Social Media Marketing

Instagram testet In-App Checkout für Shopping

Ausgewählte Marken können in den USA testweise den In-App Checkout für Instagram Shopping nutzen. Der direkte Verkauf soll den Weg zur Conversion erleichtern.

Instagrams In-App Checkout, © Instagram

Wer bei Instagram unterwegs ist, dem werden von Marken immer wieder Produkte präsentiert, die sich für den Kauf eignen. Die Brands möchten besonders die Kurzentschlossenen zur Conversion bringen. Dabei hilft ihnen die Plattform jetzt mit dem Checkout fürs Shopping. Über 20 Marken testen in den USA derzeit das Feature, bei dem User Produkte kaufen können, ohne die App zu verlassen.

Instagrams Checkout soll das Shopping Feature noch lukrativer machen

Instagram Shopping hat sich seit seiner Einführung, in Deutschland im März letzten Jahres, zum wahren Schaufenster für die User entwickelt. Für Marken hingegen ist die Funktion überaus wertvoll, da sie den Nutzern beim wohl populärsten sozialen Medium, wenn es um Lifestyle, Mode usw. geht, stets die passenden Produkte präsentieren können. Mit Shopping in den Stories kam das beliebte Feature letztes Jahr ebenfalls in die Stories, das Format, das seit einigen Jahren immer mehr Verweildauer der User auf sich vereint. Jeden Monat tippen gut 130 Millionen Instagrammer auf Produktmarkierungen in den Posts bei Shopping, Tendenz steigend.

Shopping dürfte bei Instagram auch deshalb so gut funktionieren, weil es Produkte im Kontext von für die Nutzer relevanten Inhalten einbettet. Wer aktiv auf der Suche nach Produkten ist, kann jedoch auch im „Entdecken“-Bereich direkt den Shopping-Kanal ansteuern.

Instagrams neuer personalisierter Shopping-Kanal, © Instagram

Nun hat das Unternehmen eine Testphase für den Checkout in der App bekanntgegeben. Dieser bedeutet schlicht und einfach, dass Produkte von Brands gekauft werden können, ohne, dass dafür die App verlassen werden muss. Ein derart integrierter Checkout kommt den Marken zugute. Zwar werden die User so nicht auf ihren E-Commerce Shop geleitet; aber die Möglichkeit zur unmittelbaren Conversion sollte durch den reibungslosen Ablauf von der Kaufintention bis zum Kaufabschluss dennoch die Umsätze steigern können.


© Will Francis – Unsplash

 Du willst deine Ad Performance auf Instagram– oder   Facebook – steigern? Dann lass jetzt eine Analyse   durchführen und optimiere dein Umsatzpotential in den   populären Social Media. Melde dich zum Facebook/   Instagram Ads Check der Experten an! 

Jetzt anmelden!


Der Checkout: Adidas, Burberry, H&M und Co. testen das Feature

Zu den Testern, die den Checkout in den USA ausprobieren, zählen renommierte Brands wie Adidas und Dior, H&M und Burberry, Michael Kors, Nike oder Zara. Außerdem dabei sind: Anastasia Beverly Hills, Balmain, ColourPop Huda Beauty, KKW Beauty, Kylie Cosmetics, MAC Cosmetics, NARS, NYX Cosmetics, Oscar de la Renta, Outdoor Voices, Ouai Hair, Prada, Revolve, Uniqlo, und Warby Parker.

Mit Shopping können aber auch kleinere Marken, die ohne Social Media wie Instagram kaum entdeckt würden, ihre Produkte verkaufen. Und mit dem In-App Checkout geht das sogar noch unkomplizierter vonstatten. Gerade beim Online Shopping mag es der Nutzer unkompliziert und wird es begrüßen, innerhalb der App den Kauf abschließen zu können.

Der Weg vom entdeckten Produkt bis zum Kaufabschluss wird deutlich kürzer und verläuft In-App (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Instagram

Dabei können User ihre Zahlungsinformationen sicher und zentral in der App hinterlegen. Das ermöglicht es ihnen, sich ohne mehrmaliges Anmelden die Produkte der favorisierten Marken zu kaufen, die als ansprechend empfunden werden. Auch müssen die Zahlungsdaten nicht vielfach eingegeben werden. Derzeit können die User in der Testphase via Visa, Mastercard, American Express, Discover und PayPal zahlen.

Wer auf eine Produktmarkierung tippt, sieht im Test den Button für den „Checkout on Instagram“. Nach einem Klick hierauf können gegebenenfalls Farben und Größen für das Produkt ausgewählt werden. Dann folgt die Zahlungsabwicklung und daraufhin werden innerhalb der App Benachrichtigungen zum Versand und zur Lieferung bereitgestellt. Die User müssen beim ersten Kauf lediglich einmal ihren Namen, ihre E-Mail-Adresse, die Zahlungsinformationen und die Versandadresse eingeben. All ihre Daten werden dann für einen komfortableren Kauf beim nächsten Mal gespeichert.

Derzeit befindet sich der Instagram Checkout noch in der geschlossenen Betaphase und ist nur in den USA und für ausgewählte Marken verfügbar. Allerdings sollen sich auch andere Unternehmen nach und nach einbinden und mit Shopify, BigCommerce, ChannelAdvisor, CommerceHub und weiteren Partnern weitere Modelle zur schnellen Conversion anbieten können. Die Zahlungen werden stets in Kooperation mit PayPal abgewickelt. Marcel Hollerbach, CMO bei Productsup, kommentierte die Neuerung wie folgt:

Mit den neuen Shoppable Posts trifft Facebook jetzt direkt ins tägliche Nutzungsverhalten der Konsumenten […] Mit diesem ,direct to consumer’-Ansatz greift das Unternehmen zum einen Amazon frontal an und schwächt zugleich die Stellung des Handels in der bisherigen E-Commerce-Wertschöpfungskette. Vor allem schlecht positionierte Handelsunternehmen werden unter Instagram Shopping leiden und Umsatz an Unternehmen abgeben, die Erfahrung mit Instagram haben und agil auf das neue Angebot eingehen können. Profiteure sind zum einen Brands und Händler, die die User durch inspirierende und emotionsgetriebene Inhalte authentisch im Feed anzusprechen wissen – beispielsweise aus dem Living- oder Fashion-Bereich – und natürlich auch die Influencer, die hier eine neue große Umsatzquelle erschließen werden.

Das Modell des In-App Checkouts dürfte, nach einem größeren Rollout nicht nur für die Abermillionen Shopper auf Instagram für mehr Komfort sorgen, sondern genauso für bessere Conversion Rates und Umsätze bei den werbenden Marken.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.