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Disruptive Werbung – was man von berühmten Ads lernen kann
© Dima Shishkov - Unsplash

Disruptive Werbung – was man von berühmten Ads lernen kann

Maria Lengemann | 29.10.19

Disruptives Marketing möchte überraschen, die Zielgruppe auf unerwartete Weise erreichen und wird teilweise sogar radikal. Dabei helfen disruptive Ansätze deiner Marketing-Strategie.

Der Begriff Disruption tauchte im ersten Jahrzehnt in diesem Jahrhundert immer wieder auf, meistens in Verbindung mit einem Start-up. Mittlerweile hört man diesen Begriff in Verbindung zu vielen anderen Bereichen. Es wird von einem disruptiven Produkt gesprochen, von disruptiven Methoden oder von disruptiven Innovationen. Da darf natürlich die disruptive Werbung bzw. das disruptive Marketing nicht fehlen. Doch was ist das eigentlich?

Was ist disruptive Werbung?

Eigentlich gibt es für den Begriff „disruptive Werbung“ keine allgemein gültige Definition. Disruptive Werbung ist vielmehr eine Form von Marketing, mit der du auf andere Art und Weise (im Vergleich zum klassischen Marketing) deine Zielgruppe erreichen kannst. Disruptive Werbung kann auf der Basis von Content Marketing oder Suchmaschinen-Marketing beruhen. Es gibt allerdings einen großen Unterschied und dies ist eben der disruptive Ansatz.

Was bedeutet der disruptive Ansatz?

Der disruptive Ansatz bedeutet bei dieser Art von Marketing, dass du deine strategische Ausrichtung so setzt, dass du neue Zugänge zu deiner Zielgruppe findest. Dies kann durchaus auf eine nicht erwartete Weise, ja sogar auf eine eher radikale Weise sein. Einfach etwas, was kein anderer macht und was vielleicht in grauer Vorzeit schon einmal angewendet wurde. Es ist einfach etwas, was sich von dem abhebt, was alle anderen tun. Das bedeutet, dass sowohl du als auch Werbetreibende die bekannten Wege verlassen und auch der Kunde mit ganz neuen Ideen konfrontiert wird. Am besten lässt sich disruptive Werbung anhand von zwei sehr bekannten disruptiven Unternehmen erklären.

  • Das Start-up Uber: Innerhalb von kurzer Zeit hat es Uber, unter anderem auch durch disruptive Werbung, geschafft, den Taximarkt in vielen Ländern auf den Kopf zu stellen.
  • Airbnb: Gleiches schaffte auch AirBnB im Bereich der Übernachtungen. Sie haben einfach etwas gemacht, was vorher noch nie jemand gemacht hat. Dabei wurde das Vorgehen durch disruptive Werbung begleitet.

Welche Merkmale gibt es bei disruptiver Werbung?

Sowohl Agenturen als auch du als Marketer selbst verfolgen in der disruptiven Werbung ganz bestimmte Ansätze.

  • Bisher bekannte und bewährte Marketingstrategien werden durchbrochen.
  • Sowohl für die Kundenansprache als auch die Kundenbindung wählst du neue Strategien und gehst neue Wege.
  • Klassisches Marketingdenken ist für dich nicht mehr die Norm. Du hinterfragst sehr genau, was dir die allgemein bekannten Strategien bringen und ersetzt das klassische Marketing durch disruptive Werbung.
  • Deine Aktionen planst du so, dass du damit alle Erwartungen durchbrichst.

Doch auch für deine Zielgruppe ändert sich mit disruptiver Werbung einiges. Auch hier gibt es klare Merkmale zu erkennen.

  • Ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung wird plötzlich und unerwartet auf komplett neue Art und Weise präsentiert.
  • Deine Zielgruppe wird von dir auf komplett neuen Kanälen angesprochen.
  • Die Werbeinhalte sind in einen völlig neuen Kontext gepackt. Damit werden Kunden angeregt, neue Sichtweisen auf das Produkt oder die Dienstleistung zu entwickeln.

Was erreichst du mit diesen Ansätzen und Merkmalen?

Mit den Ansätzen und Merkmalen der disruptiven Werbung erreichst du ähnliches, wie bei den oben genannten Unternehmen und deren Ads. Du machst andere auf dich aufmerksam und dies dient deiner Neukundengewinnung. Auf der anderen Seite wird dein Mut, andere Weg zu gehen und etwas völlig Neues zu machen, mit mehr Kundenbindung belohnt.

Dein Online Marketing kann erfolgreicher werden

Du kennst den notwendigen Kampf um jeden Kunden. Vor allem im Online Marketing will jeder mit seiner Kampagne den vollen Erfolg erreichen. Doch das wollen eben alle. Waren es letzten Monat noch 10.000 Adressen für den Newsletter, so sollen es im nächsten Monat am besten schon doppelt so viele sein. Oder einfach noch drei oder vier Social Media-Kanäle in das Marketing einbinden. Immer mehr und mehr und der Erfolg stellt sich dann doch nicht wie gewünscht ein.

Was viele unterschätzen, ist der Faktor Aufmerksamkeit. Wir neigen dazu, unsere Kunden mit einer Flut von Informationen zu überschütten. Die Aufmerksamkeit sinkt dadurch. Aber mit einer disruptiven Werbung kannst du genau die Aufmerksamkeit erreichen, die du für eine reichweitenstarke Kampagne brauchst. Ideal wäre es für dich, wenn du virale Effekte erzielst, indem du auf die Anwendung von alten Mustern verzichtest. Erfreulich dürfte für dich vielleicht auch sein, dass disruptive Werbung auch von jungen Gründern leicht umzusetzen ist. Dies bedeutet aber nicht, dass du auf herkömmliche Analysen, beispielsweise die Zielgruppenanalyse oder eine Marktanalyse, verzichten kannst und solltest.

Fazit

Um disruptive Werbung anzuwenden, ist es nicht erforderlich, dass du das Rad neu erfindest. Was du brauchst, ist einfach ein neues Denken. Auch deine Sichtweise sollte sich ändern. Wenn du deine Kunden kennst, wenn du kreativ und originell bist, dann erfüllst du schon die wichtigsten Voraussetzungen. Du darfst aber nicht denken, dass disruptive Werbung ein Kinderspiel ist. Es ist nicht weniger, aber auch nicht anstrengender, als du vom klassischen Marketing gewöhnt bist, es ist anders.

Oliver Löbert am 30.10.2019 um 11:16 Uhr

Nach der Lektüre dieses Artikels erschließt sich mir leider nicht, was an „disruptiver Werbung“ neu sein soll. Seine Kunden kennen, kreativ und originell sein – das musste man schon immer um erfolgreiche Werbung zu machen. Auch, dass man neue Wege gehen muss, ist hierbei seit jeher unverzichtbar! Der Versuch, mit Uber und Airbnb als klassische disruptive Unternehmen den Begriff „disruptive Werbung“ zu erklären, gelingt nach meiner Auffassung auch nicht. Denn das, was diese Unternehmen als disruptiv kennzeichnet, hat mit Werbung erst mal überhaupt nichts zu tun. Vorschlag: Vielleicht sollte man den Begriff „disruptive Werbung“ einfach mit „guter überraschender Werbung“ übersetzen. Diese gab es allerdings auch schon früher.

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Daniel Nunzella am 29.10.2019 um 14:31 Uhr

Bitte verzeiht die Rechtschreibung:D bin auf dem Laufband!

Antworten
Daniel Nunzella am 29.10.2019 um 14:27 Uhr

Ich finde Uber und AirB&B sind keine Beispiele für Destruktives-Marketing. Es Sind Beispiele für systematische Anpassung von klassischen Dienstleistungs- und Produkt Konzepten an unseren Gesellschaftlichen und Technologischen Puls. Hier wurden altbekannte und eingefahrene Dienstleistungen an Technologien geknüpft und das Angebot für den Konsumenten vereinfacht und vor allem vergrößert. Multioptionale sehr individuelle Lösungen die es dem Konsumenten ermöglichen sowohl Preispolitisch als auch auf Ihn zugeschnittene Lösungen zu wählen. Die Stangenwahre im Falle von AirB&B hat ausgedient, sie wählen Charakterstake Übernachtungsmöglichkeiten die zu Ihnen passen. Das passiert schnell, günstig und unkompliziert. Air B&B lebte am Anfang von der Story und vor allem von dem hohen Nutzen und der alternativen. Die App selbst ging durch die Decke weil die Jungs vor allem eins könnten: pragmatisches Design mit einem hohem emotionalen Gehalt auf das Endgerät bringen. – ich finde das Thema wirklich schön und den Bericht auch gut.

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