazu übergehen werden, eigene Produkte zu launchen und diese zu bewerben.

4. Weg vom „Product Placement“ hin zu mehr Storytelling und Authentizität

Weil immer mehr Unternehmen auf Influencer Marketing setzen, gibt es auch immer mehr User, die genervt von der häufigen Influencer-Werbung in ihrem Feed sind. User möchten Ästhetik und Storytelling und kein stumpfes Product Placement. Marcel Lesch erklärt in seinem Gastbeitrag:

Die Follower sind übersättigt und sehnen sich wieder nach einem guten Storytelling.

Unternehmen sollten sich dies zu Herzen nehmen und in der Zusammenarbeit mit Influencern darauf achten. Oft schaffen es Influencer ohne zu einengende Vorgaben besser, ein Produkt authentisch zu bewerben.

5. Nachhaltigkeit und der Trend zu lokalen Reisen und lokalen Projekten

Im Bereich Reisen ist derzeit ein Stimmungsumschwung zu bemerken. Nicht nur die Reiseeinschränkungen, die im letzten Jahr galten und auch weiterhin anhalten, auch der Aspekt der Nachhaltigkeit lassen viele ihre Urlaubspläne überdenken. Der Trend geht zu lokalen Reisen. Nachhaltigkeit und Regionalität kann bei Unternehmen also eine wichtige Stütze im Aufbau des Markenimage sein.

6. Kurzfristige Aufmerksamkeit vs. Langfristige Performance

Viele Unternehmen (und Influencer) kämpfen und die Aufmerksamkeit der Follower. Doch statt laut zu schreien, um sich Gehör zu verschaffen, sollte in der Strategie eher auf eine langfristige Performance gesetzt werden. Das ist natürlich keine neue Erkenntnis, doch Manuela Dannwolf erklärt, warum sie heute zutreffender denn je ist:

Wer meint, jeden Kanal bespielen zu müssen, jedem Trend hinterherzulaufen oder mit jedem angesagten Influencer bzw. jeder Brand, die genügend Geld zahlt, zu kooperieren, wird nicht nur viel Ressourcen verlieren, sondern am Ende das Wichtigste: sich selbst.

7. Unperfekt ist das neue Instagrammable

Durch die Coronapandemie hat sich das Verlangen nach authentischen Inhalten stark erhöht. Gut funktionieren Inhalte, mit denen die User sich identifizieren können und die eher „direkt aus dem Leben gegriffen“ sind. Dieser Punkt geht auch mit dem Stichwort der Lokalität einher. Schließlich können Influencer keinen Luxus-Lifestyle mit vielen Reisen und Hotelaufenthalten zeigen und steigen auf Inhalte aus ihrem Alltag um.

8. Live-Formate im Fokus: Direkter Dialog als Chance

Authentisch lassen sich Inhalte oft besonders gut in Videos transportieren. Pauline Stark sieht besonders Live-Formate als klaren Trend:

Nicht nur erzeugen Videos aufgrund der Kombination auditiver und visueller Reize mehr Aufmerksamkeit und Interaktion als Bilder und Texte, sie können Sachverhalte auch schneller verständlich erklären und Kunden mit emotionalem Storytelling direkter ansprechen. Dies unterstützt die Markenbindung und wirkt sich positiv auf die Authentizität und Überzeugungskraft der Marke aus.

Instagram unterstützt Videos, indem Reels und IGTV Videos auf der Explore Page doppelt oder sogar vierfach so groß angezeigt werden und so natürlich mehr Augen auf sich ziehen.

9. Edutainment: Wissensvermittlung mit Humor

Es gibt immer mehr Wissen, das digital vermittelt werden kann. Nicht zuletzt wird dies an dem riesigen Angebot von Online-Kursen zu allen möglichen Themen deutlich. Kurze Wissenshappen sind auch auf TikTok oder in Instagram Reels extrem beliebt. So erklärt zum Beispiel @steuerfabi seinen 309.000 Followern auf TikTok in kurzen Videos Wissenswertes rund um Steuern.

@steuerfabi

##1minutesteuern ##internet …Bin als „Steuerexperte des Jahres“ nominiert, würde mich über eine Stimme freuen (Link in Bio🙂)

♬ original sound – steuerfabi

10. Qualität statt Quantität im Influencer Marketing: Qualitativer Content, KPI’s und Feedback der Community werden immer wichtiger

Das Vertrauen der Community ist die absolute Voraussetzung für den Erfolg eines Influencers. Dieses wird jedoch nicht gewonnen, indem an einem Tag für fünf verschiedene, sich womöglich noch widersprechende, Marken geworben wird. Auch wenn Unternehmen gewisse Ziele erreicht sehen möchten, sollte dennoch beim Influencer Marketing auf Qualität statt Quantität gesetzt werden.

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