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Technologie
Superintelligent wie ChatGPT: Diese neuen KI-Tools erleichtern deine Arbeit in Sekunden

Superintelligent wie ChatGPT: Diese neuen KI-Tools erleichtern deine Arbeit in Sekunden

Larissa Ceccio | 17.01.23

ChatGPT, DALL-E und Co. waren nur der Startschuss für verschiedenste Anbieter:innen neuer KI-Technologien. Wir zeigen dir, was mit KI jetzt möglich ist und liefern dir gleich 20 konkrete Beispiele für den Einsatz der Tools.

Die Sprach-KI ChatGPT ist seit Wochen in aller Munde und offiziell bald Teil von diversen Microsoft-Systemen. Sie hat die Anfang 2022 eingeläutete und 2023 fortschreitende KI-Revolution maßgeblich vorangetrieben. Denn derzeit fluten zahlreiche KI-Tools die Digitallandschaft und die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Apps und Sites scheinen nahezu unbegrenzt zu sein.

Wir liefern dir mit diesem Beitrag eine große Auswahl verschiedener Tools, die AI-Expert:innen auf Twitter vorgestellt haben. Sei gespannt und erfahre, welche App es dir möglich macht, mit Mahatma Ghandi oder Jesus zu chatten, welche Website dir Rechercheaufwände ersparen kann und welches AI Tool ChatGPT Konkurrenz machen dürfte.


Die KI ChatGPT sammelt Millionen von Usern und der Hype nimmt nicht ab. Um einerseits die Euphorie und andererseits die vorherrschende Skepsis gegenüber ChatGPT durchdringen zu können, haben wir mit Michael Witzenleiter von Conversion Maker über das leistungsstärkste KI-Sprachsystem aller Zeiten gesprochen.

ChatGPT – zwischen Hype und Bedenken: Das bringt das leistungsstärkste KI-Sprachsystem aller Zeiten

© OpenAI, Michael Witzenleiter via Canva

„ChatGPT is the tip of the iceberg“: @ivyxvine liefert AI Tools für Bildungszwecke

Die Gründerin von Prequel (einem Camp, das Teenagern hilft, wichtige Lebenskompetenzen aufzubauen, die in der Schule nicht gelehrt werden), Ivy Xu (@ivyxvine), erklärt auf Twitter: „ChatGPT is the tip of the iceberg“ und zeigt sieben AI Apps und Websites inklusive einer kurzen Erklärung auf, die die Bildung wie wir sie bislang kennen, gänzlich verändern könnte.

Im Folgenden präsentieren wir dir ihre KI-Tool-Tipps im Überblick.

Die App, die sowohl im App Store als auch im Google Play Store erhältlich ist, nutzt eine fortschrittliche KI-Technologie, um Gespräche mit über 20.000 historischen Persönlichkeiten zu ermöglichen. Im App Store heißt es vonseiten der Entwickler:innen:

With this app, you can chat with deceased individuals who have made a significant impact on history from ancient rulers and philosophers, to modern day politicians and artists.

Nutzer:innen können somit auf spielerische und interaktive Weise mehr über das Leben, das Werk und den Einfluss auf das Weltgeschehen von Herrscher:innen, Politiker:innen und Künstler:innen erfahren. Die KI sorgt für ein realistisches Gesprächserlebnis.

Historical Figures App, eigener Screenshot der Website Historical Figures

Die Website bietet eine neue spannende Möglichkeit, Bücher zu entdecken. User können via Talk to Books Passagen aus Büchern durchsuchen und erhalten Zitate auf ihre Suchanfragen. Anwender:innen werden konkret dazu aufgerufen, natürliche Sprache statt Keywords zu verwenden, um Zitate zu erhalten.

Talk to Books-Test von OnlineMarketing.de, eigener Screenshot

Die Website Sheet Plus bietet Anwender:innen die Möglichkeit, Text innerhalb von Sekunden in Excel-Formeln und Google-Sheets-Formeln umzuwandeln. Die Entwickler:innen versprechen eine Zeitersparnis von bis zu 80 Prozent und umgewandelte Texte in Sekundenschnelle – via KI.

So funktioniert das Formelgenerierungs-Tool, © Sheet Plus

Auf der Bearly Website steht „Save hundreds of hours reading and writing with the world’s best AI.“ Das Tool ist in der Desktopversion für Mac, Windows und Linux erhältlich und fasst via AI lange Artikel für dich zusammen – und erspart dir so womöglich sehr lange Rechercheaufwände.

So funktioniert Bearly, © Trung Phan

Lex ist ein Textverarbeitungsprogramm, das auf der Technologie von GPT-3 basiert. User können mithilfe von Lex beispielsweise qualitative Essays verfassen. Um dieses KI-Tool nutzen zu können, müssen sich Anwender:innen zunächst gedulden und der Warteliste beitreten. Zudem erhalten zum jetzigen Zeitpunkt nur Abonnent:innen des kostenpflichtigen Every-Angebots Zugang zu Lex. Wir von OnlineMarketing.de konnten daher noch keinen Test des Tools ausführen.

Ob Newsletter-Verfasser:in, Protokollführer:in oder Student:in: Glasp ermöglicht es Interessierten mithilfe von AI verfasste Aufzeichnungen smart zusammenzufassen.

How-to für das AI Tool Glasp, © Glasp

Das AI Tool liefert kurze Antworten auf jede Frage – inklusive Zitaten für die nachfolgende Forschung oder Recherche. Die Website präsentiert einige Beispiele, die für Online Marketer spannend sein könnten:

Beispiele Perplexity, © Website Perplexity

Mit solch kurzen prägnanten Antworten auf komplexe Fragen könnte Perplexity großen Suchmaschinenunternehmen wie Google Konkurrenz machen.

Die Alternative zu ChatGPT, automatische Schritt-für-Schritt-Anleitungen und effiziente Bild- und Video-AI-Tools: 13 Top-AI-Apps von @heyBarsee

Noch mehr Websites, Apps und Tools die via AI Anwender:innen viel Arbeit ersparen können, liefert der AI-Experte und Gründer von AI Valley Barsee (@heyBarsee) auf Twitter.

Wir zeigen dir nachfolgend seine kuratierten Apps und Websites inklusive einer kurzen Erklärung zu jeder auf.

Scribe erstellt automatisch und in Sekundenschnelle Schritt-für-Schritt-Anleitungen – kostenlos. Hierfür müssen Anwender:innen dem AI-Programm die Erlaubnis geben, die eigene Arbeit zu beobachten. Um diese Erlaubnis zu erteilen, musst du die Aufnahmetaste klicken und deine Arbeit wie gewohnt ausführen. Scribe funktioniert via Desktop und erfasst anwendungsübergreifenden Prozesse, um auf Basis der Aufzeichnungen wertvolle Guides zu erstellen.

Einführung von Scribe, © Scribe Website

ChatSonic ist laut der Website-Erklärung „eine revolutionäre KI wie ChatGPT [… und] wurde entwickelt, um alle Einschränkungen von ChatGPT […] zu überwinden.“ Außerdem versteht ChatSonic auch Sprachbefehle und antwortet sogar ähnlich wie andere bekannte Systeme dieser Art, beispielsweise Siri.

Funktionsweise und Beispiele von Chatsonic, © Chatsonic

Barsee bezeichnet Midjourney als sein „favorite AI Tool of all time“. Nach einer Texteingabe können Discord-Mitglieder die Betaversion austesten. Midjourney ermöglicht es via Texteingabe „eye catching“ Bilder in nur neun Sekunden zu generieren.

Midjourney-AI-Kreationen, © Barsee

Ein 3D-Effekt würde dein 2D-Bild noch ansprechender machen? Mit Leiapix kannst du diese Wandlung via KI durchführen – und deine Kreation direkt als Video oder GIF herunterladen.

Dieses AI Tool ermöglicht es Anwender:innen, Text in menschlich klingende Stimmen zu verwandeln. Du kannst zwischen verschiedenen Stimmen für jegliche Projekte, etwa YouTube Videos, Hörbücher, Podcasts und dergleichen auswählen.

Voice-Auwahl bei Murf, © Murf

Ein neues Logo in nur zwölf Sekunden? Stocking macht es möglich. Du kannst das AI Tool kostenlos testen und neben Logos etwa Buch-Cover, Wallpaper, Stock Images, Poster und dergleichen erstellen – via Texteingabe.

Stocking-Beispiele, © Stocking

Das Tool liefert kurze und verständliche Zusammenfassungen von Artikeln in Sekundenschnelle – mit nur einem Klick und derzeit umsonst.

Runwayml ermöglicht es Anwender:innen, Videos oder ganze Filme mit AI zu generieren. Auf der Website wird erklärt:

With 30+ AI Magic Tools, real-time video editing, collaboration, and more, Runway is your next-generation content creation suite. Right inside your browser.

Du kannst das Tool zunächst kostenlos ausprobieren.

Mithilfe dieses AI Tools kannst du deine alten oder qualitativ unzureichenden Fotos verbessern oder restaurieren.

Beispiel auf der Website, © CodeFormer

Du möchtest ein lästiges Wasserzeichen aus einem Video oder Bild entfernen? Watermake Remover macht das möglich. Kostenlos.

Du suchst nach dem passenden Meme, wirst aber nicht fündig? Supermeme ermöglicht es dir, eigene Memes auf Textbasis zu generieren. Du kannst das Tool 20 Mal umsonst austesten.

Beispiele von Supermeme, © Supermeme

Diese AI-basierte Anwendung kann Objekte, Menschen, Text und dergleichen aus Bildern entfernen.

Gefährden KI-Tools faire Zahlungen an Künstler:innen und Jobs?

Spätestens seit dem Launch von ChatGPT interessieren sich immer Menschen für die Potenziale und Gefahren von KI-Tools. Während Tools zur KI-Generierung, wie die in diesem Artikel präsentierten, oder DALL-E, QuickVid und natürlich ChatGPT erstaunliche Ergebnisse erzielen und ganz neue Arten von Geschäftsmöglichkeiten eröffnen, sind gleichzeitig viele Fragen zur Rechtmäßigkeit solcher Tools und Prozesse aufgekommen. Ebenso gerechtfertigt ist die Sorge darüber, wie solche die Arbeit menschlicher Schöpfer:innen für die digitale Wiederverwendung negativ beeinflussen könnten.

Eine wachsende Zahl von Urheber:innen leitete bereits rechtliche Schritte ein, um zu verhindern, dass ihre Arbeit als Quellmaterial verwendet wird. Sie befürchten, einer fairen Vergütung und Entlohnung ihrer Arbeit beraubt zu werden. Ein Künstler:innenkollektiv hat ein Verfahren gegen Midjourney, Stable Diffusion und die Kunst-Website DeviantArt aufgrund von Verletzungen der Rechte von Urheber:innnen eingeleitet. Der mit dem Fall anvertraute Anwalt Matthew Butterick und die Kanzlei Joseph Saveri Butterick verklagen derzeit Microsoft, GitHub und OpenAI in einem ähnlichen Verfahren, in dem es um das KI-Programmiermodell CoPilot geht, das mit aus dem Internet gesammelten Codezeilen trainiert wird.

Auf die Frage „Gefährdet eine so erstaunliche Technologie, wie sie OpenAI und Co. mehr und mehr zu liefern imstande sind, Jobs im digitalen Alltag von PR-, Marketing- und News-Unternehmen?“ antwortet Michael Witzenleiter im Interview mit OnlineMarketing.de:

Das ist eine wichtige Frage, aber ich muss ganz klar sagen: Aus meiner Sicht nicht. Sicher kann sich der Alltag durch den Einsatz der Technologie verändern. Doch das Ziel ist immer, die Arbeit zu verbessern und nicht Menschen zu ersetzen. Abgesehen davon braucht es immer den menschlichen Touch! Denn trotz ihres Namens haben diese Modelle keine abstrakte Intelligenz. 

KI Tools bergen Gefahren, die Google und Co. davon abhalten, sie zu nutzen

Google hat erklärt, dass es aufgrund der mit KI-Tools verbundenen Bedenken hinsichtlich eines möglichen Missbrauchs noch nicht bereit ist, eigene Anwendungen auf den Markt zu bringen. Das Problem, dass ChatGPT regelmäßig falsche und irreführende Informationen als Antworten auf Fragen liefert, ist beispielsweise für die Google-Suche für diese Entscheidung ausschlaggebend. Des Weiteren hat Google festgestellt, dass KI-generierte Inhalte gegen die eigenen Suchrichtlinien verstoßen. Auf die Frage „Welches ist aus deiner Sicht das größte Risiko beim Einsatz einer solchen Sprach-KI in einem Business-Kontext?“ antwortet Witzenleiter:

Aus meiner Sicht ist das ganz klar die Versuchung, Texte ohne Kontrolle zu übernehmen und zu veröffentlichen. Das ist verlockender, als manche vielleicht annehmen. Denn hat man erst einmal zwanzig astreine Texte generiert, dann ist es leicht anzunehmen, dass alle Texte in Ordnung sein werden. Das Problem dabei ist, dass die Systeme noch nicht zuverlässig erkennen können, wann sie einen falschen Kontext übernehmen – sei das aus Fehl- oder Falschinformationen oder einfach, weil ein Ungleichgewicht in den Daten herrscht. Das heißt, auch wenn die Texte noch so gut sind, sollten sie niemals ungeprüft publiziert werden. 

Welches neues AI Tool findest du am spannendsten?

Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen. Eventuell kennst du sogar noch weitere Apps und Websites, die in dieser Auflistung nicht auftauchen.

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Kommentare aus der Community

Kathrin am 18.01.2023 um 12:28 Uhr

Hallo,
ja, guter Artikel. Als Freiberuflerin arbeite ich schon lange mit Tools – aber ohne darüber nachzudenken, welche Aufträge diese virtuellen Ergebnisse ersetzt haben. Hat etwa schon mal jemand NICHT in lizenzfreien Fotodatenbanken gesucht?

Aber je mehr Artikel über KI veröffentlicht werden, je öfter gefährliche (wenn sogar Google davor zurückschreckt!!) KI-Programme wie ChatGPT erwähnt werden, umso mehr Kunden werden „in 5 Minuten erstellte Logos“ und Texte lieben.
Ist ja wunderbar, dass im Interview gesagt wird „es braucht immer den menschlichen Touch! Denn trotz ihres Namens haben diese Modelle keine abstrakte Intelligenz.“ Das wird Low-Budget-Projekte und tonnenweise Fakes in allen Bereichen leider nicht verhindern.

Antworten
Sascha am 17.01.2023 um 23:49 Uhr

Schöne Liste mit vielem wovon ich bis jetzt noch nie was gehört habe. Und das, obwohl ich seit Tagen – geschätzt 24 Stunden das Internet nach interessanten AI Tools durchsuche – diese Teste, darüber schreibe, immer noch nicht genug bekomme und aus dem Staunen nicht mehr rauskomme. Murf.ai und Ähnliche stehen schon länger auf der Liste der zu testenden Tools. Scribe aus eurem Beitrag klingt sehr interessant und kommt ganz bestimmt auch auf die Liste. In den letzten paar Stunden haben mich allerdings Chrome Extensions für ChatGPT aufgehalten: https://wp-toolbox.com/chatgpt-chrome-erweiterungen-und-andere-tools/

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