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Social Media Marketing
Diese Ads will dir Facebook nicht zeigen: Signal wegen zu ehrlicher Werbekampagne gesperrt?
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Diese Ads will dir Facebook nicht zeigen: Signal wegen zu ehrlicher Werbekampagne gesperrt?

Caroline Immer | 06.05.21

Um auf Facebooks unzureichenden Datenschutz aufmerksam zu machen, versuchte Signal Ads auf Instagram auszuspielen, die sensible Personendetails offengelegt hätten. Facebook hingegen bestreitet die Echtheit der Kampagne.

„Du siehst diese Werbung, weil du als Lehrerin arbeitest, vom Sternzeichen Löwe und außerdem Single bist“: Wer sich von dieser Aussage angesprochen fühlt, würde sich wohl erst einmal erschrecken, eine Werbeanzeige mit diesem Inhalt auf Instagram zu entdecken. Dass Facebook allerdings genau solche Informationen über seine User sammelt, wollte der Messenger Signal nun mit einer Werbekampagne zeigen.

Die Plattform versuchte, Targeted Ads zu erwerben, welche den Instagram Usern statt eines Werbeinhalts die durch sensible Daten, die Facebook über sie sammelt, bloßgestellten Personendetails präsentiert hätten. Persönliche Informationen zu Beruf, Standort, Interessen, sexueller Orientierung und mehr wären den Nutzer:innen offen dargelegt worden. Doch Facebook war, so behauptet Signal, von dieser Idee alles andere als begeistert, und sperrte prompt Signals Werbekanal.

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Scharfe Kritik an Facebooks unzureichendem Datenschutz

Signal berichtete auf dem Blog des Unternehmens von der Aktion, und fand mit Blick auf Facebooks Datenschutz und Transparenz deutliche Worte. Die Plattform sammle eine Unmenge an Informationen über ihre User. Doch sie weigere sich, den Nutzer:innen zu zeigen, wie genau ihre Daten verwendet werden:

Companies like Facebook aren’t building technology for you, they’re building technology for your data. They collect everything they can from FB, Instagram, and WhatsApp in order to sell visibility into people and their lives. […] Facebook is more than willing to sell visibility into people’s lives, unless it’s to tell people about how their data is being used. Being transparent about how ads use people’s data is apparently enough to get banned; in Facebook’s world, the only acceptable usage is to hide what you’re doing from your audience.

Streit um Echtheit der Ads

Facebook reagierte mit einem Statement auf die Kampagne. Die Plattform behauptet, Signal hätte nie versucht die Ads auszuspielen, und Facebook hätte den Werbe-Account dementsprechend auch nicht gesperrt. Stattdessen handle es sich um einen PR-Stunt des Messengers. Signal meldete sich daraufhin mit weiteren Screenshots zu Wort, die beweisen sollen, dass tatsächlich versucht wurde, die Werbekampagne zu starten. Die Ads seien abgewiesen und Signals Werbekonto gesperrt worden.


Facebook reagierte erneut, und wies darauf hin, dass die Screenshots von Anfang März stammen. Zu diesem Zeitpunkt, so Facebook, sei Signals Werbekonto wegen eines unverwandten Zahlungsproblems kurzzeitig gesperrt worden. Ob echte Werbekampagne oder reiner PR-Stunt: Signal dürfte mit der Aktion nicht nur erfolgreich auf Facebooks Mängel, sondern auch auf sich selbst als Alternativoption aufmerksam gemacht haben.

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