Suchmaschinenmarketing

Künstliche Intelligenz: Wie Googles RankBrain das Suchmaschinenmarketing verändern könnte

Google setzt seit Monaten auf Machine Learning zur Gewichtung der Websites für eine Suchanfrage. Dies könnte das Suchmaschinenmarketing nachhaltig verändern. 5 Punkte, die Online Marketer beachten sollten.

© Flickr / Roger Schultz, CC BY 2.0

Vergangene Woche ließ Google verlauten, dass RankBrain, eine künstliche Intelligenz, seit einigen Monaten Einfluss auf das Ranking nimmt. Mittlerweile ist das System eines der wichtigsten Signale für die Gewichtung der Suchergebnisse geworden. Tech-Journalist Marty Swant von Adweek hat sich nun mithilfe einiger Marketing Experten Gedanken darüber gemacht, was diese Entwicklung für Online Marketer bedeuten könnte. Wir möchten euch die Meinung der Fachkräfte im Folgenden vorstellen und beurteilen.

Man sollte dabei nicht vergessen, dass Google immer noch Herr der Suche ist und RankBrain nur einer der vielen Faktoren, die mit einwirken. Die Spekulationen sind durchaus sinnvoll, jedoch wird letzten Endes nur geschehen, was der Suchmaschinengigant zulässt.

Die Auswirkungen von RankBrain auf SEO und SEA

Genauere Suchergebnisse, genaueres Targeting

Die künstliche Intelligenz dient in erster Linie dazu, die Suche zu verfeinern und dem User noch präzisere Suchergebnisse zu liefern – vorwiegend auf Fragen, die so noch nie gestellt wurden. Diese können genauer beantwortet werden, sodass für Marketer damit auch Vorteile bei der Suchmaschinenwerbung (Targeting) und in Bezug auf ihre Content Marketing Maßnahmen (passende Inhalte) entstehen. Eine beidseitige Qualitätssteigerung ist die Folge.

Höhere Kosten für Mobile Ads, höhere Conversion Rate

Die Erhöhung der Genauigkeit und der Qualität geht höchstwahrscheinlich einher mit einer besseren Conversion Rate. Da das Inventar auf den mobilen Screens naturgemäß räumlich sehr begrenzt ist, könnte Google diese Werbefläche teurer verkaufen. Das Argument dafür liegt auf der Hand.

Sprachsuche wird vorangetrieben

RankBrain entschlüsselt insbesondere die 15 Prozent der Anfragen, die vorher noch nie gestellt wurden. Vorwiegend tritt das bei der sprachlichen Suche auf, die in Zeiten der Mobilisierung aller User grundsätzlich bedeutsamer wird. Die semantische Suche wird demnach besser interpretierbar und kann dementsprechend auch für Marketer sinnvoller genutzt werden.

Bewertungen bekommen mehr Gewicht

RankBrain versteht Bewertungen, die in der Sprache der Nutzer verfasst wurden, besser als es vorher bei Google der Fall war. Gerade hinsichtlich der bereits angesprochenen Sprachsuche können Reviews somit treffender interpretiert werden und letztlich in die Suche stärker mit einfließen.

Timing wird exakter, mehr Personalisierung

Dank der AI wird das gesamte Verhalten der User transparenter und die entschlüsselten Muster könnten dabei helfen, die Suche noch relevanter zu machen. Wir sollten uns demnach darauf einstellen, dass die Personalisierung der Ergebnisse zunehmend eine noch größere Rolle spielen wird. So könnte die Intention der Nutzer verknüpft mit der örtlichen Komponente und einem exakten Timing die User Experience deutlich verbessern.

Quelle: Adweek

Über Anton Priebe

Anton Priebe

Anton Priebe ist Redaktionsleiter und seit Ende 2013 bei OnlineMarketing.de aktiv. Der studierte Germanist und Soziologe fokussiert sich auf Technologie, kreative Marketingstrategien und SEO. In seiner Freizeit klettert Anton gerne Wände hoch, bereist die Welt und freut sich über gutes Essen oder neue Musik.

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