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Technologie
WhatsApp führt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Backups ein

WhatsApp führt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Backups ein

Caroline Immer | 15.10.21

Nach langer Ankündigung wird ein wichtiges WhatsApp Update endlich umfassend ausgerollt: Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Backups. Diese soll mehr Privatsphäre für die User gewährleisten.

Schon vor fünf Jahren führte WhatsApp die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Nachrichten standardmäßig ein. Nun sollen nicht nur die Chats selbst, sondern auch deren Backups durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt werden, wie der Messenger auf seinem Blog erklärt. Dies hebt WhatsApp laut eigener Angabe von anderen Messengern derselben Größenordnung ab. Ein derart hohes Maß an Sicherheit bei den Backups sei ein Alleinstellungsmerkmal der Plattform. Die Neuerung, welche bereits im September in der Beta-Version herauskam, soll nun langsam, aber sicher auch umfassender ausgerollt werden. Dies bestätigte Will Cathcart, Head of WhatsApp, auf Twitter:


Wer seine Backups mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützen will, kann dies anhand eines selbstgewählten Passworts oder eines 64-stelligen Sicherheitsschlüssels tun. Die Backups können weder von WhatsApp, noch vom Anbieter des Backups eingesehen werden. Auf den Schlüssel, der nur dem User selbst bekannt ist, können diese ebenfalls nicht zugreifen.

User wünschen sich mehr Privatsphäre

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Backups ist ein Update, auf das viele Nutzer:innen sicher schon lange gewartet haben. Wie Cathcart erklärt, ist die eigene Privatsphäre eines der Hauptanliegen der WhatsApp User:

Billions of people now have sensitive digital information – like their private messages – and that information is at an increasing risk of being stolen by hackers, criminals, and even hostile states themselves. […] And we hear this from people. By far the main feedback we hear is that they want WhatsApp and others to collect even less data and offer even more privacy.

Nach dem kürzlichen Ausfall der Plattformen der Facebook-Familie, zu denen auch WhatsApp gehört, erlebten Twitter sowie die Messenger Signal und Telegram großen Zuwachs. Insbesondere Signal gilt als datenfreundliche Alternative zu WhatsApp. Vor einigen Monaten startete der Messenger eine umstrittene Kampagne, um auf Facebooks unzureichenden Datenschutz aufmerksam zu machen. Es bleibt abzuwarten, ob WhatsApp mit diesem Update auch Datenschützer:innen von sich überzeugen kann.

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