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Sponsored Agents für ChatGPT Ads und Anzeigen mit ChatGPT Work kreieren

Sponsored Agents für ChatGPT Ads und Anzeigen mit ChatGPT Work kreieren

Niklas Lewanczik | 17.09.26

OpenAI baut das Werbegeschäft mit Nachdruck aus und liefert bezahlte Business Chats mit Marken, optimiertes Ads Management und Integrationen von HubSpot und Shopify für CRM- und E-Commerce-Kontexte.

Das „nächste Kapitel der Werbung“ nannte Dave Dugan die ChatGPT Ads. Dugan ist VP of Global Ad Solutions und ist einer der Hauptverantwortlichen für die rasante Entwicklung von OpenAIs Werbegeschäft. ChatGPT Ads sind seit Ende August samt Ads Manager auch endlich in Deutschland und 30 anderen europäischen Märkten verfügbar. Gestartet waren sie Anfang des Jahres. Kürzlich berichtete OpenAI bereits, man habe weniger als 200 Tage nach dem Start die Marke von einer Milliarde US-Dollar ARR für 2026 erreicht. Bis 2030 möchte das Unternehmen 100 Milliarden US-Dollar mit Werbung umsetzen. Marktforscher:innen bezweifeln allerdings, dass sich dieses Ziel erreichen lässt. eMarketer schätzte die Umsatzmöglichkeit zuletzt deutlich geringer ein.

Allerdings erweitert OpenAI das Angebot für Werbetreibende zusammen mit großen Tech-Unternehmen derzeit im Eiltempo. In den USA bietet beispielsweise Amazon via Amazon Ads jetzt ebenfalls ChatGPT Ads an. In Europa gesellte sich jüngst Adform als nächstes Technologieunternehmen zu Criteo und StackAdapt, um ChatGPT Ads auch abseits der Agenturbuchung – etwa bei Publicis, WPP, Omnicom, MediaPlus, Havas und dentsu – oder des Self-Serve Ads Managers einzubuchen. Für den weiteren Ausbau in der EMEA-Region wurde zudem Mark Bambury, zuvor Senior Director of Brand Partnerships bei Roblox, zum Head of EMEA Ads ernannt.

Unter der Führung von Dugan und Bambury kommen immer mehr Werbeoptionen hinzu. Jetzt liefert OpenAI ein brandneues Format namens Sponsored Agents, mehr Möglichkeiten zur Kontrolle und Erstellung von Anzeigen und Verknüpfungen mit großen Tech-Plattformen für noch bessere Kampagnen. Auf diese Weise strebt das Unternehmen die „Neuinterpretation der Werbung mit KI“ an.



Amazon Ads ermöglicht Werbung auf ChatGPT

dunkler Hintergrund, Amazon- und OpenAI-Logo, Schriftzug zu Amazon und ChatGPT Ads
© Amazon


Sponsored Agents als Verlängerung von ChatGPT Ads

Mit weit über 900 Millionen monatlich aktiven Usern ist ChatGPT einer der wichtigsten Internetdienste im Alltag vieler Menschen. Dort Werbung zu buchen, reizt viele Parteien in einem KI-durchsetzten Digitalmarkt. Laut OpenAI stehen 20 Prozent der Konversationen auf ChatGPT mit einer kommerziellen Absicht in Zusammenhang. Dazu kommen diverse Kontexte der Kommunikation, die Kaufentscheidungen und geschäftliche Entscheidungen zum Thema haben oder fördern könnten. Das dialogorientierte Werbeumfeld verknüpft individuelle Interessen und die Discovery mit relevanten Angeboten. Deshalb lädt OpenAI die Marken und Advertiser dieser Welt ein, auf ChatGPT zu werben und die Menschen zu erreichen; wobei bestimmte Produktkategorien wie KI-Bildgeneratoren, die zu sehr mit OpenAIs eigenen Lösungen – in diesem Fall ChatGPT Images 2.5 – konkurrieren, laut Insidern nicht akzeptiert werden.

Wer ChatGPT Ads schaltet, kann künftig auf Sponsored Agents als logische Verlängerung bauen. Dieses Format testet OpenAI derzeit mit ausgewählten Advertisern in den USA. Dabei können User mit deren Agents eine Konversation starten, die sich konkret auf eine Anzeige bezieht, welche sie vorher gesehen haben. Die User können passend dazu Folgefragen stellen, ihre eigenen Bedürfnisse, Ansprüche, Budgetgrenzen und Zweifel darlegen. Im Gespräch soll der Agent dann Lösungen vom Unternehmen anbieten. Im besten Fall führt das zur Conversion aus der Konversation heraus. Über den Sponsored Agent können sie via Link auch zur Website der werbenden Marke gelangen.

So kann ein Sponsored Agent auf ChatGPT aussehen, © OpenAI, Smartphone Mockup mit ChatGPT Chat und Werbe-Agent, blau-violetter Farbverlauf im Hintergrund
So kann ein Sponsored Agent auf ChatGPT aussehen, © OpenAI

Die Sponsored Agents sollen es den Nutzer:innen leichter machen, zu erkennen, ob beworbene Produkte oder Dienstleistungen wirklich zu ihnen passen. Für Marken bieten sie die Chance, mit einer Konversation im KI-Umfeld ihre Angebote personenbezogen darzulegen. Dabei gibt OpenAI an, dass diese Konversation unabhängig von organischen ChatGPT-Konversationen bleibt.

Mit ChatGPT Work Ads erstellen und AI Assistance für den Ads Manager

Damit das Werben selbst auf ChatGPT noch einfacher wird, liefert OpenAI neuerdings auch mehr KI-Hilfestellung im Ads Manager und über naheliegende Dienste. Mit nur wenigen Prompts in natürlicher Sprache können Advertiser jetzt erste Ad-Versionen erstellen. Hierbei können ihnen die stetigen Updates für ChatGPT Work helfen, etwa der neue Data Agent für Unternehmensdaten oder die Option, Schreibstile aus Slack, Gmail und Co. zu erlernen. So können die Ads auch gleich unternehmensspezifisch und mit der passenden Brand Voice gestaltet werden.

Advertiser können über das Ads Manager Plugin ebenso direkt via ChatGPT Ads kreieren. In diesem Kontext lassen sich beispielsweise ganze Websites oder Briefings kurzerhand in Anzeigen umwandeln. OpenAI liefert dazu Vorschläge zur Optimierung der Ad. Dabei unterstützt die neue AI Assistance, die direkt im Ads Manager integriert wird. Mit dieser bietet OpenAI beispielhafte Creative-Bilder und Textvorschläge, die die Anzeige für ihre Wirkung im ChatGPT-Kontext optimieren sollen.

Besonders hilfreich für die Ansprache dürfte überdies die KI-gestützte Textpersonalisierung der Ads sein. Via Opt-in können Advertiser diese einstellen. Ist das geschehen, passt OpenAI die Titel und Beschreibungen einer Anzeige an den Konversationskontext einzelner User an, inklusive Übersetzung in Zielsprachen, um die Werbebotschaft so passend wie möglich zu präsentieren.

HubSpot und Shopify integriert: Werbeplattform ChatGPT im großen Stil ans Online Business angebunden

Der Fokus auf neue Werbekanäle sollte Unternehmen nicht dazu zwingen, sich in ihren Prozessen völlig neu auszurichten, betont OpenAI im Blog Post. Deshalb verknüpft das Unternehmen die eigenen Werbelösungen mit großen Tech Playern, die für viele Marken und Advertiser in der Digitalbranche relevante Prozesse abbilden. Da ist zum einen Shopify. Das E-Commerce-Unternehmen erlaubt es US-basierten Merchants ab jetzt, in der dedizierten ChatGPT Ads App aus dem Shopify Ads Store direkt Kampagnen für ChatGPT zu erstellen – samt eigener Budgetvorgabe. Die Produkte aus dem eigenen Produktkatalog sind dann automatisch verknüpft, sodass sie unmittelbar auf ChatGPT beworben werden können. Anschließend lassen sich die Ads dann ebenfalls direkt in der App tracken. Ab dem 23. September kommt die Shopify-Integration für alle Märkte, in denen ChatGPT Ads verfügbar sind, also auch nach Deutschland.

Und auch wer HubSpot nutzt, kann jetzt einen ChatGPT Ads Account verknüpfen. Damit können User im Rahmen von HubSpots CRM Insights ebenfalls Ads für ChatGPT erstellen und deren Performance analysieren, nicht zuletzt im Vergleich zu Kampagnen auf anderen Kanälen. Mit der Verbindung von ChatGPT Ads und HubSpot können Werbetreibende zudem neu gewonnene Leads umgehend verfolgen und für weitere Zwecke nutzen.

OpenAI möchte viele neue Wege eröffnen, um via ChatGPT Produkte zu entdecken oder als Marke zu bewerben. Die neuesten Erweiterungen des Werbegeschäfts sind nur der nächste Schritt auf einem Weg, der das Unternehmen zu einer ernsthaften Konkurrenz für die ganz großen Werbenetzwerke von Google, Meta und Amazon machen soll.



OpenAI öffnet Self-Serve Ads Manager in Deutschland

– 1 Milliarde US-Dollar ARR für ChatGPT Ads

Smartphone Mockup mit Ad bei ChatGPT, Wolken im Hintergrund
© OpenAI via Canva


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