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Social Media Marketing
Wie du mit deiner Marke zum Publisher auf YouTube werden kannst
© Alexander Shatov - Unsplash

Wie du mit deiner Marke zum Publisher auf YouTube werden kannst

Ein Gastbeitrag von Jelmer Wind | 23.03.21

YouTube ist längst nicht mehr nur eine Unterhaltungsplattform, sondern birgt für Unternehmen und Marken großes Potenzial für die frühe Kund:innenbindung. Mit diesen Schritten kannst du die Plattform gewinnbringend für deine Marke nutzen.

YouTube ist inzwischen viel mehr als nur eine Unterhaltungsplattform mit User-generierten Inhalten und Vloggern. Die Plattform verzeichnet rund 33 Milliarden Visits im Monat. 79 Prozent der deutschen Online-Nutzer:innen schauen YouTube, 44 Prozent davon sogar sehr häufig – und in der Generation Z, die eine Welt ohne das Videoportal gar nicht mehr kennt, sind es 90 Prozent. Die Corona-Zeit hat YouTube noch einmal 15 Prozent mehr Verweildauer bei den Nutzer:innen beschert. Dieses Potenzial können Marken für sich nutzen.

YouTube als Suchmaschine

YouTube ist neben Google die zweitgrößte Suchmaschine der westlichen Welt. Es fungiert als ein Ort, an dem Menschen neue Kenntnisse erlernen können. Mit mehr als drei Milliarden Suchanfragen pro Monat entspricht das Suchvolumen von YouTube dem von Bing und Yahoo zusammen. YouTube-Videos werden in den Google-Suchergebnissen ebenfalls immer höher eingestuft.

Dennoch beschränkte sich die primäre Nutzung von YouTube im Jahr 2020 bei vielen Marken noch immer auf den (großflächigen) Kauf von Videowerbung oder die Zusammenarbeit mit Influencern. Diese Marketing-Kampagnen konzentrieren sich fast ausschließlich auf die oberste Phase des Trichters eines Sales Funnels: Die Schaffung von Markenbewusstsein. YouTube spielt aber in der mittleren Phase des Trichters, der Überlegungsphase, eine immer wichtigere Rolle. Die Videoplattform ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, um sich inspirieren zu lassen. 90 Prozent der Nutzer:innen geben an, dass sie auf YouTube neue Marken entdecken, und mehr als die Hälfte der heutigen Käufer:innen sagen, dass Online-Videos ihnen bei der Entscheidung geholfen haben, welche spezielle Marke oder welches Produkt sie kaufen sollen.

Youtube-Nutzer:innen vergleichen umfassend verschiedene Optionen, um bessere Kaufentscheidungen zu treffen. Sie suchen nach Antworten auf Fragen, die sich in ihrem täglichen Leben stellen. Fragen wie: „Wie isoliere ich mein Dach?“ oder „Was ist die beste Kamera für Einsteiger?“ Einige Marken nutzen YouTube, um dort zu sein, wohin ihre Zielgruppen für Produktinformationen und Wissen vor dem nächsten Kauf kommen.

Die trendenden YouTube-Suchen, global, seit 2008, SEMrush.jpg
Die trendenden YouTube-Suchen, global, seit 2008, © SEMrush

Wie kannst du diesen Trend für deine Marke nutzen?

Diese Entwicklung birgt für Marken viel Potenzial. Am besten kann dieses genutzt werden, wenn du selbst mit deiner Marke zum Publisher auf YouTube wirst. Die folgenden Schritte sind eine erste Einführung in das Thema und erläutern, was du in Zukunft beachten solltest.

  1. Video-Themenforschung

Durch datenbasierte Research können die am häufigsten gesuchten Themen in den Bereichen der jeweiligen Marke zusammengefasst werden. Mit diesen Daten können Recherchen anschließend analysiert und potenzielle Themen in Gruppen unterteilt (Relevanz, Zielgruppe und Wettbewerb) werden. Mit diesem Vorgang kannst du herausfinden, welche Themen innerhalb der festgelegten Bereiche das meiste Potenzial haben, deine Zielgruppe zu erreichen. Diese Research kann zudem als Grundlage für neue Videoproduktionen dienen. Zurückgreifen kannst du hierfür auf YouTube Trends. Im Creator Studio kannst du außerdem nun einsehen, welche anderen Kanäle deine Fans sich ansehen.

  1. Inhaltsanalyse: Perfektes How-to-Video

Schau dir die erfolgreichsten How-to-Videos an und analysiere, was gebraucht wird, um selbst das perfekte Video zu entwickeln. Mit deinen Ergebnissen kannst du einen Entwurf für die ideale Struktur von Lehrvideos erstellen und diese Erkenntnisse helfen dir dabei, dass Nutzer:innen deine Videos länger anschauen und dadurch der Content einen höheren Rang im Ranking einnimmt.

  1. Produktion

Aufgrund des zuvor festgelegten Blueprints kannst du nun Storyboards und Drehbücher entwickeln. Stelle dabei sicher, dass im gesprochenen Text die richtigen Schlüsselworte verwendet werden. Nach Abschluss des Drehs muss besonderes Augenmerk auf die Sequenzierung der Videos gelegt werden, um die Zuschauer:innenbindung zu erhöhen.

  1. Vertrieb

Nur 3,6 Prozent aller Videos auf YouTube erreichen mehr als 10.000 Views (Daten aus 2019). Mit einer umfassenden Vertriebsstrategie kannst du sicherstellen, dass alle Videos deiner Marke miteinbezogen werden. Eine Vertriebsstrategie kann folgende Taktiken beinhalten:

  • YouTube organisch (alle veröffentlichten Videos sind zu 100 Prozent optimiert)
  • soziale Medien (Videos werden auf den Social-Media-Kanälen deiner Marke beworben, dadurch bekommt YouTube das Signal die Videos öfter zu empfehlen)
  • spezifische Landingpages (produzierte Videos können auf eine eigene Landingpage eingebettet werden, so kann das selbe Video im besten Fall zwei Ränge im Ranking belegen)
  • YouTube-Werbung (Videos werden mit Hilfe der „Always-on“- YouTube-Werbekampagnen beworben, um hochwertige Views, eine hohe Zuschauer:innenloyalität und einen niedrigen Cost-Per-View zu erzielen)
  1. Optimierung

Aktuelle Videos müssen nicht nur optimiert, sondern langfristig beobachtet werden, um auch für zukünftigen Content eine optimale Zuschauer:innenbindung zu erzielen. Hierfür ist das von der Plattform bereitgestellte kostenlose Tool YouTube Analytics im YouTube Studio essentiell. Dieses liefert dir kanalspezifische Performance-Daten. Wichtige Kennzahlen zu Reichweite, Audience, Engagement und Umsatz werden hier erhoben und visualisiert. Diese geben dir wichtige Einblicke über zum Erfolg deiner bisherigen Videos, den Zuschauer:innen sowie zum erzielten Umsatz. Erfahre in diesem Video, wie du das YouTube Studio einsetzt:

Fazit

YouTube wird hauptsächlich von Menschen genutzt, die mehr im Kontext ihrer Interessen erfahren wollen. Das können die beliebten How-to-Videos sein oder die Nutzung zu Bildungszwecken. Wenn man diese Nutzung der Plattform erkennt, werden viele Markenverantwortliche sehen, dass sich der Beginn einer etwaigen Customer Journey von Google (Text) zu YouTube (Video) verlagern kann.

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