Social Media Marketing
Snapchats Commerce Power Pack mit dynamischen Produkt-Ads

Snapchats Commerce Power Pack mit dynamischen Produkt-Ads

Larissa Ceccio | 14.09.26

Produkte direkt im Snapchat Chat platzieren, Kampagnen auf höhere Warenkörbe optimieren und Web- sowie App-Käufe gemeinsam steuern: Mit Blick auf die nahende Schnäppchenjagd rund um Black Friday und das Weihnachtsgeschäft gibt Snap Werbetreibenden neue Commerce Tools an die Hand.

Die Shopping Season beginnt für viele Marken schon bald und dann zählt nicht nur, wie viele Käufe eine Kampagne bringt. Entscheidend ist, wie viel Umsatz daraus entsteht und was ein:e Neukund:in kostet.

Kurz vor dieser besonders umsatzstarken Phase spendiert Snap Werbetreibenden deshalb vier neuen Commerce-Funktionen: Dynamic Product Ads in Sponsored Snaps, Value Optimization, Third Party Web Optimization und Omnichannel Optimization. Auf erste Erfolge verweist Tim Christiansen, Managing Director DACH bei Snap Inc.:

Gerade rund um Black Friday und das Weihnachtsgeschäft stehen Marketingbudgets unter Druck: Entscheider*innen müssen sicherstellen, dass jeder investierte Euro Wirkung erzielt und messbar zum Geschäftserfolg beiträgt. Mit dem Commerce Power Pack optimiert Snapchat den direkten Weg vom Entdecken zum Kauf. Der Erfolg ist bereits messbar: Northbeam-Kund*innen konnten ihre Kosten für die Neukundengewinnung auf Snapchat um 20 Prozent senken, während sie auf anderen großen Plattformen stiegen. Damit nimmt Snapchat eine entscheidende Rolle im Marketing-Mix ein und ermöglicht Werbetreibenden mehr ROI zu erzielen.



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© Snapchat via Canva


Dynamic Product Ads: Katalogprodukte direkt im Chat ausspielen

Wer einen Produktkatalog mit Snapchat verbindet, kann einzelne Artikel künftig auch über Sponsored Snaps bewerben. Das Format erscheint zwischen regulären Unterhaltungen im Chat und startete 2026 auch in Deutschland.

Welche Produkte dort erscheinen, müssen Werbetreibende nicht für jede Anzeige einzeln festlegen. Produktkataloge und Conversion-Signale fließen dafür in KI-gestützte Empfehlungsmodelle ein. So lassen sich automatisch Artikel ausspielen, bei denen ein Kauf wahrscheinlicher ist. Das spart separate Ads für jedes Produkt und kann zugleich Streuverluste senken.

Smartphone Screen zeigt eine Dynamic Product Ad in einem Sponsored Snap mit vier Kleidungsstücken aus einem Produktkatalog und einem „Shop Now“-Button.
Dynamic Product Ads spielen Produkte aus dem hinterlegten Katalog direkt in Sponsored Snaps aus, © Snap Inc.

Die Platzierung dürfte für Shops besonders wertvoll sein: Laut Snap nutzen 85 Prozent der Snapchat Community den Chat regelmäßig. Werbetreibende erreichen ihre Zielgruppe damit in einem stark genutzten Bereich der App und können dort Produkte ausspielen, die stärker an bisherigen Kaufdaten ausgerichtet sind.

Wie sich das auf die Kosten auswirken kann, zeigt ein interner Test von Snap. Auf „Pixel Purchase“ optimierte DPA-Kampagnen erzielten demnach einen um 22 Prozent besseren Sieben-Tage-CPA. Dynamic Product Ads in Sponsored Snaps stehen Werbetreibenden weltweit bereits zur Verfügung.

Value Optimization: Kampagnen auf wertvollere Käufe ausrichten

Nicht jeder Kauf bringt gleich viel Umsatz. Zehn wenig gefüllte Warenkörbe können für einen Shop weniger wert sein als reich gefüllte. Mit Value Optimization können Werbetreibende deshalb stärker berücksichtigen, welchen Wert einzelne Käufe haben.

Statt Kampagnen nur auf möglichst viele Conversions auszurichten, lässt sich die Ausspielung mehr auf einen höheren Return on Ad Spend optimieren. Dabei fließt ein, bei welchen Nutzer:innen ein höherer Kaufwert wahrscheinlicher ist. Für Shops mit stark schwankenden Warenkörben kann das passender sein als eine reine Optimierung auf möglichst niedrige Kosten pro Kauf.

Snapchat Ads Manager zeigt bei „Goal & Bid“ die Option „Maximize value of website purchase conversions“, mit der Kampagnen auf Käufe mit höherem Warenkorbwert optimiert werden können.
Mit Value Optimization können Werbetreibende Snapchat-Kampagnen stärker auf höherwertige Käufe ausrichten, © Snap Inc.

Value Optimization befindet sich für Web- und App-Kampagnen derzeit in der Beta und kann mit Unified Attribution kombiniert werden. Ähnliche Optimierungsziele kennen Werbetreibende bereits von anderen Social-Plattformen. Auch Meta richtet Kampagnen mit Value Optimization stärker am Wert einzelner Conversions aus

Third Party Web Optimization: Externe Conversion-Daten für Kampagnen nutzen

Der Snapchat Ads Manager, Google Analytics und andere Measurement Tools können ein und denselben Kauf unterschiedlich zuordnen. Für Marketing Teams wird es dadurch schwieriger, Kanäle sauber zu vergleichen und Budgets auf Basis derselben Zahlen zu verteilen.

Mit Third Party Web Optimization können Conversion-Daten externer Measurement-Partner:innen wie Google Analytics oder Northbeam in die Kampagnenoptimierung einfließen. Werbetreibende können Snapchat-Kampagnen damit stärker an den Kennzahlen ausrichten, die sie auch für kanalübergreifende Attribution und Budgetsteuerung nutzen. Das ist besonders relevant, wenn Unternehmen ihre Budgets nach einem zentralen Measurement Tool verteilen und nicht nach den Zahlen einzelner Werbeplattformen.

Snapchat Ads Manager zeigt unter „Attribution“ die Auswahl zwischen Snapchat und externen Measurement-Partner:innen für die Kampagnenoptimierung.
ThirdParty Web Optimization bezieht Conversions externer Measurement Partner in die Kampagnensteuerung ein, © Snap Inc.

Third Party Web Optimization läuft derzeit in einer offenen Beta. In Tests mit Google Analytics nennt Snap 23 Prozent niedrigere Third-Party-Kosten pro Kauf und einen 37 Prozent höheren Third Party ROAS. Mit Northbeam seien die Kosten pro Kauf um 37 Prozent gesunken und der ROAS bei Erstkäufer:innen um 64 Prozent gestiegen. Die Zahlen zeigen das mögliche Potenzial, stammen aber aus Tests von Snap und ausgewählten Partner:innen. Welche Effekte sich im eigenen Account erzielen lassen, hängt unter anderem vom Tracking, den Kampagnen und den zugrunde liegenden Conversion-Daten ab.

Omnichannel Optimization: Web- und App-Käufe gemeinsam optimieren

Wer sowohl über eine Website als auch über eine App verkauft, muss beide Kaufwege häufig getrennt steuern. Mit Omnichannel Optimization können Werbetreibende Web und App gemeinsam als Conversion-Ziel auswählen.

Bei der Ausspielung fließt ein, über welchen Kanal ein Kauf wahrscheinlicher ist. Beide Conversion-Wege lassen sich dadurch innerhalb einer Kampagne optimieren, statt Budgets laufend zwischen separaten Web- und App-Kampagnen zu verschieben. Für Unternehmen mit relevanten Umsätzen auf beiden Kanälen kann das den Kampagnenaufbau vereinfachen und den manuellen Steuerungsaufwand reduzieren.

Snapchat Ads Manager zeigt unter „Conversion Location“ die Auswahl zwischen Web, Web und App sowie App für die Omnichannel-Optimierung.
Omnichannel Optimization verbindet Web- und App-Conversions innerhalb einer Snapchat-Kampagne, © Snap Inc.

Omnichannel Optimization befindet sich noch im Alphatest und steht daher nur einem begrenzten Kreis von Werbetreibenden zur Verfügung. Wann Snap die gemeinsame Optimierung von Web- und App-Käufen breiter freischaltet, ist noch offen.



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© Thought Catalog – Unsplash


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