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Google-Partners-Zertifizierung: Härtere Anforderungen ab Sommer
© Google Parner Program

Google-Partners-Zertifizierung: Härtere Anforderungen ab Sommer

Niklas Lewanczik | 17.02.20

Mitte 2020 wird ein neues Google-Partners-Programm eingeführt. Neben einem neuen Logo kommen auf Partner anspruchsvolle Voraussetzungen zu.

Google Partners, ein Programm, das Advertisern und Agenturen einen besonderen Status samt Badge im Google-Werbekosmos verleiht, wird in diesem Jahr stark überarbeitet. Zu den Änderungen gehören ein neues Logo, ein neuer Status sowie überarbeitete Kategorien für Produktkenntnisse. Zudem sollen Advertiser verbesserte Programmvorteile erhalten. Darauf müssen die Google-Partner und solche, die es werden möchten, nun achten.

Partner-Logos bieten Vorteile, werden aber exklusiver

Das Programm Google Partners zeichnet sich besonders durch seine Logos für Partner und Premium-Partner aus.

Screenshot: Die Partner-Logos aus Googles Partners-Programm
Die Partner-Logos aus Googles Partners-Programm, Screenshot Google

Diese Logos zeigen an, dass Mitarbeiter der Agentur oder des Werbeunternehmens bestimmte Fähigkeiten im Google Advertising aufweisen und dass Anforderungen an Google Ads erfüllt werden. Zu den Vorteilen des Programms gehört auch, dass Partner besondere Spezialisierungen – etwa für Suchmaschinen- oder Videowerbung – erhalten und anzeigen können. Darüber hinaus haben Partner Zugang zu Schulungen und Veranstaltungen von Google, die noch mehr Know-how vermitteln können.

Doch jetzt wurden Advertiser per Mail informiert, dass ab Ende Juni 2020 deutliche Änderungen im Partners-Programm auftreten werden. Im Google Support Blog wird dokumentiert, inwieweit sich die Voraussetzungen für den Partner-Status ändern.

Mehr Ad Spend und berechtigte User sind künftig für den Status Google-Partner nötig

Zu den deutlichsten Veränderungen gehört jene in Bezug auf das Kriterium Ad Spend. Statt wie bisher 10.000 Euro, müssen Unternehmen nun 20.000 Euro in einem Zeitraum von 90 Tagen ausgeben, um ihre „gesunde Aktivität“ zu bestätigen. Das dürfte für einige Agenturen oder Unternehmen bereits eine schwer zu nehmende Hürde darstellen.

Ein weiteres Kriterium stellt die Performance dar. Ab Ende Juni müssen Unternehmen einen Score von 70 Prozent bei der Optimierung auf Grundlage der Empfehlungen von Google aufweisen können. Google gibt dazu an, dass Unternehmen, die ihren Score um zehn Punkte erhöhen konnten, im Schnitt auch zehn Prozent mehr Conversions verzeichnen würden. Der Score wird dabei ohne Empfehlungen, die die Unternehmen ausschließen, ermittelt. Wie das eigene Konto mit Empfehlungen optimiert wird, können Advertiser bei Google selbst nachlesen.

Die letzte Änderung betrifft die Zahl der User, die als Admin oder für Google Ads agieren oder überhaupt Zugriff auf den Google Ads Account des Unternehmens haben. Bisher ist noch ein zertifizierter Mitarbeiter ausreichend. Doch ab Ende Juni 2020 müssen 50 Prozent der User des Accounts zertifiziert sein. Dafür müssen sie im Skillshop besondere Zertifikate erwerben.

Neue Reihenfolge: Das Premium-Logo gibt es erst nach dem Erwerb des neuen Partner-Logos

Neu ist zudem, dass Unternehmen ab Mitte 2020 zunächst das neue Partner-Logo erhalten müssen, um später als Premium-Partner anerkannt zu werden. Google wird in jedem Kalenderjahr den besten drei Prozent der Partner einen Premium-Status zugestehen.

Die Prüfung hinsichtlich dieser Anforderungen wird Unternehmen betreffen, die bereits ein Partner-Logo haben und auch solche, die sich um den Status bewerben. Der Status wird jährlich neu evaluiert und kann in verschiedenen Märkten variieren.

Wer sich für das Partner-Programm bewerben möchte, kann das via Google Ads tun und sich bei Googles Support Blog informieren. Wer bereits am Partner-Programm partizipiert, kann hingegen mit diesen Schritten seinen Status prüfen. Ab Sommer 2020 werden die Anforderungen für Google-Parter und für die Premium-Partner im Programm also härter. Der Erwerb des renommierten Status könnte für Unternehmen vor allem teurer werden; und Google langfristig mehr Einnahmen durch Ads einbringen.

Christian am 21.02.2020 um 15:51 Uhr

Wir haben soeben erfahren, dass die mit einem Verwaltungskonto verknüpften Werbekunden mit einer GMAIL Adresse von der neuen Google Partner Richtlinie als „Mitarbeiter“ des Verwaltungskontos gezählt werden.

Konkret: Wer in seinem MCC Werbekunden mit einer gmail.com hat, für den erhöht sich dementsprechend die Anzahl der Nutzer, die zertifiziert sein müssen, um den Partner Status ab Juni 2020 zu behalten. Wir betreuen bspw. 4 Kundenkonten, die vor x Jahren ein Google Ad Konto mit einer GMAIL Adresse eröffnet haben und seitdem zigtausende Euro in Google Ads investiert haben. Für uns als bisheriger Google Partner bedeutet das: Wir müssten mindestens 4 zertifizierte Nutzer ab Juni 2020 mit unserem MCC verknüpfen…

Eine plausible Erklärung gibt es dafür wohl nicht? Wir können/wollen unseren Kunden weder die Verwendung einer GMAIL Adresse verbieten, noch eine AdWords Prüfung/Zertifzierung zumuten!

Die einzige Lösung (laut Google Mitarbeiter): Ein jahrelang einwandfrei betreutes Google Ad Konto löschen, alle angelaufenen Daten und Erfahrungen aus den Ads darin gehen verloren, neues Google Konto ohne GMAIL Adresse registrieren, mit dem Verwaltungskonto neu verknüpfen… und gerne noch eine Erfahrung geteilt: Einfach nur in einem bestehenden Google Konto eine alternative nicht-gmail Adresse hinzuzufügen löst das Problem leider nicht.

…allein der Aufwand den Kunden das zu erklären ist sinnlos.
Wer bei Google hat sich denn sowas ausgedacht?! … die WOLLEN Partner loswerden!

Antworten
Christian am 24.02.2020 um 18:36 Uhr

Mittlerweile scheint das Problem erkannt und eingegrenzt worden zu sein – die aktuelle Empfehlung sieht nun wie folgt aus:

„Wenn Sie Ihre gmail E-Mail-Adresse weiterhin als Login Email-Adresse im Google Ads Manager Konto verwenden möchten, fügen Sie in den „Sicherheitseinstellungen“ unter „Kontozugriff“ gmail.com als Domain hinzu. Belassen Sie die Zugriffsrechte (der Kundenkonten) aber auf „Nur lesen“ oder ändern Sie diese auf „Nur E-Mail-Zugriff“, damit die Unterkonten mit Gmail-Adressen nicht für die Zertifizierung mitberechnet werden. „

Antworten
Timo H. am 17.02.2020 um 20:15 Uhr

Das Problem ist die Abhängigkeit von Google.

Selbst WENN vorerst einige Empfehlungen ignoriert werden. Wer weiß wie lange es so bleibt.
Und klar: Du kannst erstmal auf den Partnerstatus verzichten… aber wie lange? Setzt Google das möglicherweise in 2-3 Jahren voraus, um überhaupt ein MCC-Konto betreiben zu dürfen.

Google möchte (natürlich) das alles bei denen in der Hand liegt.
Smart Bidding war ein erster Schritt. Damit rühren die Google Ansprechpartner schon seit Ewigkeiten die Werbetrommel. Es wird einem immer wieder aufgeschwatzt – auch in Konten in denen es einfach nicht funktioniert. Es ist für Google einfach der Jackpot schlechthin, den CPC selber bestimmen zu dürfen.

Gibt es größere Statistiken zum CPC der letzten Jahre? Der muss doch rasant gestiegen sein – VOR ALLEM seit „Smart Bidding“. Am Ende ziehen „wir“ den kürzeren. Im SEO-Bereich ist es nicht anders.
Auch da verlieren die Leute reihenweise das „Interesse“ am SEO. Dort allerdings aus anderen Gründen. Dort sind es die mittlerweile fast wöchentlichen Updates die überhaupt gar keine richtige Analyse mehr erlauben.

Die Zeiten waren mal besser. Wer bei seinem seinem Einkommen (als Berater, Freelancer, …) zu 100% auf Google setzt, sollte sich langsam aber sicher zumindest mal umsehen.

Antworten
Timo H. am 17.02.2020 um 12:20 Uhr

Na klasse… das meiste stellt kein Problem dar, bis auf: „Ein weiteres Kriterium stellt die Performance dar. Ab Ende Juni müssen Unternehmen einen Score von 70 Prozent bei der Optimierung auf Grundlage der Empfehlungen von Google aufweisen können.“

Ich habe durchaus einige Kampagnen die einen Score von unter 40% haben, einfach NUR weil Google der Ansicht ist, ich MÜSSTE zur smarten Shopping Kampagne wechseln. Das ist doch albern… Google will weiter in die Automatisierung und den Werbetreibenden die Rechte zur Verwaltung der eigenen Kampagnen abnehmen. Bei mir funktioniert es reihenweise besser eine normale Shopping-Kampagne zu haben in Kombination mit einer dynamischen Remarketing-Kampagne. Ich habe dort viel mehr Einstellungsmöglichkeiten als bei „Smart Shopping“.

So wie sich das nun liest, muss ich also künftig die „Empfehlungen“ von Google umsetzen, um weiter Partner zu bleiben.

Es wird ganz dringend Zeit, dass die Konkurrenz Gas gibt und Google vom „Quasi-Monopol“ stürzt.
Und das sage ich als Jemand, der im Prinzip von Google lebt.

Antworten
Alex am 17.02.2020 um 15:27 Uhr

ich gebe Dir zu 100% Recht – wenn Google das so umsetzt, wird für mich halt die Konsequenz sein, auf den Partnerstatus zu verzichten. Die Vorschläge sind häufig einfach Unsinn (basieren halt auf festen Algorithmen, die nicht immer passen).

Antworten
Niklas Lewanczik am 17.02.2020 um 12:57 Uhr

Wie genau Google letztlich Empfehlungen und deren Umsetzung bewertet, geht aus der Meldung nicht ganz ohne Interpretationsraum hervor. Aber Google gibt an:

„Hinweis: Wir berechnen den Optimierungsfaktor im Hinblick auf die Anforderungen für die Unternehmensleistung, ohne dass dabei ignorierte Empfehlungen einbezogen werden.“

Beste Grüße

Antworten
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