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SEO - Suchmaschinenoptimierung
SEO im Wandel – Old School war gestern!
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/ FreeDigitalPhotos.net

SEO im Wandel – Old School war gestern!

Atilla Wohllebe | 26.12.13

SEO im Wandel: Eine Reduktion auf das Wesentliche. Drei wesentliche Faktoren könnten es sein, die über Relevanz und Platzierung entscheiden.

Dass Suchmaschinenoptimierung sich im – ohnehin stetigen – Wandel befindet, ist kein Geheimnis. Doch wie sieht die Zukunft des SEO aus? Welche Rolle wird Social spielen? Und hat die XML Sitemap eine Zukunft? Ein Rundumschlag mit drei wesentlichen Faktoren, die in Zukunft entscheiden…

Quantität zählt, Qualität nicht

Früher ging es in der Suchmaschinenoptimierung vornehmlich um Backlinks. Diese waren das Kriterium bei Google’s PageRank, um ganz oben aufzutauchen. Dazu wurden Seiten mit Keywords vollgeklatscht und diese möglichst exponiert – das heißt zum Beispiel im H1-Tag – untergebracht. Dazu zunächst mal folgende kurze Übersicht, wie man vorging und auch heute noch zum Teil vorgeht:

  • Title Tags: Die entscheidenden Keywords tauchen möglichst häufig auf
  • Headline Tags: Genau wie Title Tags – möglichst häufig die wichtigen Keywords nennen
  • Inhalt: Keywords und verwandte Begriffe – so oft wie möglich
  • Interne Verlinkung: Viele Links – mit möglichst Keyword-starken Texten
  • Externe Verlinkung: Möglichst viele Links – egal woher, Hauptsache mit relevanten Keywords
  • Gastbeiträge: Möglichst viele Einträge – egal wo, Hauptsache viele
  • Anker-Texte: Keywords, Keywords, Keywords – und Keywords
  • Social Media: Nicht SEO-relevant
  • Usability: Nicht SEO-relevant

In aller Kürze zusammengefasst sind es also zwei Dinge: Keywords und Links. Dass dabei viel Unfug getrieben wurde und Suchergebnisse drohten, zum Spiegel des firmeninternen Online Marketing Budgets zu werden, mit Qualität aber womöglich nur noch wenig zu tun haben sollte, sei an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Technische Basics der Zukunft

Wie also sieht die Zukunft aus? Zum einen wird es gewisse Faktoren geben, die technisch (noch) einfach notwendig scheinen. So hilft eine XML-Sitemap der Suchmaschinen, beim Crawlen die Struktur der Seite zu erfassen und wird auf absehbare Zeit auch weiterin wichtig bleiben. Auch Rich Snippets, die Google & Co über Schema.org standardisiert erfassen, sind wichtig und helfen den Suchmaschinen, zu erfassen, worum es überhaupt auf der Seite geht (z.B. weisen Öffnungszeiten auf ein Stationärgeschäft hin). Auch das Link Building soll nicht unerwähnt bleiben, wird aber vor allem insofern wichtig bleiben, als dass Seiten besser in einen passenden Kontext eingeordnet werden können.

Sitemap Beispiel
XML Sitemaps: Weiterhin wichtig

Autor, Content und Nutzer

Deutlich wichtiger werden in Zukunft der Autor selbst, der gebotene Content und die surfenden Nutzer sein. Mit dem Authorship ermöglicht Google es Autoren, sich als Person im Web eine gewisse Relevanz aufzubauen, die sich im Ranking wiederspiegeln wird. Gleichzeitig muss Content qualitativ hochwertig sein – vernünftig geschrieben, ansprechend dargestellt und möglichst einzigartig sein.

Google Authorship
Google Authorship & SEO: Autoren als Indikator für Qualität

Die wichtigste Änderung sehe ich im Bereich der Nutzer. So wäre es wahrscheinlich schon heute möglich, jedem Nutzer auf Basis von Cookies individualisierte SERPs anzuzeigen. Diese Vision wird in Zukunft zusätzlich durch Google Plus gestärkt werden, sodass Nutzer-Seiten, denen sie vertrauen, die sie schonmal besucht haben oder die thematisch zum Nutzerprofil passen, entsprechend weiter oben angezeigt bekommen. Das dürfte auch der Grund sein, weshalb zunächst die Unternehmen bei Google Plus aktiver werden – und im Anschluss die Nutzer, weil ihnen das Netzwerk über die soziale Interaktion hinausgehend Mehrwerte bietet.

Dieser Einfluss des sozialen Faktors dürfte gerade Onsite-SEO revolutionieren – weg von der „technischen“ Aufmachung, hin zu dem, was Nutzer anzieht… und zum +1 bewegt.

Wie sieht eure SEO-Vision aus? Schätzt ihr das Potenzial von Google Plus ähnlich ein? Oder kommt am Ende doch Facebook mit einer Suchmaschine um die Ecke?

Kommentare aus der Community

Matthias Schwab am 31.12.2013 um 19:59 Uhr

Guter Artikel, von G+ werde ich Abstand nehmen, man braucht nicht alles mitzumachen.

Antworten
Michael Marheine am 26.12.2013 um 15:18 Uhr

Meiner Meinung nach kann ein seriöser SEOler relativ so weiter arbeiten, wie bisher. Alle Tricksereien werden selbstverständlich von Google nach und nach ausgeschlossen. Ich sehe gerade in den Social Medias, den Netzwerken dort immer mehr eine Art „Isolierung“ kommen. Ich glaube, dass wegen der zunehmenden Informationsflut irgendwann alle sich eher dem einen oder dem anderen Netzwerk zuwenden werden, weil wg. des Budgets, des zeitlichen Aufwands oder anderem eine „Spezialisierung“ auf ein Netzwerk vorgenommen werden muss. Es kann so weit kommen, dass z. Bsp. Wohnungen nur noch an Leute im gleichen Netzwerk vermietet werden bzw. nur dort kommuniziert werden als freie Wohnfläche … mit der Zeit, weil einfacher, wird es dann zum dargelegten Vorgehen kommen. Heute heisst es einfach unbedingt, bei allen dabei zu sein, bevor man sich frühzeitig „ausschliesst“. Google+ wird dabei die Hauptrolle spielen, vielleicht schon ab 2014, wird dies deutlich sein.

Michael Marheine

Autor Michael Marheine bloggt auf diversen eigenen Plattformen zu den Themen Social Media und Online-Marketing, SEO sowie E-Mail-, Video-, Affiliate- und Mobile Marketing etc., durchlebte alle Stufen vom Angestellten. Startup, Selbständigen, erfolgreichen Unternehmer bis hin zum Unabhängigen (Unternehmer).

Antworten
Jens am 26.12.2013 um 14:50 Uhr

Schöner Artikel, der das aufzählt, was bei den meisten seriösen Seos ja bereits bekannt ist und angewendet wird.
Nichtsdestotrotz ist es noch ein ganz weiter weg, bis google diese Metriken sinnvoll anwenden kann. Und ein guter Link bzw. guter Linkaufbau wird immer wichtig bleiben, wenn auch in ein paar Jahren nicht mehr in dem Umfang.
Gruß
Jens

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