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Google: Jetzt bis zu 4 Ads pro Anfrage im AI Mode

Google: Jetzt bis zu 4 Ads pro Anfrage im AI Mode

Niklas Lewanczik | 05.11.26

Bei den AI Mode Ads rüstet Google auf: erst der Roll-out in Ländern weltweit, jetzt mehr Ads pro Query. Das könnte eine Antwort auf die rasch wachsende Konkurrenz der ChatGPT Ads sein.

Die Suchanfragen im AI Mode sind im Schnitt dreimal länger als klassische Suchanfragen auf Google. Dort gibt es also nicht selten Erklärungsbedarf – ein idealer Ort, um zu werben. Googles Senior Vice President und CBO Philipp Schindler erklärte im Earnings Call für das dritte Quartal 2026:

On AI Mode, many of these queries are upper‑funnel queries, allowing us to capture new high‑value commercial intent. In addition, the majority of AI Mode queries are incremental, creating more monetization opportunities over time.

Google spielt inzwischen laut Schindler mehr qualitative Ads in AI Overviews und im AI Mode aus, möchte dieses Geschäft außerdem weiter fördern. Und das sehen die User jetzt deutlicher als je zuvor – und in noch mehr Ländern.



Gemini 4 Carbon, AI Mode Ads weltweit und eine halbe Billion ARR:

Googles Riesenneuheiten und ein Wermutstropfen

Eisberg unter Wasser vor blauem Hintergrund, viele kleine 4-Zeichen
© Google via Canva


Google setzt bei Werbung auf den AI Mode: Mehr Ads pro Suchanfrage gesichtet

Googles Werbegeschäft wächst, aber weniger stark als erwartet und weniger stark als in den Quartalen zuvor. Insgesamt stiegen die Advertising-Umsätze Alphabets in Q3 auf rund 82 Milliarden US-Dollar. Im Kerngeschäft Google Search & other stieg der Umsatz von 56,6 auf 63,4 Milliarden US-Dollar an.

Für künftig noch mehr Werbeeinkünfte sollen indes die AI Mode Ads sorgen, denen die 2026 gestarteten ChatGPT Ads Konkurrenz machen. Diese werden nicht nur in neue Länder gebracht, sondern in den USA sogar um eine besondere Fähigkeit erweitert. Philipp Schindler führte dazu aus:

We are now scaling high-quality ads within AI overviews in AI mode to more users and queries. This includes taking our monetization footprint global for the first time. Today, we’re announcing the expansion of ads in AI mode into international markets alongside multi-turn ads and AI mode in the U.S.

Die globale Ausweitung der AI Mode Ads betrifft allerdings zunächst nur einige Länder und Deutschland ist nicht darunter. Die Ads kommen nach Australien, Kanada, Indien, Kenia, Malaysia, Neuseeland, Nigeria, Pakistan, in die Philippinen und nach Singapur, während Brasilien, Mexiko und das UK im vierten Quartal 2026 folgen. Für die USA gibt es die neuen Multiturn Ads. Sie sollen in Follow-up-Fragen von Usern im AI Mode erscheinen. Für alle AI Mode Ads gilt, dass sie klar als Werbung gekennzeichnet sind.

Diese gekennzeichneten Werbeblöcke im AI Mode können inzwischen deutlich mehr Raum einnehmen. Wie Sachin Patel für Search Engine Watch berichtet, zeigt Google bei Suchanfragen im KI-Modus neuerdings mitunter drei oder auch vier Anzeigen, statt wie zuvor zumeist zwei. Damit bietet Google Usern mehr bezahlte Touchpoints passend zur Suchanfrage und den Werbeanzeigen selbst mehr Raum im Such-Interface.

Beispiel mit vier Ads bei einer Suchanfrage im AI Mode, © Sachin Patel via Search Engine Watch
Beispiel mit vier Ads bei einer Suchanfrage im AI Mode, © Sachin Patel via Search Engine Watch

Möglicherweise testet Google diese Auflistung von vier Anzeigen derzeit erstmal. Allerdings ist gut vorstellbar, dass das Unternehmen den Ads in der KI-Suche langfristig mehr und mehr Platz einräumt. Insbesondere, wenn Advertiser weltweit Zugriff auf die AI Mode Ads erhalten.

Beim Thema Verfügbarkeit hinkt Google indes OpenAI hinterher. Immerhin sind die ChatGPT Ads jetzt in 89 Märkten verfügbar und schüren das Interesse der Marketer, die sich im Bezahlkontext Sichtbarkeit in Suchumgebungen sichern möchten. Über 100.000 Advertiser hat OpenAI für ChatGPT Ads bereits gewonnen. Damit avanciert das Unternehmen zur Konkurrenz für Googles Kerngeschäft. Gleichzeitig gibt OpenAI an, ChatGPTs Suchvolumen entspreche bereits 20 Prozent der Größe von Googles Suchvolumen. Dabei liegt dieser Einordnung eine Analyse von OpenAI zugrunde, bei der das Suchvolumen Googles mit dem Suchvolumen ChatGPTs verglichen wurde.

Die konkreten Zahlen wurden jedoch nicht geteilt. Google gab Anfang 2025 an, pro Jahr über fünf Billionen Suchanfragen zu bedienen. Dank des Ausbaus von Gemini und des AI Modes sowie aufgrund eines stets wachsenden User-Aufkommens in Googles Kosmos dürfte die Zahl heute noch größer sein. OpenAI wiederum differenziert bei der Nutzung von ChatGPT, denn nicht jeder Prompt gilt als Suchanfrage. Zum Beispiel wird Hilfestellung beim Schreiben oder Coden, die erfragt wird, nicht direkt als Suchanfrage gezählt. Eine Anfrage an ChatGPT, die zu einer Web-Suche führt, gilt aber als Suchanfrage.

[…] It’s basically anything that a user would have traditionally gone to a traditional search engine for, but is now deciding to go to ChatGPT for,

erklärt Adam Fry, ChatGPT Consumer Product Lead. ChatGPT gab keine absolute Zahl zum Suchvolumen aus, berichtete aber zuletzt von 1,2 Milliarden aktiven Usern – pro Woche.



ChatGPT Ads hat schon über 100.000 Advertiser:

Erste Insights und Zahlen aus Deutschland

rötlich-orangefarbener Hintergrund mit Smartphone Mockup samt ChatGPT Chat und Ad
© OpenAI



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