Social Media Marketing

Mit Visual Listening kannst du deine Sales ankurbeln

Social Listening ist längst etablierte Praxis; doch dank Instagram und Co. ist es Visual Listening, das deine Marke im Social-Kontext ohne Worte erkennt.

© Vladyslav Dukhin | Pexels, CC0

Social Listening kann dir dabei helfen, deine Marke bei den Usern im Social Web zu orten und Schlüsse daraus zu ziehen. Doch erst mit Visual Listening gehst du über Hashtags oder  Texterwähnungen hinaus – und kannst die zusätzlichen Erkenntnisse effektiv nutzen.

Visual Listening: Bilder sagen mehr als …. 

Tatsächlich werden Marken sehr häufig in der Kommunikation in Social Media angeführt. Oft in Hashtags oder auch in Kommentaren usw. Noch häufiger allerdings finden sich deren Logos unkommentiert auf Bildern bei Posts wieder. Und genau diese „Erwähnungen“ kannst du auch einfangen.

Bei Talkwalker meint Christophe Folschette, bis zu 80 Prozent solcher Bild-Erwähnungen haben keine Entsprechung im Hashtag oder Kommentar. In einer Analyse, so Folschette weiter, habe man herausgefunden, dass beispielsweise Starbucks ohne Visual Listening 30.000 Online-Posts, die ihre Marke betreffen, verpassen würde.

Damit wird eines klar: Social Listening allein reicht nicht aus, um deine Markenpräsenz in vollem Umfang wahrzunehmen. Daher solltest du über Visual Listening nachdenken, wenn du es bis jetzt nicht getan hast. Immerhin findet sich im Social Web eine Tendenz zur Bildzentrierung. Und was User mit Bildern aussagen, kann für deine Marke höchst interessant sein; auch in Bezug auf künftige Sales.

Visual Listening einsetzen, aber wie?

Zunächst ist es sinnvoll, sich eine Strategie für die Verwendung der Erkenntnisse des Visual Listening zu überlegen. Denn das Erkennen der Marke bezhiehungsweise des Logos in Bild-Posts kann zwar relevant sein, beinhaltet an sich aber noch keine konkrete Aussage.

Dennoch lassen sich sicherlich gewisse Schlüsse daraus ziehen. Etwa, dass eine Biermarke, die sehr häufig in Kombination mit BBQs oder eventuell auch Sportevents bei Bildern auftaucht, auch entsprechend, das heißt in ähnlicher Manier und für eine angemessene Zielgruppe, beworben werden sollte.

Zudem kann noch ergänzt werden, dass gerade bei Marken, die als Sponsor fungieren, viele Bild-Posts ihr Logo zeigen, bei denen ein Utensil zum Beispiel des gesponserten Vereins zu sehen ist. Wie etwa bei Trikots von Fußballvereinen.

Doch es gibt einige Hinweise, wie das Visual Listening dir wirklich zugute kommen kann. Jes Scholz zählt etwa beim Search Engine Journal einige auf.

Wege, um über das Visual Listening deine Markenpräsenz zu stärken

Ein Vorteil, der sich aus der Praxis ergibt, ist, dass du wie beim Beispiel mit dem Sponsoring erkennen kannst, in Kombination mit welchen anderen Marken deine eigene auftritt. Darüber lassen sich, wie Scholz auch anführt, Partnerschaften stärken und du kannst in der Social Media-Kommunikation auch im Umfeld der entsprechenden Sportevents nach deiner Marke suchen.

Wenn du nach einiger Zeit mit Zahlen aufwarten kannst, ist die Reichweite, die du aufzeigen kannst, möglicherweise ein Faktor, um deine Brand Awareness gewissermaßen ebenso quantitativ zu stützen. Das kann dir vielleicht sogar neue Marketing-Deals sichern.

Ganz gemäß dem oben anzitierten Motto: ein Bild sagt mehr als tausend Worte, können nach Jes Scholz die Empfindungen der User, die mit einem Produkt oder der Marke auf einem Bild-Post in Verbindung stehen, analysiert werden. Wenn Protest gegen eine Marke dargestellt wird, ist das ebenso aufschlussreich wie wenig erfreute Gesichter in Verbindung mit dem Preis, der Ausführung etc. eines neuen Produkts. Die Wahrnehmung deiner Marke hängt auch davon ab, wie sie von den Personen im Alltag eingesetzt, und eben auch fotografiert wird.

Nicht vergessen werden sollte, dass natürlich Bilder auf Instagram oder Pinterest durch die Fotografiestandards der Massenmedien beeinflusst sind und damit durchaus quasi ein Spiegel der Werbung sein können. Doch das kann deiner Marke ja helfen, du musst nur in diesen Spiegel sehen. Und mitunter gar nach den Bruchstücken deines Markenlogos suchen.

Influencer finden und mit ins Boot holen

Ein weiterer Tipp Jes Scholz’: Influencer finden, die quasi unbewusst deine Marke promoten. Denn so kannst du auch ohne Bezahlung womöglich den UGC für deine eigenen Marketingzwecke nutzen. Vor allem dann, wenn es sich um Prominente handelt. Teilweise ergibt es auch Sinn, bei UGC Content einen Link zu deinen Produkten zu ermöglichen. Das schlägt Scholz in ihrem Beitrag vor, um zu Sales zu gelangen. Dafür bedarf es einer guten Kommunikation mit potentiellen Influencern. Grundlage für diese Marketingstrategie bleibt jedoch das Social, besonders aber das Visual Listening.

Letztlich gibt es verschiedene Tools, die letzteres ermöglichen. Neben Olapic bieten auch Brandwatch und Talkwalker derlei Features an. Das Search Engine Journal gibt eine Übersicht, die wir hier angeben:

Visual Listening Tools, © Search Engine Journal

Dabei analysiert das Tool von Logograb etwa neben statischen Bildern auch Videos. PicScout, hier nicht aufgeführt, untersucht im Rahmen von Visual Listening deine Markenpräsenz in Social Media und darüber hinaus.

Wie du dich an diese Strategie wagst, bleibt natürlich dir überlassen. Aber es kann durchaus vorteilhaft sein, seine Marke im Social Media-Dschungel verorten zu können und von diesem Standpunkt aus auf Conversions abzuzielen. Denn Social Media ist ein effektiver Werbe- und Markentreiber und das Eigenleben, das deine Markenlogos darin entwickeln, kannst du instrumentalisieren.

Je mehr Visual Listening du betreibst, desto mehr wirst du über die Markenwahrnehmung lernen. Dann weißt du entweder, woran du noch zu arbeiten hast. Oder du kannst diesen UGC unmittelbar oder in kreativer Neuanordnung für dein Marketing einsetzen. Zur Inspiration dient diese Untersuchung aber allemal.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.