Suchmaschinenmarketing

Googles Werbe-Update: Sehen, welcher Marketing-Kanal Ladenbesuche hervorbringt

Die Werbelösungen bei Google werden überholt und neben Neuerungen für Click-to-Message Ads können Ladenbesuche auf Marketing-Kanäle zurückgeführt werden.

Screenshot YouTube, © Google

Wieder einmal hat Google seine Werbelösungen optimiert, sodass Werbetreibende bessere Möglichkeiten haben, um über verschiedene Kanäle ihre Wirkung zu messen und zu verbessern. Neben hilfreichen Funktionen für die Click-to-Message Ads werden die Ladenbesuche künftig dank klarer zugewiesener Daten auf die digital bespielten Marketing-Kanäle zurückgeführt.

Omni-Channel Marketing optimieren: Mehr Features und Berichte für Click-to-Message 

Google hat die Relevanz des Messaging für jegliche digitalen Marketing-Optionen längst erkannt und schon vor zwei Jahren Click-to-Message Ads für die Suche eingeführt. Diese Werbelösung erfreut sich gerade in Zeiten von Mobile first größter Beliebtheit; und wird nun noch bereichert. Zum einen setzt Google eine E-Mail-Weiterleitung ein. Damit werden Textnachrichten an das Mail-Postfach gesendet und es muss keine Telefonnummer angegeben werden, um die Messaging-Erweiterungen zu nutzen. Antworten auf die Mails werden automatisch als Textnachrichten an die Kunden gesendet.

Des Weiteren werden automatische Antworten eingeführt. Hierbei wird jede empfangene Nachricht direkt beantwortet, etwa so: „Danke für deine Nachricht. Wir melden uns so schnell wie möglich bei dir.“

Damit diese Werbemöglichkeiten auch bestmöglich gemessen werden können, beinhalten die Berichte für die Click-to-Message Ads künftig auch Message Conversions. Advertiser sind in der Lage zu definieren, wie viele vom Nutzer initiierte Nachrichtenwechsel es für eine Conversion braucht. Michaella Kurdziel, Director of Experience Excellence & Learning bei MM.LaFleur, gibt an:

Using message extensions, we can offer fast assistance when our busy customers are looking for a style recommendation or opinion on fit, and can easily share images and links. Now, message reporting will help us analyze which parts of our campaigns are driving the most in-depth, valuable conversations with stylists, and where we can improve performance.

Die Einschätzung von Marketing-Kanälen optimieren: Ladenbesuche auf Touchpoints zurückführen

In einer Studie, die Google gemeinsam mit Ipsos ausgearbeitet hat, zeigte sich, dass 61 Prozent der (US-)Shopper lieber von Marken kaufen, die sowohl online als auch in einem Laden präsent sind. Daher müssen Werbetreibende und Marken den Einfluss von offline ausgeführten Handlungen der User in Kombination mit ihren digitalen Werbekanälen betrachten.

In diesem Sinne ist die Messung von Ladenbesuchen besonders relevant. Diese ist über eine Erfassung von Nutzern möglich, die Locationdaten eingeschaltet haben und teilen. Von Google werden an Advertiser jedoch nur anonymisierte und gesammelte Daten weitergegeben. Deshalb können diese die Ladenbesuche auch nicht auf die Klicks auf Websites oder Ads von individuellen Usern zurückführen. Dennoch baut Google auf die Optimierung dieser Metrik. Denn die Daten werden in die datengetriebene Attribution und das Smart Bidding integriert. Während über die datengetriebene Attribution nachvollzogen werden kann, „welche Keywords, Anzeigen, Anzeigengruppen und Kampagnen im Hinblick auf Ihre Geschäftsziele am wichtigsten sind“, lässt sich mit Smart Bidding die Zahl der Conversions oder der Wert derselben steigern. Auch dank der vielen kontextuellen Signale zu den Usern.

Ausgewählte Werbetreibende erhalten ebenfalls die Option, Ladenbesuche in Google Analytics über lokale Marketing-Innovationen besser mit den Werbekanälen in Verbindung zu setzen. Über das Feature können Advertiser einsehen, inwieweit Besuche bei der Website die Besuche offline tatsächlich beeinflussen. Nicht nur Nutzer, die die Website und einen Laden besuchen, werden aufgezählt, sondern es wird dargestellt, welche Kanäle oder Kampagnen am meisten Besuche initiieren. So hat beispielsweise JCPenny diese Lösung für das eigene Marketing bei Google wahrgenommen und konnte ermessen, welche Kanäle zu welchen Besuchsraten offline beigetragen haben. Als Schluss aus diesen Erkenntnissen wurden die Budgets für Kampagnen und Kanäle entsprechend zugeschnitten und angepasst.

Mit den Updates hofft Google den Advertisern mehr Insights im Omni-Channel-Marketing zu ermöglichen, die der Performance-Messung eine weitere und nicht zu vernachlässigende Dimension verleihen. Denn trotz der Dominanz der Onlinehändler bleibt der lokale Einkauf ein zentraler Bestandteil für die User, die sich natürlich online informieren. Deshalb sollte dieser Bestandteil bei der Analyse der Kampagnen unbedingt integriert sein. Eine noch engere Verzahnung von lokalen Touchpoints und digitalen Kampagnen dürfte künftig realisiert werden. Je personalisierter und lokalspezifischer die Werbelösungen sind, desto höher sollte schließlich die Chance auf Conversions sein – online wie offline.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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