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Social Media Marketing
Was verdienen Influencer? Ein Instagram Account zeigt die Paygap auf
Screenshot @influencerpaygap

Was verdienen Influencer? Ein Instagram Account zeigt die Paygap auf

Aniko Milz | 17.07.20

Ein neuer Instagram Account hat sich der Transparenz in der Influencer-Szene verschrieben und veröffentlicht die Gagen mehrerer Influencer. Zuvor gab es kaum Vergleichswerte.

Influencer Marketing ist mittlerweile kein neues Feld mehr, doch es herrscht immer noch große Unsicherheit in Bezug auf faire Bezahlung. Ein neuer Account auf Instagram befasst sich mit genau dieser Thematik. Was verdienen Influencer, beziehungsweise: Was sollten sie verdienen?

Denkt man an die Bezahlung von Influencern, so erinnert man sich vielleicht zunächst an die Tausender- oder sogar Millionenbeträge, die einige Weltstars angeblich für ihre Posts bekommen. So soll Kylie Jenner 1,2 Millionen US-Dollar pro Post einstreichen können. Davon sind die meisten Influencer weit entfernt. Doch den meisten ist auch nicht klar, wo der Branchenstandard liegt. Hier setzt der Instagram Account @influencerpaygap an. Instagram User schicken an den Account Angaben zur Bezahlung, die sie für Posts, Stories etc. erhalten haben. Viele schreiben die Marke dazu, die meisten möchten anonym bleiben. Im Feed werden die Nachrichten geteilt. So ergibt sich ein Bereich, in dem die Bezahlung vieler Influencer liegt. In den Highlights werden die Posts nach Follower-Anzahl sortiert. Der Account ist seit Anfang Juni online und konnte bereits über 32.000 Follower gewinnen.

More transparency, more accountability

Ähnlich wie bei anderen Selbstständigen fehlen auch Influencern oft Vergleichswerte. Während andere mit Kollegen reden können oder zumindest in Stellenanzeigen ungefähre Gehaltsangaben finden, sind Influencer oft auf sich allein gestellt, wenn es um „Gehalts“-Verhandlungen geht. Der Instagram Account schafft Transparenz. Influencer posten dort ihre Followerzahl, Engagement Rate, Hautfarbe und Sexualität neben der Gage, die sie für einen oder mehrere Posts bekommen haben. Dies ist wertvoll für Creator, aber auch für Brands, die mit ihnen zusammenarbeiten möchten. Schließlich lässt sich daraus ablesen, was eine faire und branchenübliche Bezahlung ist. Allerdings muss angemerkt werden, dass die Angaben der Influencer nur auf Vertrauensbasis als richtig anerkannt werden. Hier findet keine Überprüfung statt, da die meisten der Postenden anonym bleiben.

Teilweise wenden sich kleine Brands, die meist kein Budget haben, an die Community und erkundigen sich, wie sie auf faire Weise an Influencer herantreten können, ohne dreist zu sein. Schließlich gibt es auch Möglichkeiten ohne Bezahlung zusammenzuarbeiten, wenn dies nicht vorausgesetzt wird. Viele kleinere Accounts erstellen gerne einen Post gegen ein Gratis-Produkt, doch hier muss die Ansprache stimmen.

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Paygap zwischen Influencern verschiedener Herkunft

Zusätzlich zu der Aufklärungsarbeit über die Bezahlung von Influencern insgesamt, wurde der Account ins Leben gerufen, um auf die Paygap zwischen schwarzen und weißen Influencern hinzuweisen. Denn Schwarze Creator werden oft geringer bezahlt als ihre Weißen Kollegen.

In Zukunft möchte die Betreiberin des Accounts Statistiken veröffentlichen und Grafiken aus den Zahlen erstellen, die ihr zugeschickt werden. Zwar existieren Websites, die Gratisrechner anbieten, die anhand von Follower-Zahl und Engagement Rate errechnen, wie viel ein Account pro Feedpost verlangen könnte. Doch auch deren Ergebnisse variieren stark und basieren nicht auf der tatsächlichen Bezahlung von Creatorn.

Mit Influencer Marketing als wachsender Branche fehlen klare Richtlinien beziehungsweise Ansatzpunkte, die deutlich machen, was der Branchenstandard ist. Keine Kampagne ist wie die andere. Einige möchten einen Feedpost zu ihrem Produkt, andere hätten gern drei Stories und ein IGTV Video. Die einen bieten Promocodes, die anderen eine handfeste Bezahlung. Ein Account wie @influencerpaygap kann Klarheit und Sicherheit schaffen – auf Influencer- und Unternehmensseite.

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