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Performance Marketing
Growth Hacking: So steigerst du die Reichweite deiner Website in 5 Schritten

Growth Hacking: So steigerst du die Reichweite deiner Website in 5 Schritten

Ein Gastbeitrag von Björn Tantau | 28.11.16

Um eine hohe Reichweite mit deiner Website zu erzielen, musst du dich und deinen Content am besten in Szene setzen.

Mehr Reichweite auf der eigenen Website? Und das auch noch möglichst schnell und einfach? Jeder Webmaster will das und jedes Unternehmen mit einem eigenen Corporate Blog ist ebenfalls daran gelegen, so viele User wie möglich mit dem eigenen Content zu erreichen. „Content“ muss dabei nicht immer ein geschriebener Artikel sein. 2016 hat uns gezeigt, dass vor allem Video extrem erfolgreich ist. Doch auch für Videos oder Podcasts gelten letztendlich die gleichen Gesetze. In diesem Artikel zeige ich dir, mit welchen 5 Maßnahmen du die Reichweite deiner Inhalte und somit deiner gesamten Website deutlich steigerst.

1. Produziere lange und detaillierte Artikel

Zugegeben, diese Methode bezieht sich ausschließlich auf Text – und das hat natürlich zu einem großen Teil mit Google zu tun. Google liebt Text, doch Google liebt auch Struktur. Wenn dazu noch intellektueller Tiefgang kommt, dann ist Google begeistert.

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Detaillierter Content funktioniert und bringt mehr Traffic von Google © Kissmetrics

Als Beispiel führe ich hier immer gern Wikipedia an. Zu fast jedem sinnvollen und interessanten sowie reichweitenstarken Suchbegriff findest du in den Top 10 bei Google regelmäßig eine Seite von Wikipedia – und das liegt an den von mir genannten Faktoren: Länge, Struktur, Informationsgehalt.

Das alles bietet Wikipedia und nicht nur Studien, wie oben im Bild gezeigt, bestätigen es. Google bevorzugt Inhalte, die möglichst viele (wahrheitsgemäße) Fakten bieten und die die meisten Fragen der User beantworten. Ganz nebenbei funktionieren solche langen und detaillierten Inhalte übrigens auch auf Facebook sehr gut, wie eine Auswertung von Buzzsumo belegt.

2. Veröffentliche ausschließlich Evergreen Content

Du weißt, was ein „Evergreen“ ist? Das englische Wort verrät es schon… eine „immergrüne“ Sache. Wenn es um Musik geht, dann wird dieser Begriff schon genutzt, so lange ich denken kann – doch natürlich trifft die Bezeichnung auch bei Artikeln, Videos, Präsentationen oder Podcasts voll ins Schwarze.

Evergreen Content ist nicht nur ein paar Tage interessant, sondern hilft deinem Publikum auch in 6 Monaten oder 2 Jahren noch bei Problemen. Quelle: YouTube
Evergreen Content ist nicht nur ein paar Tage interessant, sondern hilft deinem Publikum auch in 6 Monaten oder 2 Jahren noch bei Problemen. Quelle: YouTube

Wenn etwas „immergrün“ ist, dass verwelkt es nicht – es wird nicht alt. Das kann auch auf Content zutreffen. Wenn du Inhalte produzierst, die nicht aus der Mode kommen, dann erschaffst du „Evergreen Content“. Content also, der heute aktuell ist und deinem Publikum einen Mehrwert verschafft, den gleichen Mehrwert aber auch noch in 6 Monaten oder 2 Jahren bietet. Es kommt darauf an, wie gut dein Content ist.

Beispiel: Für Heimwerker ist ein Video extrem nützlich, in dem genau beschrieben wird, wie man ein Loch in eine Kachel oder eine Fliese bohren kann. Die Lösung ist ganz einfach und sie funktioniert hervorragend bei Fliesen, die aus Stein oder Keramik gemacht sind – und zwar nicht nur heute, sondern eben auch in 6 Monaten oder 2 Jahren. Content dieser Art behält seine Gültigkeit sehr lange und bringt somit immer wieder frischen Traffic auf deine Website.

3. Recycle deine besten Inhalte

Wo publizierst du am liebsten Content? Es gibt viele Autoren, die schwören auf Texte – herkömmliche Artikel also. Wenn es aber um „Content“ geht, dann hört das natürlich nicht bei Texten auf. Sehr viele YouTuber da draußen produzieren ausschließlich Videocontent und wenn du einen Blick auf den Bereich „Podcasts“ bei iTunes wirfst, wirst du feststellen, dass es sehr viele Podcaster gibt – von denen viele keinen Blog und auch keinen YouTube Kanal haben.

Aus 1 mach 3: Meine #FragDenTantau Show gibt es auf Facebook Live und danach auch immer auf YouTube und im Podcast. Quelle: Facebook
Aus 1 mach 3: Meine #FragDenTantau Show gibt es auf Facebook Live und danach auch immer auf YouTube und im Podcast. Quelle: Facebook

Aus 1 mach 3: Meine #FragDenTantau Show gibt es auf Facebook Live und danach auch immer auf YouTube und im Podcast.

Es gibt also Publisher, die sich auf einen Kanal konzentrieren, was aber nicht immer sinnvoll ist. Auf der anderen Seite haben Multichannel Publisher oft das Problem, dass sie nicht wissen, welche Inhalte sie außerhalb ihres „Stammbereichs“ zusätzlich veröffentlichen sollen – doch das ist letztendlich kein Problem! Effektives Recycling bestehender Inhalte ist die Antwort, denn auf diese Weise kannst du mit Content, den du schon hast, zusätzlich andere Kanäle befüllen.

Beispiel: Aus diesem Artikel hier könnte ich für meinen YouTube Kanal auch noch ein Video machen. Ich könnte dazu eine Präsentation bauen und diese Slides bei Slideshare veröffentlichen. Auch eine neue Episode meines Internet Marketing Podcasts wäre denkbar – oder auch ein Speaking auf einer Konferenz. Wie du deine Inhalte recycelst, ist letztlich egal… wichtig ist, dass du vorhandenen Content nutzt, um daraus Inhalte für weitere Plattformen zu machen, mit denen du dann noch mehr Reichweite erzielen kannst. Du erreichst dadurch weitere User aus deiner Zielgruppe – denn wer nicht gern liest, schaut sich dafür vielleicht umso lieber deine Videos an oder hört deine Podcasts.

4. Verbreite deinen Content viel via Social Media

Diese Vorgehensweise ist bei vielen Leuten umstritten. Es gilt teilweise als verpönt, speziell in Social Media „Cross Posting“ zu betreiben – also das verteilen von identischen Inhalten auf unterschiedlichen Kanälen, im schlimmsten Fall noch mit den komplett gleichen Texten und zudem zur identischen Uhrzeit. Nein, davon bin ich auch kein Fan.

Cross Posting ist nicht okay, wenn man keine Variationen macht und den gleichen Content zur gleichen Zeit verbreitet. Quelle: Facebook
Cross Posting ist nicht okay, wenn man keine Variationen macht und den gleichen Content zur gleichen Zeit verbreitet. Quelle: Facebook

Es gibt aber natürlich einen Weg, mit dem du trotzdem oft via Social Media auf deine Inhalte aufmerksam machst – ohne dabei alle zu nerven. Außerdem ist das auf jeden Fall sinnvoll, denn nicht jeder folgt dir wirklich überall. Es ist im Bereich des Wahrscheinlichen, dass einige Leute dir nur auf Facebook folgen, sonst aber nirgends. Wenn du diese User außerhalb von Facebook erreichen willst und dein neues Video nur auf YouTube promotest, wie soll das dann gehen?

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in zwei Strategien. Erstens: Nicht überall den komplett gleichen Text für deine Social Media Updates verwenden. Zweites: Mach deine Updates stets zu unterschiedlichen Zeiten. Wenn du zum Beispiel 3 wichtige Kanäle hast, dann bevorzuge von diesen 3 Kanälen den wichtigsten Channel, denn dort postest du das eigentliche Update zum ersten Mal. Etwas später wendest du dich dann mit einem angepassten Text dem zweiten Kanal zu – und so weiter. Auf diese Weise erreicht dein Content ein Maximum an Aufmerksamkeit, ohne extrem zu nerven.

5. Kuratiere den Content anderer, wenn er hochwertig ist

Zu viele Publisher haben nur den eigenen Content im Sinn. Natürlich – geht es in diesem Artikel nicht genau darum? Mehr Reichweite für die eigenen Inhalte? Ja. Dieses Ziel erreichst du aber nicht nur, wenn du ausschließlich deinen eigenen Content featurest. „Content Curation“ ist vor einigen Jahren als Trend mit Anbietern wie Flipboard zu uns gekommen, die personalisierte Kuratierung von Inhalten bieten, um eine Art persönliche Tageszeitung zu kreieren.

Das Prinzip von Content Curation Apps kannst du auch auf deine Inhalte anwenden. Quelle: Flipboard
Das Prinzip von Content Curation Apps kannst du auch auf deine Inhalte anwenden. Quelle: Flipboard

Das ist bei vielen Leuten beliebt und selbstverständlich verhilft es Flipboard und ähnlichen Anbietern zu größerer Popularität – und somit auch zu mehr Reichweite, weil die App (also das Produkt an sich) von zusätzlichen Usern genutzt wird. Damit werden Anbieter wie Flipboard nicht reich, doch spätestens bei der Monetarisierung der kuratierten Inhalte durch kontextsensitive Werbung innerhalb der App rollt der Rubel.

Das mit der Monetarisierung wird bei dir und deinem Content anders laufen, aber das grundsätzliche Prinzip bleibt gleich: Du empfiehlst deinem Publikum interessanten Content mit Mehrwert. Dein Publikum konsumiert diesen Content und du wirst als nützlicher Multiplikator wahrgenommen. Nebeneffekt: Dein Publikum achtet nicht mehr so genau darauf, woher der von dir kuratierte Content kommt. Weil man von dir gute Inhalte gewohnt ist, verlässt man sich auf dein empfehlendes Urteil – genau dieses „Branding“ nutzt du für deine eigenen Inhalte, indem du anfängst, verstärkt Content aus deiner eigenen Produktion zu verteilen. So erzeugen deine Inhalte deutlich mehr Reichweite für deine Website.

Fazit

Viel Reichweite für deinen Content und deine Website ist, rein technisch, relativ leicht zu bekommen. Schwierig wird es dann, wenn es ums Durchhalten geht – denn auch die 5 in diesem Artikel genannten Methoden machen dich nicht über Nacht zum König der Reichweiten. Mach dir einen Plan und entwirf eine gute Strategie, wie du dich und deinen Content am besten in Szene setzen willst. Schau im Zweifel nach, wie deine direkten Konkurrenten arbeiten und guck dir dort etwas ab – sofern du nicht 1 zu 1 kopierst, ist das völlig legitim. Überleg dir, welche Methoden sinnvoll sind und mit welchen Mitteln andere Publisher ihre Reichweite verbessern konnten. Nimm diese Methoden, passe sie für dich und deine Zwecke an und verbessere sie. Wenn du dann noch dauerhaft und gewissenhaft am Ball bleibst, wirst du in deiner thematischen Nische garantiert sehr viel Reichweite und Traffic für deinen Content und deine Website erzeugen.

Kommentare aus der Community

Serge am 28.06.2024 um 17:11 Uhr

Hallo,
ich bin wirklich dankbar für die wertvollen Einblicke und Ratschläge, die ich durch diesen Artikel gewonnen habe. Es hat mir geholfen, mein Wissen im Bereich Suchmaschinenoptimierung zu erweitern.

Gruß

Serge

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Hacker am 30.11.2016 um 08:33 Uhr

Die Artikel die hier publiziert werden lassen an Qualität auch immer mehr zu wünschen übrig…

1. (und das ist meine persönliche Meinung) Es nervt gewaltig dass jeder jetzt das neue Modewort Hacking auf biegen und brechen verwenden will. Essen hacken, Reichweite hacken,… @.@

2. Der Artikel feiert genau das, wovor in anderen Artikeln auf dieser Seite gewarnt wird. Nämlich vor dem Trugschluss, dass jetzt jede Webseite Wikipediamäßige Artikel schreiben muss. Dann kommt nämlich die SEO Agentur und beschäftigt den Kunden damit sich für jede Unterseite Unique Titles, Descriptions und Text auszudenken. Was nichts als eine Beschäftigungstherapie ist.

Antworten
Andreas Achatz am 28.11.2016 um 21:00 Uhr

Die Basics der Basics der Basics ;) Growth Hacking ist etwas mehr. Es ist die unerschöpfbare Kraft zu wachsen. Durch Growth Hacks sind Dinge möglich die nur mit etwas Budget oder etwas mehr Budget möglich sind. Innerhalb kurzer Zeit kann ein Hack dein Business zum regelrechten explodieren bringen.

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