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Social Media Marketing
Einschüchterungstaktik bei Facebook: „Help keep Facebook free of charge“
© Facebook, Canva

Einschüchterungstaktik bei Facebook: „Help keep Facebook free of charge“

Aniko Milz | 03.05.21

Gibt es bald eine Bezahlversion von Facebook und Instagram? In einem Pop-up scheint Facebook etwas in der Art zu suggerieren. Damit reagiert das Unternehmen auf Apples iOS 14.5 Update.

Der Kampf der Giganten geht in die nächste Runde. Facebook und Apple stehen, seit Apple das IDFA Update angekündigt hat, auf Kriegsfuß miteinander. Denn Apple beschloss, das Tracking der User auf iOS-Geräten zu deren Entscheidung zu machen. Mit dem Update auf iOS 14.5 müssen Nutzer:innen dem Tracking durch Apps wie Facebook aktiv zustimmen. Das bedeutet vermutlich weniger zielgerichtete Werbung und daraus resultierend eventuell weniger Einnahmen. Von Anfang an hat Facebook sich gegen das iOS Update eingesetzt. Auch jetzt nach dem Roll-out ergreift Facebook alle möglichen Maßnahmen, um User davon zu überzeugen, dem Tracking zuzustimmen. Dazu gehört auch ein Pop-up, der iOS-Nutzer:innen angezeigt wird. Darin heißt es, die Zustimmung der User würde dabei helfen, Facebook und Instagram „free of charge“ zu halten.

Bisher „free of charge“: Bald nicht mehr?


Der Technology Researcher Ashkan Soltani teilte Screenshots des Pop-ups auf Twitter. In den „educational screens“, wie Facebook die Pop-ups auf Instagram und Facebook nennt, wird erklärt, wozu das soziale Netzwerk die Daten der User nutzt.

We use information about your activity received form other apps and websites to:

– show you ads that are more personalized

– help keep Facebook free of charge

– support businesses that rely on ads to reach their customers

Facebooks Kritik an Apple

Facebook kritisiert vor allem, dass kleinere Unternehmen unter dem Update leiden könnten. Denn diese zählen darauf, dass ihre über Facebook ausgespielten Anzeigen potentielle Käufer:innen erreichen und zu mehr Umsatz führen. Ein weiterer Kritikpunkt von Facebook an Apple ist es, dass Apple darauf setzen könnte, dass bisher kostenlose Apps vermehrt zu Subscription-Modellen übergehen, statt sich auf das Advertising zu verlassen. Von den Subscription-Gebühren könnte Apple wie gewohnt einen Teil einbehalten. Dieser liegt bei entweder 15 oder 30 Prozent.

Dass Usern in dem Pop-up jedoch nun suggeriert wird, dass die Plattformen kostenpflichtig werden könnten, ist neu. Schließlich hatte Facebook jahrelang stolz „It’s free and always will be“ als Tagline auf der Startseite stehen. Ende 2019 wurde dieser Slogan jedoch entfernt. Und auch Mark Zuckerberg schloss eine Bezahlversion der Plattform in einer Anhörung 2018 nicht aus. Jedoch solle es immer auch eine kostenlose Version von Facebook geben. Apple hat bisher noch nicht weiter auf Facebooks Vorwürfe reagiert.

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Kommentare aus der Community

Max am 04.05.2021 um 11:28 Uhr

Spätestens jetzt müssen alle Kritikerinnen und Kritiker, die Facebook immer nur als geldgierige Datenkrake angesehen haben, ihren Fehler eingestehen.
Facebook ist der Robin Hood der digitalen Welt. Es ging nie um Profite sondern um selbstlose Hilfe für KMU. Genau deshalb bin ich damals auch von StudiVZ zu Facebook gewechselt, um dieses soziale Engagement zu würdigen.

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