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Aber bitte gratis: Die dreistesten Influencer-Anfragen
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Aber bitte gratis: Die dreistesten Influencer-Anfragen

Aniko Milz | 19.02.21

Best-of: Einige Influencer meinen, wegen ihrer Followerzahlen im dreistelligen Bereich ab sofort für nichts mehr bezahlen zu müssen. Doch diese Unternehmen haben die passenden Antworten auf dreiste Influencer-Anfragen bereit.

Influencer Marketing war auch in 2020 erfolgreich und wird so schnell nicht verschwinden. Schon lange sind Influencer nicht mehr so verpönt wie sie einst waren. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass einige, meist selbsternannte Influencer, noch nicht verstanden haben, dass Kooperationen mit Unternehmen auf einen gegenseitigen Gewinn aus sind, und nicht bedeuten, dass sie alles gratis bekommen. Dementsprechend dreist sind die Anfragen, die einige Unternehmen bekommen und auf die sie dementsprechend genervt reagieren. Wir haben die lustigsten zusammengesammelt.

1. „Das isst eh keiner“

Diese Influencerin wollte ein Catering für 300-320 Gäste gratis bekommen. Dagegen hätte es für das Catering-Unternehmen einige Instagram Posts gegeben. Was die Geschäftsführerin aber wirklich in Rage brachte, war die Aussage, dass das Essen eh nur gut aussehen müsste – wirklich essen würde kaum jemand.

2. „Wie schwierig kann das schon sein?“

Dieser Kunde wollte ein komplett neu entwickeltes CRM von einem Entwickler – gratis versteht sich. Als dieser erklärte, wie viel Arbeit hinter einem solchen Projekt steht, erklärte der Kunde nur, dass das bisschen Coden ja nicht so schwierig sein könne.

This fake guru has 186k Followers and always post about how much money he makes. from r/ChoosingBeggars

3. „Kann ich gratis bei euch Urlaub machen?“

Das White Moose Cafe hatte die richtige Antwort auf diese dreiste Frage. Schließlich müssen gerade in einem Hotel auch alle Angestellten bezahlt werden, die sich um die Influencerin kümmern würden.

4. „Nein, ihr würdet MICH für das Training bezahlen“

Diese Lifestyle Influencerin wollte nicht nur Gratis-Training, sie wollte sogar dafür bezahlt werden, dass ein Personal Trainer sie trainieren darf.



5. Sind Influencer jetzt auch Food-Kritiker?

Dieser Influencer bietet einem Restaurant einen Review gegen Gratisessen für ihn und seine Begleitung. Win/Win oder?

6. Das kann doch nur fake sein

Dieser Influencer hat direkt ungefragt einen Review veröffentlicht, in dem er sich über die Behandlung im Restaurant beschwert. Schließlich hat er selbst nach der Erwähnung, dass er das Essen auf seinem Account posten würde, keinen Rabatt erhalten.

Yelper is mad because restaurant didn’t them free meal in exchange for potential IG exposure from r/trashy

7. Er setzt noch einen drauf

Während sich in den genannten Beispielen meist die Unternehmen über Kooperationsanfragen aufregen, treibt es der folgende Influencer noch weiter. Ein Club wollte ihm keinen VIP-Tisch und Gratisgetränke für einige Instagram Stories anbieten. Daraufhin drehte der YouTuber ein Video über den Vorfall, um den Club schlecht dastehen zu lassen. Am Ende stand eher er selbst schlecht da. Das Video hat über 150.000 Dislikes im Verhältnis zu 40.000 Likes.


8. Die einzig richtige Antwort

Diese Illustratorin wird oft nach Gratis-Produkten gefragt. Doch sie hat den idealen Umgang damit gefunden. Alle bezahlen das Gleiche. Ergeben sich aus einem Rabattcode mehrere neue Bestellungen, kriegt der oder die Influencerin ihr Geld zurück. Noch hat keiner ihr Angebot angenommen.


Während man sich herrlich über diese dreisten Kooperationsanfragen amüsieren kann, gibt es auf der anderen Seite genau so viele dreiste Unternehmen. Diese erwarten im Gegenzug für Gratis-Produkte die Erstellung von Inhalten durch die Influencer, die schließlich auch Essen auf den Tisch bringen müssen. Der Account @influencerpaygap zeigt regelmäßig echte Anfragen und gibt Tipps zu fairen Verhandlungen. Diese Beispiele zeigen nur auf, wie wichtig es ist, dass beide Seiten transparent mit ihren Forderungen umgehen, so dass andere sich an gängigen Bezahlungen orientieren können. Unerwähnt ist in diesem Artikel übrigens bisher geblieben, dass es zahlreiche sehr gelungene Kooperationen mit Influencern gibt, die Unternehmen jede Menge Sympathie und Reichweite einbringen und von denen beide Seiten profitieren. Nicht umsonst ist Influencer Marketing derzeit extrem beliebt. Doch gegenseitiger Respekt für die Arbeit der anderen Seite sollte immer die Grundlage bilden.


Zu den Kommentaren
U. Kummer am 19.02.2021 um 17:16 Uhr

Erpressung mit schlechten Bewertungen?
Alltag! Dafür werden dann die wildesten Geschichten erfunden und verbreitet.
Vermutlich können sehr viele Onlineshop-Betreiber ein Lied davon singen.

Antworten
Bojan am 19.02.2021 um 12:18 Uhr

Kostenloses CRM ist keine realistische Voraussetzung

Antworten
Bettina Wittmann am 19.02.2021 um 12:02 Uhr

Leider nicht nur ein Problem zwischen Influencern sondern ein generelles Wertschätzungsproblem in der Werbeindustrie oder vielleicht gar …der Industrie. Es gibt unzählige Dienstleister und Agenturen, die sich alles mögliche von Kunden gefallen lassen „müssen“ oder es aus Angst vor Umsatzeinbußen tun. Ich finde auch das sollte mehr öffentlich besprochen werden: Dienstleister die sich eher wie Sklaven behandeln lassen bzw. dies an ihre Mitarbeiter weitergeben „müssen“ um die Preise halten zu können oder darüber zu verkaufen. (Stichwort: All in Verträge und Burnout in der Branche auf Grund von enormen Zeit- und Leistungsdruck) und im Gegenzug soll der Dienstleister sich auch noch wie ein Co-Founder einbringen. Meiner Meinung müsste es eine offenere Kommunikation, mehr Transparenz und auch mehr Verständnis (auf beiden Seiten) am Markt geben.

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