Social Media Marketing

Pinterest Strategien: So steigerst du deine Sichtbarkeit & das Engagement

Pinterest galt lange als unterschätzter Trafficlieferant. Unternehmen können hier hohe Conversions und gesteigerte Sales erwarten – wenn sie sich auf der Plattform richtig präsentieren.

© Flickr / mkhmarketing, CC BY 2.0

Lange Zeit war Pinterest im Marketing-Mix der meisten Unternehmen irrelevant. Nachdem die Userbase der Plattform im vergangenen Jahr um 50 Prozent anwuchs und auch jetzt kein Ende in Sicht ist, könnten Marketer den Wert des Trafficlieferanten endlich erkennen. Wir zeigen, wie die Sichtbarkeit und das Engagement mit einfachen Mitteln gesteigert werden können.

3 einfache Strategien für den wertvollen Trafficlieferanten 

Pinterest eignet sich als Plattform für den E-Commerce, da sie den Ruf eines effektiven Trafficlieferanten besitzt und als beliebte Inspirationsquelle mit nunmehr 150 Millionen aktiven Usern ebenfalls Umsätze steigern kann. Es wäre schade hier nicht die vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen, die zu einer gesteigerten Sichtbarkeit beitragen. Auf Social Media Examiner haben wir drei Wege gefunden, den Erfolg mithilfe einfacher Mittel zu maximieren.

#1 Alt Text – eine ausreichende Kennzeichnung

Ist die Bildoptimierung ein wichtiger Teil in der SEO, die dazu beiträgt, dass auch Bilder einer Website gut ranken und so zur Auffindbarkeit beitragen, gilt das selbe Prinzip auch für Pinterest.

Sobald User ein Bild von deiner Website auf Pinterest posten, fungiert der Alt Text als Pin-Beschreibung. Dementsprechend sollte dieser gut ausgewählt und ansprechend formuliert sein. Wordstream hat seiner Infografik zu den Social Media Marketing Stats zwar einen Alt Text hinzugefügt, doch könnte dieser in dem Falle etwas erklärender sein. Keywords allein sind nicht immer ausschlaggebend.

Der Alt Text von Bildern auf Websites sollte selbsterklärend sein.

Der Alt Text zur Infografik über die wichtigsten Social Media Marketing Stats 2017 auf Wordstream.com.

Die Bildbeschreibung auf Pinterest sähe dann folgendermaßen aus, würde sie so belassen werden:

alt-text-beschreibung-pinterestDies ist weder förderlich für ein hohes Engagement, noch für den Traffic. Klar, wer auf harte Fakten steht und nicht erst durch einen attraktiven Text angelockt werden muss, den stört eine rudimentäre Beschreibung sicher nicht weiter. Es besteht jedoch die Gefahr, viele User nur aufgrund der fehlenden Beschreibung nicht anzusprechen. Idealerweise sähe die Bildbeschreibung auf Pinterest, und so auch der Alt Text, wie folgt aus:

Pinterest Alt Text: 32 Social Media Statistics for 2017 that Marketers Need to Know

Ein besserer Alt Text: “32 Social Media Statistics for 2017 that Marketers Need to Know”

Wohlgemerkt sollte bei der Bildoptimierung immer auf einen sinnvollen Inhalt wert gelegt werden, denn viele User pinnen den Content ohne auf eine passende Beschreibung zu achten. Und die Bildbeschreibung trägt zu einem guten Ranking auf der Plattform bei, denn dieses konstituiert sich aus zwei Faktoren: Keywords und Repins. Ist ein Bild mit relevanten Keywords ausgestattet, rankt es besser – und rankt ein Pin weit vorn, wird es häufiger ge-“repint”.

Bei der Benennung des Alt Textes sollten der Performance halber folgende Kriterien beachtet werden:

  • Der Text sollte wie eine Headline gestaltet sein und Interesse beim Leser wecken.
  • Die Keywords müssen im Kontext relevant sein: Ein Blogpost über Social Media Statistics 2017 auf einem Marketing Blog sollte bestenfalls eben diese Keywords enthalten und miteinander verbinden.
  • Um herauszufinden, welche Keywords für welchen Bereich sinnvoll sind, kann die Pinterest-Suche verwendet werden. Hier werden auf der Ergebnisseite auch verwandte Vorschläge gezeigt.

Auch, wenn eine akkurate Benennung des Bildmaterials manchmal mühsam erscheint, so ist es doch eine wertvolle Investition, die sich nur auszahlen kann.

#2 Die richtige Positionierung beliebter Boards

Suchmaschinen listen die Suchergebnisse in erster Linie nach Relevanz auf. Warum solltest du die beliebtesten Pinboards deiner Marke also anders positionieren?

Auf Pinterest können die User entweder ganzen Accounts oder einfach einzelnen Boards folgen. Damit deine beliebtesten Pinnwände keinesfalls zu wenig Aufmerksamkeit erhalten, solltest du sie in der obersten Reihe platzieren. Hier kannst du die Position natürlich frei wählen, allerdings bietet sich hierfür sicherlich direkt der erste Platz an. Das Board mit den meisten Followern gefällt eben den meisten Usern und eine dominante Positionierung hat das Potential, Traffic und Engagement weiter zu steigern.

Da die Besucher deiner Pinterest-Präsenz als erstes die Boards in der ersten Reihe sehen, sollten hier nicht nur die beliebtesten zu finden sein, sondern darüber hinaus auch mit einem ansprechenden Titelbild versehen sein. Die beliebtesten Pins kannst du zusätzlich mit dem Pinterest Showcase Feature an oberster Stelle auf deiner Seite im besten Licht präsentieren.

Mit Pinterest Showcase lassen sich die beliebtesten Pins ganz oben auf der Seite präsentieren.

Mit Pinterest Showcase lassen sich die beliebtesten Pins ganz oben auf der Seite präsentieren.

#3 Instagram Contests – für User Generated Pins

Pinterest und Instagram miteinander zu verbinden, kann ebenfalls ein sehr vielversprechender Ansatz sein. So könnte dein Unternehmen einen Contest zu einem beliebigen Thema starten und die Bilder im Nachhinein auf Pinterest verwenden. Handelt es sich dabei um einen Retailer, so könnten die Fotos Produkte, wie Schuhe etwa, in Benutzung zeigen. So sehen die User, dass das gewünschte Paar Sneaker nicht nur auf teuren Profifotos gut aussieht, sondern auch im alltäglichen Gebrauch.

Um einen Contest zu starten, benötigst du unter anderem ein gebrandetes Hashtag, das du monitoren und so Gewinner auswählen kannst. Bevor du die Fotos aus dem Instagram Contest nutzen kannst, muss zwingend die Erlaubnis des Urhebers eingeholt werden. Diese geben in der Regel aber gern ihr Einverständnis dazu. Die Gewinnerfotos können dann sowohl auf der Website als auch auf Pinterest veröffentlicht werden. Als Product- oder Buyable Pin kurbeln sie neben dem Traffic auch die Conversions an.

Die aufgewendete Zeit zahlt sich schnell aus

Pinterest gewinnt zunehmend an Relevanz in Unternehmen und wird allmählich als wertvoller Trafficlieferant geschätzt. Aus diesem Grund sollten die vorhandenen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Sind die Bilder korrekt benannt und mit Alt Texten ausgestattet, sind Unternehmen nicht davon abhängig, dass User die Bildbeschreibungen mit relevanten Keywords versehen. Dies verhilft zu einem guten Ranking, somit einer besseren Sichtbarkeit und schlussendlich wirkt es sich positiv auf den Traffic aus. Auch eine prominente Positionierung der beliebtesten Boards verhilft zu gesteigertem Engagement. Werden zuletzt noch Instagram Contests und Pinterest miteinander verzahnt, steht einem Erfolg auf der Plattform kaum mehr etwas entgegen. Die aufgewendete Zeit zahlt sich in jedem Falle aus.

Quelle: Social Media Examiner

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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