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SEO - Suchmaschinenoptimierung
Google: Manuelle Bestrafung für schlechte Backlinks
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Google: Manuelle Bestrafung für schlechte Backlinks

Atilla Wohllebe | 10.02.14

[Update] Alexander Schneekloth, Head of Consulting der SEOSEO GmbH, über Googles Abstrafung von Backlinks: "Das Modell Linknetzwerk hat ausgedient."

Spam-Backlinks – Der aktuelle Anlass

Bereits mehrmals haben wir über die Bedeutung von Backlinks in der Zukunft des SEO berichtet. Durchaus schon länger im Fokus der Qualitätssicherung der Suchmaschine Google sind unnatürliche – das heißt, in der Regel schlechte, meist gekaufte – Backlinks. Trifft Google auf solche unnatürliche Backlinks (und ist in der Lage, diese auch als solche zu identifizieren), liegt ein Verstoß gegen die Webmaster Guidelines des Technologie-Konzerns vor.

Negative Ranking-Auswirkungen drohen

Aus offenbar aktuellem Anlass macht Google in seinem deutschsprachigen Google Webmaster-Zentrale Blog nochmals auf die Problematik und den Umgang mit Websites, die einen unnatürlichen Linkaufbau aufweisen, aufmerksam:

Seit einiger Zeit führen wir manuelle Spam-Maßnahmen für Websites und gesamte Netzwerke durch, welche aggressiv und wissentlich unsere Richtlinien für Webmaster verletzt haben.

Ganz klar gemeint sind dabei solche Websites, die sich zum Beispiel Links zukaufen oder Spam-ähnlichen Linkaufbau, zum Beispiel in Foren oder Frage-Antwort-Portalen, betreiben. Explizit weist Google in seinem Blog darauf hin, dass „ähnlich täuschende Linktauschprogramme nicht unseren Richtlinien entsprechen“.

Google behält sich dabei vor, einzelne Website sowohl automatisch als auch – wie zitiert – manuell in ihrem Ranking in der Suchmaschine herabzusetzen.

Backlinks – Auch ausgehende Links im Fokus

Desweiteren erklärt Google, um welche Arten von Backlinks es geht. Zum einen sind „Links zu eurer Website“ gemeint. Hier geht es insbesondere um Links aus Linktauschprogrammen, aus qualitativ niedrigen Guest-Blogging-Aktivitäten, über die wir ebenfalls kürzlich berichteten, und aus Artikel- bzw. Linkverzeichnissen.

Interessant ist vor allem, dass Google explizit auch auf „Links von eurer Website“, also auf ausgehende Backlinks hinweist. Weniger spezifisch sind die Angaben, welche ausgehenden Links im speziellen gemeint sind:

Wir würden gern hinsichtlich ausgehender Links von eurer Website oder eurem Blog daran erinnern, dass Praktiken wie verkaufte Links, welche PageRank weitergeben, Content Placement oder Blog-Marketing eindeutig gegen unsere Richtlinien sprechen.

Alles klar soweit? Leider nicht wirklich: Was unterscheidet Content Placement von guter, qualitativ hochwertiger Aufarbeitung von Content? Und wie erkennt Google einen verkauften Link – im Gegensatz zu einem natürlichen Link? Fragen, die offen bleiben.

So können Betroffene handeln

Für Betroffene, die im Ranking aufgrund schlechter Backlinks abgestraft wurden, empfiehlt Google im Wesentlichen zwei Maßnahmen:

  1. In den Google Webmaster-Tools können unter Manuelle Maßnahmen Abstrafungen eingesehen und im Anschluss daran die entsprechenden Gründe dafür behoben werden. Im Anschluss sollte ein Antrag auf erneute Überprüfung gestellt werden.
  2. Ebenfalls möglich ist das Setzen von Links auf den Status rel“nofollow“ beziehungsweise die Wahrnehmung der Möglichkeit, Link für ungültig zu erklären.

Der Verfasser des Artikels im Google Webmaster-Zentrale Blog ist Mitglied des Search Quality Teams.

Update

Der SEO-Experte Alexander Schneekloth, Head of Consulting der SEOSEO GmbH, gab uns seine Einschätzung der Situation und Tipps, wie damit umzugehen ist :

alexander-schneekloth
Alexander Schneekloth ist seit 2013 Head of Consulting der SEOSEO GmbH in Hamburg

Googles Drohung sind in diesem Fall durchaus ernst zu nehmen, das sollte spätestens seit dem Pinguin-Update jedem klar sein. Mit dem Disavow-Tool hat Google zudem ein sehr effizientes Tool, um gekaufte Links auszuwerten. Anhand von Mustern lassen sich anschließend Linknetzwerke erkennen und auswerten. Zudem versucht Google auch immer wieder Listen mit Domains von Linknetzwerken zu kaufen. Daher hat das Modell Linknetzwerk aus meiner Sicht ausgedient. Die Gefahr, dass Google Netzwerke findet und die Kunden abstraft ist einfach zu groß. Für Kunden ist eine Abstrafung zudem oft doppelt ärgerlich. Denn auch nach einer offiziellen Aufhebung des Penaltys kehren viele Websites nicht mehr zur alten Sichtbarkeit zurück.

Ein alleinstehender Linkbuilding-Etat funktioniert heute weniger gut als noch vor zwei Jahren. Wer die Möglichkeit hat, einen echten Marketing-Mix einzusetzen, hat hier eindeutig die Nase vorn. FFF, Print oder Out of Home sorgen für Aufmerksamkeit und somit automatisch für Links. Content Marketing und Seeding erhöhen die Anzahl an Links von Blogs, Foren und aus Social Networks. Blogger-Relations können diesen Effekt noch verstärken. In einem so entstandenen Linkprofil lassen sich zudem zielgerichtete Links deutlich einfacher verstecken. Wer keinen Etat für derartige Kampagnen hat sollte sich aber Fragen: Wie sieht ein Linkprofil aus, dass so entstanden ist?

Welche Erfahrungen habt ihr bisher mit schlechten Backlinks gemacht? Wurdet ihr schon mal abgestraft und vor allem: Konntet ihr die Abstrafung wieder rückgängig machen?

Alex am 01.10.2014 um 17:51 Uhr

Ich versuchte mich einmal mit gakauften Backlinks über Fivver und schon nach wenigen wochen musste ich festellen, dass meine Seite aus den Suchergebnissen von Google gestrichen wurde :-(

Daher mein Rat: Finger weg von künstlichen Backlinks!

Antworten
Dietmar am 27.07.2014 um 17:01 Uhr

Ich denke das leider „negative“ Seo in den nächsten Monaten sehr an bedeutung gewinnen wird. Treffen wird es nicht die die sich gut auskennen sondern sehr sehr viel emit Liebe und schweiss aufgebaute private Seiten von hoher Qualität.

Antworten
Atilla Wohllebe am 26.02.2014 um 23:38 Uhr

Hallo Herbert,
Das ist in der Tat eine ziemlich – entschuldige die Wortwahl – schweinische Angelegenheit und definitiv möglich.
Dazu bietet der Google in den Webmaster Tools eine Funktion an, um einzelne Backlinks quasi zu „entwerten“. Kompliziert wird das natürlich, wenn dir ein Konkurrent ein ganzes Backlink-Paket gönnt, das nur Dreck enthält.
Es bleibt also nur eine Mischung aus Hoffnung und Vertrauen an dieser Stelle.
Viele Grüsse
Atilla Wohllebe

Antworten
Herbert am 11.02.2014 um 00:43 Uhr

Und was ist, wenn die Konkurrenz einfach schlechte Backlinks setzt? :(

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Timo am 10.02.2014 um 16:54 Uhr

Finde es lächerlich, wie sich auf einmal alle wichtig machen und etwas von „schlechten BAcklinks“ erzäheln. FAkt ist das viele SEO-AGenturen reden, reden, aber nicht das richtige KNow-HOw haben, bzw. die geeigneten Mitarbeiter die dann die korrekte Arbeit ausführen.
Insgesamt sind SEO-Agenturen da um Linkbuilding zu betreiben. Insgesamt ist das aus Sicht von Google sowieso illegal. Also warum hier noch rumlabern…

Antworten
Ralf am 05.02.2014 um 21:10 Uhr

Irgendwie laufen die seit heute Amok mit den manuellen Penaltys. Ich habe heute drei Stück erhalten. Komischerweise sind das alles leere Domains in denen nur ein Blanko WordPress läuft und keinerlei Backlinks gesetzt wurden. Bin mal gespannt wie es morgen weiter geht.
Grüße aus Oberbayern
Ralf

Antworten
Florian Franck am 05.02.2014 um 22:58 Uhr

Hallo Ralf,

sind die Meldungen denn manuelle Maßnahmen wegen Markup-Spam oder wegen einem auffälligen Linkbild?

Da muss man auch unterscheiden .. Du kannst auch eine manuelle Maßnahme wegen dem Linkbild erhalten, obwohl die WordPress-Seiten Blanko sind.

Antworten
Ralf am 06.02.2014 um 08:17 Uhr

Angeblich sollen es Spamseiten sein. Folgende Meldung kam von Google: Reine Spam-Website
Einige Seiten dieser Website verwenden offenbar aggressive Spam-Techniken wie automatisch generierte unsinnige Inhalte, Übernahme von Inhalten anderer Websites und/oder wiederholte oder grobe Verstöße gegen die Richtlinien für Webmaster von Google

Vielleicht gibt es zu viele leere WordPress installationen und es wird als DC angesehen :-D
Werd jetzt halt mal ein wenig Content drauf machen und dann eine erneute überprüfung beantragen.
Gruss
Ralf

Antworten
gotopilion am 05.02.2014 um 10:42 Uhr

Es war hilfreich, vielen Dank

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