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Ab 18 Jahren: TikTok erweitert die Möglichkeiten, Kurzvideos gezielt zu beschränken

Ab 18 Jahren: TikTok erweitert die Möglichkeiten, Kurzvideos gezielt zu beschränken

Larissa Ceccio | 05.01.23

TikTok führt in den kommenden Wochen neue Funktionen zur Zielgruppensteuerung von Kurzvideos zum Schutz von Jugendlichen ein.

Bestimmte Inhalte nur für Erwachsene tauchen auf TikTok bereits nicht mehr in den Empfehlungen auf. Um für noch mehr Sicherheit von Teenagern auf TikTok zu sorgen, erweiterte die Plattform kürzlich die Zielgruppen-Einstellungen für Creator. Die Entertainment App hatte bereits im Juli vergangenen Jahres angekündigt, Inhaltsfilter und Altersbewertungen einzuführen und reagiert damit auf die zunehmende Kritik an der Plattform.

TikTok Creator, die Inhalte für Erwachsene erstellen, erhalten bald mehr Filteroptionen bei den Ausspielungsmöglichkeiten

Kurzvideos, die nur für Über-18-Jährige geeignet sind, können künftig im Rahmen der Zielgruppen-Einstellungen so beschränkt werden, dass sie auch wirklich nur erwachsenen Usern ausgespielt werden. Jüngere Nutzer:innen werden damit gleichzeitig vor Inhalten geschützt, die nicht für sie geeignet sind, einschließlich anzüglicher Videos, die nicht gegen die Regeln von TikTok verstoßen, aber „grenzwertig“ sind. Diese neue Möglichkeit dürften sowohl viele TikTok-Kritiker:innen als auch besorgte Eltern befürworten. Denn der Umgang TikToks mit dem Thema Kinder- und Jugendschutz war und ist sowohl Regulierungsbehörden als auch Gesetzgeber:innen sowie Erziehungsberechtigten ein Dorn im Auge.

Vor diesem Hintergrund kündigte die ByteDance-Tochter bereits im Juli 2022 an, dass Creator neue Altersbeschränkungsfunktionen für Live Streams erhalten würden, damit sie Teenager daran hindern könnten, Streams mit nicht altersgemäßen Inhalten beizutreten. Das jetzt erweiterte Age Gating umfasst zusätzlich „normale“ TikToks und wird nach Angaben der Entertainment-Plattform in den kommenden Wochen weltweit eingeführt.

To be clear: our policies still fully apply to creators who use this feature, and we will remove content which contains nudity and other violations of our Community Guidelines,

schrieb das Unternehmen in der Ankündigung.


Eine Studie von Pew Research zeigt: Die Mehrheit der Teenager schreibt den sozialen Medien die Stärkung ihrer Freundschaften und Verbindungen zu, während sie gleichzeitig die emotional aufgeladenen Aspekte der sozialen Interaktion bemerken. Wie viele Befragte der Meinung sind, dass Social Media sich generell negativ auf andere Teenager auswirkt, erfährst du in unserem Artikel auf OnlineMarketing.de.

Teenager und Social-Media-Nutzung, © Karolina Grabowska via Canva


Diese Inhalte sind auf TikTok erlaubt, aber unpassend für Teenager

Angedeutete Nacktheit und nicht-explizite, aber dennoch sexualisierte Inhalte sind zwar auf TikTok erlaubt, bewegen sich aber am Rande der Richtlinien. Creator können solche Videos zwar teilen, doch TikTok möchte im Rahmen der Moderation verhindern, dass sie Usern auf ihren For You-Seiten empfohlen werden. Die ByteDancte-Tochter erklärte im Rahmen der Ankündigung, dass sie verhindert habe, dass „allein in den letzten 30 Tagen über eine Million offen sexuell anzügliche Videos“ an Teenager Accounts ausgespielt geworden wären.

Andere Social-Netzwerke wie Instagram bemühen sich seit geraumer Zeit ebenfalls um die Sicherheit von Jugendlichen auf den Plattformen. Im Juni vergangenen Jahres launchte das Meta-Netzwerk zwei neue Möglichkeiten zur Altersverifizierung und gab bekannt, weitere KI-gestützte Tools für mehr Sicherheit – etwa ein KI-Tool von Drittanbieter:innen zur Verifizierung des Alters per Gesichts-Scan – zu testen. Instagram plant außerdem, Fotos in DMs, die Nacktheit enthalten, künftig zu zensieren.

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