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OpenAI öffnet Self-Serve Ads Manager in Deutschland – 1 Milliarde US-Dollar ARR für ChatGPT Ads

OpenAI öffnet Self-Serve Ads Manager in Deutschland – 1 Milliarde US-Dollar ARR für ChatGPT Ads

Niklas Lewanczik | 31.08.26

Nur kurze Zeit nach dem Start der ChatGPT Ads in 31 europäischen Märkten folgt der heiß ersehnte Zugang zum Self-Serve Ads Manager, aber zunächst als Betaversion.

Es ist so weit: Noch am 31. August öffnet OpenAI den Self-Serve Ads Manager in der Betaversion für berechtigte Advertiser in Deutschland, Österreich, der Schweiz und 28 weiteren europäischen Märkten. Diese hatten genau eine Woche zuvor die ChatGPT als Option erhalten. Auch in Indien, Nordafrika und im Nahen Osten soll der Self-Serve-Bereich im Ads Manager ab heute verfügbar sein. Das Unternehmen erklärt:

ChatGPT Ads are now available in over 40 countries⁠ through the OpenAI Ads Solutions team and our agency and technology partners. Starting later today, self-service access to ChatGPT Ads is launching across India, Europe, the Middle East, and North Africa.

In diesen Regionen gibt es ChatGPT Ads, © OpenAI
In diesen Regionen gibt es ChatGPT Ads, © OpenAI


ChatGPT Ads ab jetzt in Deutschland:

Wie du dort wirbst

Smartphone Mockup mit Ad bei ChatGPT, Violett im Hintergrund
© OpenAI via Canva


1 Milliarde US-Dollar ARR: OpenAI baut das Werbesystem massiv aus

Kund:innen außerhalb der USA gehören machen laut OpenAI inzwischen einen großen Teil der Einnahmen über die ChatGPT Ads aus. Insgesamt haben die ChatGPT Ads die Marke von einer Milliarde US-Dollar bei der Annualized Revenue Run Rate (ARR) erreicht, weniger als 200 Tage nach dem Start. Dave Dugan, VP of Ads bei OpenAI, freut sich auf LinkedIn über diesen Meilenstein.

Mit dem Ads Manager, den OpenAI im Mai 2026 einführte, wurden die ChatGPT Ads auch für kleiner Advertiser zu einem relevanten Faktor im Marketing-Mix. Ein Betakonto im Ads Manager zu erstellen, ist der erste Schritt auf dem Weg zur Werbeplanung und -verwaltung auf ChatGPT. Für den Einrichtungsablauf stellt OpenAI fünf Schritte vor:

  • Team-Mitglieder einladen
  • Ads Manager Beta aufrufen und Konto erstellen
  • Konto-Onboarding und -verifizierung abschließen
  • Kontoinformationen vervollständigen
  • Abrechnung und Zahlung einrichten

Weitere Buchungsoptionen liefern Technologiepartner:innen wie Criteo und StackAdapt sowie in Europa die Partner:innenagenturen Publicis, WPP, Omnicom, MediaPlus, Havas und dentsu.

Mit weit über 900 Millionen monatlich aktiven Usern ist ChatGPT einer der wichtigsten Internetdienste im Alltag vieler Menschen. Dort Werbung zu buchen, reizt viele Parteien in einem KI-durchsetzten Digitalmarkt. Laut OpenAI stehen 20 Prozent der Konversationen auf ChatGPT mit einer kommerziellen Absicht in Zusammenhang. Dazu kommen diverse Kontexte der Kommunikation, die Kaufentscheidungen und geschäftliche Entscheidungen zum Thema haben oder fördern könnten. Das dialogorientierte Werbeumfeld verknüpft individuelle Interessen und die Discovery mit relevanten Angeboten. Deshalb baut das Unternehmen die Werbeoptionen aus, die aber neben den Abonnementmodellen, Unternehmenslösungen für den KI-Einsatz und nutzungsbasierten API-Abrechnungsmodellen nur einen Teil der Umsätze ausmachen.

Nach eigenen Angaben sind bei den Werbetreibenden die durchschnittlichen Kosten pro Kauf in den vergangenen sechs Wochen um rund 60 Prozent gesunken. Gleichzeitig sind die durchschnittlichen Kosten pro 1.000 Impressionen um rund 20 Prozent zurückgegangen. Zu Anfang des Jahres mussten Marken dem Vernehmen nach im impression-basierten Verrechnungsmodell noch rund 60 US-Dollar für 1.00 Impressionen zahlen. Inzwischen stehen CPM- und CPC-Verrechnungsmodelle bereit. Dafür legen Advertiser im Ads Manager Höchstgebote fest; OpenAI gibt an:

Für CPC-Kampagnen empfehlen wir zu Beginn ein Höchstgebot von 3-5 USD pro Klick.

Im Mobile Marketing wiederum können Advertiser dank einer Kooperation zwischen OpenAI und AppsFlyer inzwischen auf Mobile App Measurement für ChatGPT Ads setzen. Das gesamte Werbeökosystem OpenAIs soll noch deutlich weiter ausgebaut werden. Bis 2030 möchte OpenAI 100 Milliarden US-Dollar mit Werbung umsetzen. Marktforscher:innen bezweifeln allerdings, dass sich dieses Ziel erreichen lässt. eMarketer schätzte die Umsatzmöglichkeit zuletzt deutlich geringer ein. OpenAI konkurriert im digitalen Werbemarkt vor allem mit Amazon, Meta und Google, wobei gerade Google schon diverse Werbelösungen für KI-Suchergebnisse und KI-Konversationen etwa im AI Mode bietet.

Für die Zukunft verspricht OpenAI indes die Ausweitung der ChatGPT Ads auf noch mehr Märkte, neue Formate und Buchungsoptionen sowie bessere Measurement- und Bidding-Möglichkeiten. Derzeit testet das Unternehmen bereits ein Exlusion Targeting in den USA.



Direkte Buchung von ChatGPT Ads jetzt auch ohne Agentur

Smartphone Mockup mit Ad bei ChatGPT, Violett im Hintergrund
© OpenAI via Canva


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