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3 Hacks für mehr Interaktionen in Social Media

Sich im Social Web zu behaupten, wird zunehmend zur Herausforderung für Unternehmen. Doch es gibt einfache Tricks, um Oberwasser zu behalten.

© Patrick Perkins Follow | Unsplash, CC0

Mit der Ankündigung Inhalte von Publishern künftig zugunsten privater Inhalte zurückzustellen, hat Facebook jüngst für Aufruhr gesorgt. Generell wird es zunehmend schwieriger, sich als Unternehmen im Social Media Kosmos zu behaupten. Doch es gibt Möglichkeiten dein Engagement auch bei geringem Budget, wenigen Fans oder einem kleinen Marketing Team anzukurbeln und mit einigen Hacks deine Sichtbarkeit zu erhöhen.

Social Media Hacks für den Erhalt deiner Reichweite

Das Netz wächst – und mit ihm seine Plattformen. Die Website Internet Live Stats stellt dies anschaulich dar.

Internet Live stats Social Media

Eine Sekunde im Internet: Die Real Time-Darstellung veranschaulicht, wie das Netz sekündlich wächst. © Internetlivestats.com

Unternehmen und Medien haben es bei dieser Entwicklung immer schwerer, Aufmerksamkeit zu erlangen. Wie können Verantwortliche vor diesem Hintergrund also dafür sorgen, mit ihren Inhalten auch weiterhin Reichweite zu erzielen? Auf Agorapulse haben wir einige Engagement Hacks gefunden, die wir ebenfalls für empfehlenswert halten.

Hack 1: Social Proof als Hebel einsetzen

Sich im Internet gegen die Mitbewerber zu behaupten, ist nicht einfach. Mit Social Proof aber wird es einfacher. Social Proof ist in etwa mit Herdentrieb gleichzusetzen. Hast du ein cooles, bewährtes Produkt, von dem deine Kunden überzeugt sind, wird allein dieser Umstand andere dazu animieren, ihnen zu folgen. Im besten Fall verhilft dir Social Proof dazu, dass du deine User nicht mehr animieren musst, dir zu folgen, denn das tun ihre Freunde oder Idole bereits.

Drei Hacks, um deinen Social Proof zu erhöhen:

#1 Reviews

Bevor Menschen sich ein Produkt zulegen, informieren sie sich heutzutage im Internet und auch Reviews spielen dabei eine tragende Rolle. Schauen wir uns etwa das begehrte Produkt auf Amazon an, scrollen wir in einem der ersten Schritte nach unten zu den Bewertungen. Sind diese überwiegend positiv, ist das häufig bereits ein ausreichendes Argument für den Kauf. Sehen wir auf Facebook ein Unternehmen, wie etwa ein Restaurant, das über viele sehr gute Bewertungen verfügt, verleitet uns das eher zum Folgen.

So erfreut sich beispielsweise das Restaurant Mexiko Strasse aus Hamburg einer überdurchschnittlich guten Bewertung auf Facebook. Mit über 200 5-Sterne-Bewertungen und einem Durchschnitt von 4,8 Sternen hinterlässt der Auftritt einen mehr als positiven Eindruck. Der gute Ruf folgt dem Restaurant bereits über die virtuellen Grenzen hinaus: Von allen Seiten hört der Interessierte auch im Real Life bei Bedarf nur Gutes aus dem Restaurant. Im Ergebnis kann sich die Location in den Abendstunden vor Andrang kaum retten. Das zeigt sehr gut, dass echte Bewertungen sehr viel mehr Impact haben als lediglich Fotos oder ausgedachte Reviews etwa. Denn auch, wenn du es vor lauter Analysieren des Traffics oder der CTR vergisst: Du hast mit echten Menschen zu tun und die können inzwischen überwiegend zwischen einer echten und der Bewertung der Geschäftsführung unterscheiden.

Das Hamburger Restaurant Mexiko Straße hat überdurchschnittlich viele gute Bewertungen. Das steigert den Social Proof. © Facebook, Mexiko Strasse Taqueria

Du kannst deine Kundschaft zu einer Bewertung ermutigen, bestenfalls aber sind sie so begeistert, dass sie keinen Ansporn benötigen.

#2 Interaktionen anzeigen

Es wirkt gleich viel überzeugender, wenn du deinem Publikum als Publisher die Popularität eines Artikels zeigst. Bei OnlineMarketing.de haben wir die Reaktionen sowohl in die Artikelvorschau eingebaut als auch in den Artikel selbst.

Artikelvorschau: Unser stets aktueller Artikel mit den derzeitigen Top Hashtags inklusive einer detaillierten Erklärung zur Verwendung hat zurzeit insgesamt mehr als 1.500 Reaktionen generiert.

Im Artikel selbst ist die Darstellung etwas prominenter und der Betrachter kann verschiedene Kanäle einsehen sowie den Beitrag auch selbst teilen.

Im Artikel sind die Share Buttons prominent unter der Headline platziert.

#3 Kollaborationen

Arbeite mit den Kollegen in deiner Nische zusammen. Oftmals hält Unternehmen die Konkurrenz zueinander davon ab, miteinander zu arbeiten. Doch kannst du davon im Grunde nur profitieren. Nicht nur, dass du deinen Social Proof steigerst, wenn du mit etablierten Kollegen arbeitest. Die Erweiterung des Netzwerkes innerhalb deiner Nische bringt auch dein Unternehmen voran. So kannst du etwa auf Instagram andere Accounts deiner Nische taggen oder als Publisher mit Anbietern kollaborieren. Natürlich bieten sich auch Kooperationen mit Influencern an, für große Brands kommen etwa Celebrities, Models, Sportler oder Social Media Influencer infrage.

Hack 2: Content wieder- oder anders verwerten

Du hast viel Zeit und Recherchen in das Verfassen eines Artikels gesteckt und verpulverst sein Potential mit der einmaligen Distribution. Das geht schlauer: Mit der Wiederverwertung von bereits erschienenen Blogbeiträgen (auch: Content Recycling) kannst du die Anzahl derer, die deinen Content zu Gesicht bekommen, maximal erhöhen, so dass sich deine Arbeit am Ende des Tages auszahlt.

#1 Neue Formate für (alten) Content

Um deinen Content also dem größtmöglichen Publikum verfügbar zu machen, solltest du dir frühzeitig einen Plan für mögliche weitere Formate ausdenken:

  • Artikel zu Video Content transformieren
  • Im Rahmen des Storytellings Interviews mit Kollegen führen
  • Verwandle Präsentationen zu E-Books oder Slideshares
  • Entwirf eine Social Media-übergreifende Corporate Identity (Profilbilder usw.)
  • Langweilige Statistiken kannst du in hübsche Infografiken verwandeln
  • Als Publisher solltest du einen Newsletter versenden, der deine aktuellen Artikel enthält

#2 Wiederholte Distribution von (altem) Content

Deine Beiträge einmalig auf Facebook zu teilen oder zu twittern, führt nur dazu, dass du weniger Menschen damit erreichst. Deine Evergreens und besonders beliebte Artikel solltest du daher öfter durch Twitter jagen, was du beispielsweise mit dem Social Media-Tool Buffer machen kannst. Auch bietet es sich an, erfolgreiche Artikel auf Facebook mit einem Werbebudget zu unterlegen und so an die passende Zielgruppe auszuspielen – vor allem vor dem Hintergrund, dass Facebook die organische Reichweite von Unternehmen und Medien künftig extrem einschränkt.

Hack 3: Auf der Welle surfen

Das Engagement auf Social Media ist stark von den Inhalten abhängig. Wie die Reaktionen ausfallen, weißt du im Grunde nie vorher. Doch du kannst zumindest alles dafür tun, die Interaktionen mit deinem Content bewusst anzukurbeln – sei es durch „Trending Topics“, brandaktuelle Themen also, indem du dein Publikum um eine Meinung bittest oder eine Diskussion zu einem bestimmten Thema anfängst. Hierzu gibt es mehrere Varianten.

#1 Glücksgefühle produzieren

Emotionale Social Media Posts erzielen ein höheres Engagement, also solltest du das für dich nutzen. Wenn du bei deinem Publikum Glücksgefühle auslöst, kannst du das höchste Engagement erzielen. Denn positive Social Media Posts generieren 1,75 mal mehr positive Reaktionen als negative (1,29 mal).

#2 Trends immer im Blick behalten

Erfahrene Social Media Manager haben es im Blut: Sie erkennen Trending Topics auf Anhieb und sprechen die Sprache des Internets. Drei Möglichkeiten, auf Trends aufmerksam zu werden:

  1. Auf Twitter kannst du schnell sehen, welche Themen derzeit populär sind. Im Trends Widget am linken Bildschirmrand auf dem Desktop oder in der mobilen Suche werden dir die Trending Hashtags angezeigt. Hier wirst du zuerst fündig, wenn etwas los sein sollte, das für dich passend ist.
  2. Weiterhin solltest du dir jeden Morgen die Zeit nehmen, deinen Facebook Feed durchzuscrollen und zu schauen, ob dort wiederholt Themen auftauchen, die sich eignen.
  3. Was du standardmäßig haben solltest, ist ein Content Kalender, in den du alle für dich relevanten Thementage einträgst. So kannst du deine Social Media Posts verlässlicher planen.

Es empfiehlt sich bei all dem jedoch politische und kontroverse Themen zu umschiffen, denn im Zweifel bedürfen diese eines erfahrenen Social Media Managements, worauf nicht jeder zurückgreifen kann.

Social Proof und ein Gefühl für den richtigen Content

Fakt ist: Das Netz mitsamt seinen Plattformen wächst immer weiter. Sich gegenüber den Mitbewerberen zu behaupten, sich ein Gehör zu verschaffen und einen Social Proof zu erzielen, wird daher nicht einfacher. Wenn du dich aber gut anstellst, indem du authentisch bist, ein Gefühl für Content und dessen Verwertung bekommst und so ein loyales Publikum aufbaust, kann nicht mehr viel schiefgehen. Ein großer Vorteil von Social Media ist, dass du nicht viele Fehler machen, dafür aber umso mehr testen kannst.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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