Social Media Marketing
X Ads MCP ist da: Werbung auf X mit AI Tools deiner Wahl erstellen

X Ads MCP ist da: Werbung auf X mit AI Tools deiner Wahl erstellen

Niklas Lewanczik | 25.08.26

X denkt KI-Werbung anders. Mit dem neuen X Ads MCP können Advertiser Anzeigen mit Grok und anderen kompatiblen KI-Tools erstellen, verwalten und optimieren. Das soll das Werben einfacher machen und mehr Werbetreibende locken, die X dringend benötigt.

Die digitale Werbewelt befindet sich mitten in einer KI-Revolution. Diese bezieht sich nicht allein auf ganz neue Formate in noch jungen Inventarräumen. Beispiele dafür liefern unter anderem Googles Conversational Discovery Ads im AI Mode und die auch gerade in Deutschland gestarteten ChatGPT Ads. Die großen Umwälzungen betreffen auch die Art und Weise der Anzeigenerstellung, der Verwaltung und Integration auf relevanten Plattformen. Jetzt bietet die Social-Media-Plattform X Advertisern mit dem X Ads MCP eine Option, um mithilfe ihrer favorisierten KI-Tools Ads auf schnellem Wege zu kreieren. Dazu reichen einfache Prompts mit natürlicher Sprache.



ChatGPT Ads ab jetzt in Deutschland:

Wie du dort wirbst

Smartphone Mockup mit ChatGPT Chat und Ad, dahinter pinkfarbener Hintergrund mit einzelnen Kaffeetassen
© OpenAI via Canva


Mit KI-Konnektoren Ads erstellen dank X Ads MCP: Einfach der KI sagen, was die Anzeigen leisten sollen

Wer heutzutage Anzeigen im Digitalraum erstellt und schaltet, kommt um KI-Support kaum herum. Tools und Agents können Werbetreibenden inzwischen viel Arbeit abnehmen. Bei der Kreation von Ads beispielsweise bieten Reddit, Meta, Google, Amazon, Pinterest und Co. schon umfassende Hilfestellung. Meta bietet sogar ein Generative Ads Model (GEM) an und dazu im Ads Manager unter anderem Funktionen wie die Übersetzung von Sprache in Texten und Videos, die bei der Distribution in verschiedenen Märkten hilft. Auch stellt Meta einen Workflow zum Absegnen der Creatives vor, der Werbetreibenden die Möglichkeit gibt, unmittelbar Feedback und Brand-Suitability-Bedenken einzupflegen. Diese Funktion befindet sich aber noch im Test.

Creatives sollen mithilfe neuer KI-Tools noch schneller auf Herz und Nieren geprüft und optimiert werden können, © Meta, GIF
Creatives sollen mithilfe neuer KI-Tools noch schneller auf Herz und Nieren geprüft und optimiert werden können, © Meta

Meta hat des Weiteren schon im Frühjahr die AI Connectors integriert, die Advertisern die Anzeigenerstellung mit KI-Tools ihrer Wahl ermöglichen. Ein solches Angebot macht X den Werbetreibenden auf Basis des Model Context Protocol (MCP) jetzt ebenfalls. Monique Pintarelli, Head of Global Advertising von SpaceXAI, erklärt:

X Ads MCP transforms how advertisers work by bringing full-funnel campaign management directly into the AI tools they already use. Advertisers can now optimize faster, reduce friction, and build more advanced AI-driven workflows, all in one seamless conversation.

Im Chat Interface des Ads Managers auf X können Werbetreibende fortan einfach in natürlicher Sprache ihre Wünsche und Probleme formulieren. Sie können Creatives erstellen und Kampagnen starten lassen, Analysen vornehmen und schlecht performende Ads stoppen oder ihre Budgets anpassen. Von X erhalten sie dabei Support durch X Ads-Daten von der Plattform. Außerdem unterstützt die SpaceXAI-eigene KI Grok als eine mögliche KI-Option. Im Juli lieferte SpaceXAI mit Grok 4.5 ein neues KI-Modell, das Grok insbesondere fürs Coding und den Einsatz von Agents optimierte. Kurz darauf launchte das Unternehmen noch Imagine Image 2.0 auf Basis von Grok, das KI-Bilder – auch für Advertising-Zwecke – in hoher Qualität anfertigen kann. Und das Update auf Grok 4.6 wurde von der Vorstellung des always-on Agents Grok Bot begleitet, der agentische Aufgaben für Teams übernehmen kann, auch für Werbetreibende.

Mehr Funktionen für Werbetreibende auf X: Das Werbegeschäft auf der Plattform lahmt

Mit den neuen KI-Konnektoren für Ads auf X soll das Werbegeschäft auf der so polarisierenden wie populären Plattform weiter gefördert werden. Neu sind dort beispielsweise Mentions Boosts zur Umwandlung relevanter organischer Inhalte in Ads. Und erst im Juli 2026 launchte X die Lead Gen Ads – laut Pintarelli das meistgefragte Werbe-Feature auf X.

Ob neue Werbeformate allein die Advertiser von Kampagnen auf X überzeugen können, ist derweil fraglich. Immerhin bieten die Konkurrenzplattformen ebenso stetig neue Funktionen an – und sind X dabei in vielerlei Hinsicht voraus. Zudem hat X nach wie vor ein Problem mit der Angst um die Brand Safety, gespeist aus mangelnder Content-Moderation, auf der Plattform erlaubter Pornographie und unangemessenen Inhalten und Aussagen, die über die konzerneigene KI Grok generiert sowie ausgespielt wurden und werden. Erst Anfang des Jahres sorgte Grok für einen Nacktbildskandal.

Die Zahlen für das X-Werbegeschäft ließen zuletzt ebenfalls zu wünschen übrig. Im zweiten Quartal 2025 lag der Werbeumsatz auf X, beziehungsweise im gesamten SpaceX-Kosmos, bei 426 Millionen US-Dollar. Denn SpaceX gibt die Zahlen nur für das gesamte Unternehmen aus, nicht für die untergeordneten Bereiche. X ist dabei aber die Plattform, auf der die Werbung verkauft und ausgespielt wird. Der Rückgang von 2022 bis 2025 ist deutlich. Und auch 2026 gab es weniger Werbeumsatz. 367 Millionen US-Dollar waren es in Q2. Das ist immerhin mehr als im vorangegangenen Quartal (343 Millionen), aber noch immer ein deutlicher Dämpfer für das Werbegeschäft. Insbesondere wenn man bedenkt, welch immenses Werbewachstum Konkurrenzplattformen wie YouTube, aber auch Reddit und Pinterest aufzeigen. YouTubes Werbeumsatz für Q2 liegt bei 11,1 Milliarden US-Dollar (gegenüber 9,8 Milliarden im Vorjahresquartal). Im zweiten Quartal 2022 waren es noch 7,3 Milliarden US-Dollar. Reddit hat im zweiten Quartal 762 Millionen US-Dollar Werbeumsatz verzeichnet, ein Plus von 64 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Pinterest hingegen kommt auf 1,18 Milliarden US-Dollar Umsatz (hauptsächlich aus Werbung) in diesem Zeitraum.



So wenig Werbeeinnahmen hat X aktuell

Daumen vor Smartphone Display mit Apps von X, Instagram, TikTok
© Berke Citak – Unsplash


Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein

Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.

Kommentare aus der Community

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*
*