Lange Zeit war Google auf dem Anzeigenmarkt der Platzhirsch. Mit dem Aufkommen Facebooks aber, das eine ernstzunehmende Konkurrenz darstellt, richten Advertiser ihre Aufmerksamkeit nicht mehr nur auf AdWords und ihre Keywords. Facebooks Argumente sind überzeugend, die Plattform hat doch einige der besten Targetingmöglichkeiten überhaupt im Angebot. Google fand sich im Zugzwang, führte in den letzten Jahren Remarketing-Listen für Suchanzeigen (RLSA) und Demographisches Targeting für Anzeigen in der Google Suche (Demographic Targeting for Search Ads) ein und zeigte sich somit flexibler seinen Anzeigenkunden gegenüber. Und in Kürze wird der Suchmaschinenanbieter eine weitere Targetingoption ausrollen: Similar Audiences für Suchanzeigen.
Qualifizierteres Zielpublikum und eine bessere Anzeigenperformance
Derzeit befindet sich das neue Feature noch in einer Beta Version. Similar Audiences für Suchanzeigen sind in ihrer Funktion ähnlich der gleichnamigen Kategorie in Googles Display Network oder den Lookalike Audiences bei Facebook. Mit ihnen können Advertiser eine Zielgruppe targeten, die ein ähnliches Suchverhalten aufweist wie die bereits vorhandene Audience in RLSA, die die Seite noch nie besucht hat. Dieses Zielpublikum soll qualifizierter sein als der neue Durchschnittsbesucher. Es bietet sich daher an, Gebote für dieses spezielle Publikum zu erhöhen oder sie separat zu anderen laufenden Kampagnen zu targeten.
Erste Tests haben gezeigt, dass das Feature großes Potential aufweist, die Suchanzeigen-Performance zu verbessern. So kann sich die Performance der Similar Audiences für Suchanzeigen auch gegenüber den erfolgreichen RLSA Audiences behaupten, wie Wordstream feststellen konnte. Auch die Reichweite überzeugt: Die Anzahl der User, die mit dem neuen Anzeigenfeature erreicht werden konnten, war siebenmal höher als das Publikum aus RLSA-Kampagnen.

Best Practices der Similar Audiences für Suchanzeigen
Wordstream empfiehlt trotz der vielversprechenen Beta Testergebnisse langsam zu beginnen, um Anpassungen besser möglich zu machen. Dazu sollen die Similar Audiences den bereits existierenden Kampagnen als „Bid only“ hinzugefügt und das Budget nur leicht angepasst werden. Nach einigen Wochen sollen die Anzeigen so besser performen und wertvolle Daten stehen zur Verfügung, mit denen die Ads weiter optimiert werden können. Sind die Similar Audiences von Erfolg gekrönt, kann eine separate Targeting-Kampagne als „Target and Bid“ aufgesetzt werden.
Werden Remarketing-Listen auf Dynamic Search Ad Kampagnen (RDSA) angewendet, ist eine noch stärkere Performance festzustellen. Die kosteneffektiven DSA-Kampagnen weisen ohnehin bereits eine hohe CTR auf, die sich nach dem Hinzufügen von Remarketing-Listen oder Similar Audiences sogar verdoppeln kann.

Similar Audiences für Suchanzeigen steht derzeit nur als limitierte Beta-Version zur Verfügung. Wann ein Rollout für alle Advertiser geplant ist, ist derzeit noch offen.
Quelle: Wordstream
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