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Social Media Marketing
Instagram möchte User zu regelmäßigen Pausen auffordern

Instagram möchte User zu regelmäßigen Pausen auffordern

Aniko Milz | 11.11.21

Adam Mosseri spricht in einem neuen Video über einen aktuellen Test. Dieser erinnert User nach einer bestimmten Zeit daran, die App zu verlassen und etwas anderes zu machen.

Eigentlich möchten Apps wie TikTok, YouTube oder Instagram, dass die User so viel Zeit wie möglich in den Anwendungen verbringen. Dass dies nicht unbedingt zur (mentalen) Gesundheit beiträgt, wird spätestens seit den Enthüllungen von Frances Haugen diskutiert. Doch die Advertiser der Plattform bezahlen für die Augen auf ihren Ads. Das heißt mehr Zeit online bedeutet mehr Geld für Instagram. Nun testet die App jedoch eine Funktion, die das Gegenteil bewirken könnte: User werden nach einer von ihnen eingestellten Zeit daran erinnert, eine Pause zu machen.

Take a break: Instagram erinnert an Pausen von der App

In einem kurzen Instagram Video erklärt der CEO Adam Mosseri den Test. User können eine Zeit auswählen (10, 20 oder 30 Minuten), nach der sie von Instagram erinnert werden, dass sie eine Pause machen wollten. Außerdem gibt der Pop-up Tipps, was sie stattdessen machen könnten, wie zum Beispiel ein paar Mal tief durchatmen oder den Lieblingssong hören.

© Instagram

Kampf gegen die Smartphone-Sucht

Diese Art von Remindern nutzen viele Anwendungen – vor allem solche, die Kinder als Zielgruppe haben. So erinnerte beispielsweise die Nintendo Wii regelmäßig an Pausen an der frischen Luft. Auch Netflix fragt nach einigen Folgen, ob man noch da ist und weitergucken möchte. Doch bei Social Apps scheint es so, als müssten nicht nur Kinder an regelmäßige Pausen erinnert werden. Die Plattformen sind so designt, dass auch erwachsene User kaum von ihnen loskommen. Jugendliche verbringen bis zu 70 Stunden die Woche online, 41 davon am Smartphone. Bei einigen führt die exzessive Nutzung sogar zu einem Suchtverhalten, das sich darin zeigt, dass sich die User unwohl fühlen, wenn das Handy nicht in der Nähe ist oder eine regelrechte Panik aufkommt, wenn der Akkustand niedrig ist.

Daher dürfte Instagrams Test, der zunächst für ein bis zwei Prozent der User sichtbar ist, durchaus positiv aufgenommen werden. Wenn dies der Fall ist, soll die Funktion in den kommenden Monaten für alle ausgerollt werden. Welche Intention dahintersteckt, also ob Instagram um das Wohl der User besorgt ist oder Schadensbegrenzung nach den Facebook Files betreiben will, kann dabei als zweitrangig betrachtet werden.

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