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Googles I/O 2022: Computing, KI und Search als Herzstück
Sundar Pichai auf der Google I/O, © Google

Googles I/O 2022: Computing, KI und Search als Herzstück

Niklas Lewanczik | 12.05.22

Die I/O von Google fand wieder als physisches Event statt. CEO Sundar Pichai präsentierte die wichtigsten Neuigkeiten des Unternehmens. Darunter eine intuitivere Google-Suche, eine neue Sprach-KI und die sichere Datenverwaltung mit Protected Computing.

Google ist die Suchmaschine schlechthin – aber noch so vieles mehr. Mit Android, Google Maps, dem Google-Übersetzer, YouTube und Co. unterstützt das Unternehmen täglich Millionen von Menschen und Unternehmen in den verschiedensten Bereichen: Egal, ob beim Zugriff auf Video-Entertainment, Hilfe bei der Bestellung auf einer anderen Sprache, bei der Navigation in unbekannten Gebieten oder bei der Installation der neuesten Trend-App. Nun wurden zahlreiche Neuerungen im Google-Kosmos vorgestellt, die Usern noch mehr Support liefern können. Denn erstmals seit 2019 konnte die I/O wieder als physisches Event stattfinden – 2020 fiel sie Corona zum Opfer, 2021 wurde sie nur digital veranstaltet.

CEO Sundar Pichai gab im Rahmen dieses Events diverse Neuigkeiten bekannt. Insbesondere im Bereich Search gibt es große Pläne. Und vielen der Veränderungen steht das Thema Computing voran. Von Google Maps bis zu den neuen YouTube-Funktionen geben wir euch einen Überblick.

Die Informationen der Welt organisieren

Zu Beginn seiner Keynote erklärte Pichai, dass alle Google-Dienste der Mission des Unternehmens dienen:

Organize the world’s informatione and make it universally accessible and useful.

Auf dem Google Blog The Keyword Deutschland werden die zentralen Neuerungen zusammengefasst. Demnach geht es Google insbesondere darum, Informationen (und Inhalte) für Menschen verfügbar zu machen. Der Zugang zu Wissen soll als Teil der Google-Mission erweitert werden, indem die Suche optimiert wird. Neue Funktionen wie die Szenenerkennung und natürlicheres, intuitiveres Computing mit dem Google Assistant sollen dabei eine zentrale Rolle spielen.

Mehr Wissen oder zumindest Hilfestellung bietet künftig auch der Google-Übersetzer. Dieser erhält 24 neue Sprachen als Option, darunter zehn neue afrikanische Sprachen wie Lingala und Oromo.

The Google Translate bar translates the phrase "Our mission: to enable everyone, everywhere to understand the world and express themselves across languages" into different languages.
Der Google-Übersetzer, © Google

​​Ähnlich hilfreich wie der Übersetzer kann auch Google Maps sein; sowohl im Alltag als auch auf Reisen. Der Dienst soll künftig aber noch mehr Informationen für User bieten, auch visuelle. Denn Google erweitert Maps mithilfe von 3D-Mapping und maschinellem Lernen. So werden Milliarden von Luft- und Straßenbildern zusammengeführt, um eine neue, immersivere Erfahrung in Maps zu ermöglichen.

Ein statisches Bild, das die immersive Ansicht in Google Maps zeigt
Beispielbild für die neue. immersive Google Maps-Darstellung, © Google

Neue YouTube-Funktionen: Untertitel und Kapitelfindung

Dank DeepMind-Technologie kann YouTube Text, Audio und Video so kombinieren, dass automatisch Kapitel mit höherer Genauigkeit und Geschwindigkeit erzeugt werden. Die automatisch erzeugten Kapitel sind für Creator hilfreich, aber ebenso für Suchende. Denn sie können als Suchergebnis bei Google landen und Informationen aus einem Video schnell und gut sichtbar bereitstellen.

Geplant sind bei YouTube außerdem automatisch übersetzte Untertitel in 16 Sprachen. Zunächst aber nur auf Mobilgeräten. Dieses Feature dürfte für die Internationalisierung von Content viel Gewicht erhalten – und könnte auch Shorts Creatorn zugutekommen.

KI bleibt ein zentrales Thema

Bei der automatischen Erzeugung von Plattformelementen spielt die zugrundeliegende KI eine essentielle Rolle. Deshalb arbeitet Google unerlässlich an der Weiterentwicklung von Modellen für maschinelles Lernen und dergleichen mehr. So wird nun beispielsweise der weltweit größte öffentlich zugängliche Hub für Machine Learning eröffnet. Dieser Hub wurde speziell auf der gleichen Netzwerkinfrastruktur entwickelt, die auch die größten neuronalen Modelle von Google antreibt. Google-Kund:innen sollen damit komplexe Modelle und Workloads ausführen können, die Innovationen beispielsweise in den Bereichen Medizin, Logistik und Nachhaltigkeit vorantreiben können.

Darüber hinaus kündigte Sundar Pichai Version zwei des generativen Sprachmodells LaMDA an. Dies ist Googles bislang fortschrittlichste KI für Unterhaltungen, die in der AITestkitchen zu bewundern ist. In dieser können User Googles neue Optionen selbst testen. Um weitere Aspekte der Verarbeitung natürlicher Sprache und der KI zu erforschen, hat das Unternehmen zudem das Pathways Language Model (PaLM) angekündigt. Es ist das bisher größte Modell Googles in diesem Bereich.

© Google

Bereits Anfang des Jahres hatte Google die multimodale Suche vorgestellt, die vielfach auf KI- und neuen Sprachtechnologien basiert.

Google Workspace soll effizienter werden

Auch im Workspace-Kontext soll die KI künftig eine größere Rolle spielen. Sie wird in Workspace-Produkte integriert. So hat Google bereits automatische Zusammenfassungen für Google Docs eingeführt und wird diese bald auch in Google Chat und Google Meet einsetzen.

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Summaries in Google Docs helfen bei der Zusammenarbeit, © Google

Sehr wichtig für die Kooperation ist auch Google Meet. Hierfür führt Google ein bessere Audio- und Videoqualität ein und ermöglicht virtuelle Beleuchtung in Studioqualität. Google möchte alle Menschen so darstellen können, wie sie wirklich aussehen. Und es soll eine Anlehnung an Project Starline bei Meet geben, sodass ein fast dreidimensionales Feeling beim Meeting aufkommt.

Augmented Reality: Grenzen verschwimmen

Wo Treffen und beispielsweise Übersetzungen zusammenkommen, setzt Google mit neuen AR-Technologien an. Das Unternehmen untermauert die eigenen Fortschritte bei der Übersetzung und Transkription mit einem frühen, bereits getesteten Prototyp:

Bei all den Anwendungen von teils auch personenbezogenen Daten, schwingt die Frage nach dem Datenschutz im Google-Kosmos allerdings immer mit. Deshalb möchte das Unternehmen auch hier Neuentwicklungen schaffen. Im Zuge dessen wurde Protected Computing eingeführt. Protected Computing stellt ein wachsendes Toolkit von Technologien dar, die Einfluss darauf haben, wie, wann und wo Daten verarbeitet werden. Darüber hinaus möchte Google neue Funktionen für Nutzer:innen liefern, die noch mehr Möglichkeiten geben, um Daten zu verwalten. Zuletzt gab das Suchmaschinenunternehmen bereits bekannt, dass User mehr personenbezogene Daten aus der Suche entfernen lassen können.

Das Thema Datenschutz steht auch bei Googles Hardware und Software im Fokus. Das Unternehmen stellte einerseits das neue Pixel-Portfolio vor, andererseits wurde der Start der zweiten Betaversion von Android 13 angekündigt. In dieser Version werden Aspekte wie „Datenschutz, Sicherheit, Personalisierung und Kompatibilität mit Geräten mit großem Display, wie beispielsweise Fernseher“ in den Mittelpunkt gestellt. Neu ist beispielsweise aber auch ein einheitliches Farbschema beim App-Design:

Die Apps auf dem Startbildschirm sind alle hellorange und grau, passend zum orangefarbenen Blumen-Hintergrundbild
© Google

Hier kannst du die gesamte Keynote von Sundar Pichai nachverfolgen:

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