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Grok 4.5 im Roll-out: Fokus auf Coding und Agents

Grok 4.5 im Roll-out: Fokus auf Coding und Agents

Niklas Lewanczik | 09.07.26

Mit Grok 4.5 liefert SpaceXAI das bisher beste eigene KI-Modell, welches neben Cursor trainiert wurde und vor allem in den Bereichen Coding und agentische Aufgaben performen soll. Das hat einen guten Grund.

In die Reihe brandneuer KI-Modelle auf dem Markt reiht sich jetzt Grok 4.5 ein. Damit folgt eine weitere Option auf neue Modelle wie GPT-5.6 von OpenAI mit seinen Varianten Sol, Terra und Luna, Claude Sonnet 5 von Anthropic oder das neue KI-Bildmodell Muse Image von Meta. SpaceXAI hat sich bei der Entwicklung von Grok 4.5 aber eher an ersteren orientiert, denn das Modell soll im Agentic-Zeitalter besonders bei Coding-Aufgaben unterstützen können, dank höherem Tempo und Kosteneffizienz. Dafür hat das KI-Unternehmen ein besonderes Training ermöglicht, aus dem das bisher beste Grok-Modell entsprungen ist.



Das Unternehmen hinter Grok ist jetzt offiziell SpaceXAI. Dieses bietet umfassenden Support für die KI-Entwicklung von Diensten wie Grok, die auch auf X eingesetzt werden.

xAI jetzt SpaceXAI:

Unternehmen bringt neue Grok-Stimmen und hofft auf KI-Support aus dem All

SpaceXAI-Logo, in Weiß auf schwarzem Hintergrund
© SpaceXAI via Canva


Grok 4.5: Hohes Tempo, Kosteneffizienz und Training mit Cursor

Das brandneue Modell von SpaceXAI wird als intelligentestes Grok-Modell aller Zeiten beschrieben. Dieses Prädikat erhält Grok 4.5 nicht zuletzt dank der Entwicklungsgeschichte. Es wurde gemeinsam mit dem Coding Agent Cursor trainiert. Cursor gab bereits im April bekannt, mit SpaceX zusammenzuarbeiten, um KI-Modelle besser trainieren zu können. Die eigenen Modelle Composer 1.5 und Composer 2 konnten so schon skaliert werden. Und durch den Support des Colossus-Datencenters von SpaceXAI sollen diese Modelle in Zukunft deutlich intelligenter werden.

Das gilt auch für die Grok-Modelle, die den umfassenden Support von SpaceXAI genießen – selbst satellitenbetriebene Datencenter im Orbit, die die Computing-Bedarfe der KI bedienen, sind bei dem Unternehmen in der Planung. Grok 4.5 ist aber schon heute das stärkste Modell der Reihe.

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Es ist besonders schnell, agiert mit 80 TPS (Transaktionen pro Sekunde) und soll dabei deutlich weniger Tokens verbrauchen, als Vergleichsmodelle wie Claude Opus 4.8 bei vergleichbaren Aufgaben. In diesem Sinne verspricht Grok 4.5, schneller und kosteneffizienter zu arbeiten als manch anderes Modell.

Ein Vergleich der Token-Effizienz von Grok 4.5 und Claude Opus 4.8 bei einer vergleichbaren Aufgabe, © SpaceXAI
Ein Vergleich der Token-Effizienz von Grok 4.5 und Claude Opus 4.8 bei einer vergleichbaren Aufgabe, © SpaceXAI

Die Kosten für den Grok 4.5-Einsatz liegen aktuell bei zwei US-Dollar pro Million Input Tokens und sechs US-Dollar pro Million Output Tokens. Nach eigenen Angaben liefert das Modell die „höchste Intelligenzrate pro Zeit- und Kosten-Unit“. Das lässt sich aber allein anhand der Preise schwer belegen. Zumindest liegen die Preise aber unter denen der aktuellen Claude-Modelle und jenen neuerer GPT-Modelle von OpenAI.

Einsatzoptionen und Building-Beispiele für Grok 4.5

Das neue Grok-Modell ist ab sofort in Grok Build, in den Cursor-Abonnements und via SpaceXAI Console verfügbar. User in der EU können aber erst Mitte Juli mit der Bereitstellung rechnen. Wer einen API Key hat, kann direkt loslegen und das Modell zum Coding einsetzen. Grok 4.5 übertrifft laut SpaceXAI einige Modelle wie Claude Opus 4.8 und GPT-5.5 bei manchen Aufgaben aus den Bereichen Software-Entwicklung, wenngleich je nach Benchmark auch andere Modelle wie Claude Fable 5 bessere Performance-Werte aufweisen.

Im SWE Bench Pro Benchmark-Kontext zeigt Grok 4.5 eine gute, aber nicht die beste Leistung unter den Modellen, © SpaceXAI, Balkendiagramm
Im SWE Bench Pro Benchmark-Kontext zeigt Grok 4.5 eine gute, aber nicht die beste Leistung unter den Modellen, © SpaceXAI

Für die User dürfte aber ohnehin eher die praxisnahe Verwendung mitsamt der individuellen Ergebnisse zählen. Grok 4.5 kann im Coding-Kontext aus einem einzigen Prompt etwas erstellen. Dafür liefert das Unternehmen ein Beispiel samt Prompt:

Make a beautiful simulation of the universe and solar system. should be sped up with adjustable time, realistic motion, orbits, stars. use threejs. Make the HUD well styled and conform to modern design principles.

Screenshot der interaktiven Erfahrung, die Grok 4.5 auf Basis des Prompts erstellt hat, © SpaceXAI
Screenshot der interaktiven Erfahrung, die Grok 4.5 auf Basis des Prompts erstellt hat, © SpaceXAI

Das Modell lässt sich indes vielfältig einsetzen, für Office-Aufgaben wie die Excel-Sheet-Kreation mit Input aus dem Web oder die Erstellung von Präsentationen und Textvorlagen aller Art. Außerdem können User in diversen Kontexten auf das Modell bauen. Grok 4.5 ist zum Beispiel in Notion verfügbar, in Warp, OpenCode und sogar in OpenClaw.

Mithilfe des Modells können User beispielsweise Apps und Seiten kreieren oder diverse Alltagsaufgaben an die KI auslagern.

Dass sich SpaceXAI bei der Entwicklung des neuen Grok-Modells besonders auf Coding und Agentic Tasks verlegt hat, dürfte ein Zeichen der Zeit sein. Denn die Konkurrenz von Google, OpenAI, Anthropic und Co. feiert gerade mit coding-spezifischen Diensten Erfolge. Insbesondere Codex von OpenAI und Claude Code von Anthropic erfreuen sich großer Beliebtheit und werden wöchentlich von Millionen Usern umfassend eingesetzt. Davon profitieren die KI-Unternehmen besonders, weil der erweiterte Coding-Einsatz an kostenpflichtige Abonnements geknüpft ist – ähnlich wie bei SpaceXAI mit SuperGrok oder X Premium.




OpenAI bestätigt:

GPT-5.6 Sol Ultra kommt zu Codex

OpenAIs Codex-App-Oberfläche mit Prompt-Feld, in dem die KI aufgefordert wird, eine Funktion für eine Wetter-App zu erweitern.
© OpenAI via Canva



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