SEO - Suchmaschinenoptimierung

Auf einen Blick: Die wichtigsten Google Rankingfaktoren 2016

Eine neue Meta-Studie untersucht 120 Rankingfaktoren von Google ausführlich. Die wichtigsten Faktoren für 2016 präsentieren wir euch im Überblick.

© Flickr / Adrian Libotean, CC BY-SA 2.0

Die wichtigsten Google Rankingfaktoren haben sich über die Jahre wenig geändert, wohl aber deren Gewichtung. seo2b hat in einer groß angelegten Meta-Studie die Rankingfaktoren 2016 umfassend untersucht. Die Wichtigsten stellen wir euch in diesem Artikel vor.

Das Ziel der Suchmaschine ist nach wie vor ein ganz einfaches: dem Suchenden schnellstmöglich die beste Antwort zu liefern.

Die aktuellen Rankingfaktoren zeigen deutlich, dass Google mittlerweile ziemlich genau in der Lage ist, solche guten Ergebnisse von weniger guten zu unterscheiden. Den einzelnen Faktor, der über die Google Position entscheidet, gibt es schon lange nicht mehr. Alle Faktoren beeinflussen einander und nur der optimale Mix führt zu den gewünschten Positionen.

Am interessantesten ist derzeit die zunehmende Bedeutung der Interaktionsfaktoren. Google bekommt unter anderem durch den eigenen Browser Chrome Unmengen von Informationen über die Nutzer. Die Optimierung für den Besucher ist damit auf einem ganz neuen Level angekommen.

Die wichtigsten Rankingfaktoren im Überblick

1) On-page Faktoren

Die gesamte Website muss stimmen

Es geht nicht mehr um die Optimierung der einzelnen Seiten, sondern die gesamte Website muss stimmig sein. Dazu gehören neben wertvollen Inhalten auch die Reputation der Website, ein funktionstüchtiges Design und Informationen über den Betreiber der Website.

Abschied vom Keyword

Das einzelne Keyword hat ausgesorgt, umfassende Themen stehen im Vordergrund. Passend zu Googles übergeordnetem Ziel, dem Suchenden das beste Ergebnis zu liefern, punkten vor allem Websites, die umfassende Antworten zum jeweiligen Thema (der Suchintention) liefern.

Daher ranken längere Inhalte in der Regel besser.

Interessanterweise geht es nicht darum, den besten Inhalt zu erstellen, sondern den nützlichsten. Die Informationen müssen für den Besucher zugänglich sein. Sehr wertvolle, aber gleichzeitig komplizierte Inhalte können schlechter ranken als solche, die für den Besucher leichter zugänglich sind.

Die Gesamtkomposition des Inhalts ist zum heiligen Gral geworden.

2) On-page Faktoren jenseits des Inhalts

Aktuelle Seiten ranken besser

Aktuelle Informationen ranken meist besser. Bestehende Dokumente sollten regelmäßig aktualisiert werden, wenn das für den Besucher sinnvoll ist. Einzelne Wörter auszutauschen liefert keinen Mehrwert, geht es aber wie hier zum Beispiel um Faktoren, die sich laufend ändern, ist Aktualisierung auch für den Besucher absolut sinnvoll.

Interne Links

Anzahl, Qualität und Linktexte erklären Google, wie der Websitebetreiber die Website versteht und aufgebaut hat. Dieser Faktor ist vor allem für ältere Websites mit sehr viel Inhalt enorm wichtig.

Website Geschwindigkeit

Geschwindigkeit ist ein wichtiges Thema für Google. Deshalb ranken langsame Seiten schlechter, als ihr Inhalt verdient hätte.

3) Domainfaktoren

Domain Historie

Die Aktivität bzw. Inaktivität einer Domain seit ihrer Registrierung hat noch immer einen hohen Einfluss auf das Ranking.

Wertvolle, einzigartige Inhalte

Der wichtigste Faktor der gesamten Domain: kontinuierlich gute Inhalte. Je mehr einzigartige, wertvolle Inhalte eine Website hat, desto besser.

Website Uptime

Ebenfalls sehr wichtig ist die Uptime der Website. Kann Google eine Website über mehrere Tage nicht erreichen, kann sie komplett ausgeschlossen werden.

4) Off-page Faktoren

Linkaufbau

Links sind immer noch das A und O der Off-page Optimierung. Google selbst empfiehlt Linkaufbau, Social Media und Communities (ohne zu spammen natürlich).

Die absolute Anzahl der Links ist dabei kaum noch wichtig, wohl aber die Anzahl sehr guter, also qualitativ hochwertiger Links.

Einer der wichtigsten Faktoren ist die verlinkende Seite. Deren Domainpopularität, Autorität zum Thema und TrustRank haben einen sehr hohen Einfluss auf den Wert eines Links. Logisch, je besser die Reputation einer Empfehlung, desto glaubwürdiger ist sie.

Ebenfalls sehr wichtig: mehr als ein Link von einer Domain, möglichst in unregelmäßigen Zeitabständen.

Redaktionelle Links: Links direkt aus redaktionellen Inhalten sind deutlich wertvoller als zum Beispiel Links von speziellen Partnerseiten, aus der Sidebar oder dem Footer-Bereich.

Eine Zunahme von Verlinkungen sendet ein deutliches Signal für zunehmende Popularität der Seite, auf die verlinkt wird. Eine absteigende Anzahl Links sendet im Gegenzug aber auch ein negatives Signal.

Generell ist ein Link dann wirklich gut, wenn er auch interessierte Besucher bringt.

5) Interaktionsfaktoren

Diese Faktoren werden immer interessanter, je mehr Daten Google über die Suchenden bekommt und diese auch einsetzt. Websites, die bereits länger existieren, können mit der Optimierung dieser Faktoren sehr viel erreichen.

CTR

Die Klickrate der Suchergebnisse hat eine sehr hohe Relevanz für das Ranking. Das gibt dem Meta Title, der Meta Description und der URL eine ganz neue Bedeutung für die Optimierung.

Die durchschnittliche CTR für die gesamte Domain ist aber ebenfalls sehr wichtig. Deshalb ist es sinnvoll, gezielt Seiten zu optimieren oder sogar zu entfernen, die eine sehr niedrige CTR aufweisen.

Bouncerate und Verweildauer

Die Absprungrate und die Verweildauer beeinflussen das Ranking aber ebenfalls. Eine reine Optimierung der CTR bei einer hohen Absprungrate wird sich eher negativ auswirken. Der Suchende muss auf der Website tatsächlich finden, was er sucht.

Nutzer-Interaktionen

Interaktionen wie zum Beispiel Kommentare beeinflussen das Ranking positiv.

6) Markensignale

Google hat offiziell bestätigt, dass bekannte Marken einen positiven Einfluss auf das Ranking haben. Solche Markenwebsites ranken in der Regel auch für neue Seiten schneller und besser und sind weniger gefährdet durch negatives SEO.

Zu einer vertrauenswürdigen Marke gehören zahlreiche kleine Signale, zum Beispiel sehr hochwertige Links von reputablen Quellen, aber auch aktive Social Media Accounts, Interaktionsfaktoren und Nennungen in den Medien.

Fazit

seo2b hat der Meta-Studie insgesamt 120 Faktoren umfassend auf deren Einflüsse untersucht. Neben den wichtigsten Faktoren, die wir hier zusammengefasst haben, sind so einige Stellschrauben dabei, die für zahlreiche Website Betreiber interessant sein dürften.

Insgesamt wird auf jeden Fall deutlich, dass Google auf dem Weg zum eigenen Ziel, dem Suchenden schnellstmöglich das beste Ergebnis zu liefern, bereits sehr weit fortgeschritten ist.

SEO besteht schon lange nicht mehr aus einzelnen Faktoren wie Keywords oder Backlinks, sondern aus dem möglichst optimalen Zusammenspiel von Inhalt und Benutzererfahrung mit dem einzigen Ziel, dem Besucher die beste Lösung zu liefern.

Eine gute Entwicklung für Website Betreiber, die ihrer Zielgruppe genau diese beste Lösung bieten.

Quelle: seo2b

Über Stefanie Schröer

Stefanie Schröer

Stefanie Schröer hilft Unternehmern und Marketern, Online Marketing Schritt für Schritt profitabel einzusetzen, um begeisterte Kunden zu gewinnen. Nach mehreren Jahren als Senior Consultant in niederländischen Agenturen konzentriert sie sich jetzt auf das Wesentliche: "Marketing, das Kunden haben wollen" und schreibt auf ihrer eigenen Seite spiderwebmarketing.de über Themen aus der Praxis.

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16 Gedanken zu „Auf einen Blick: Die wichtigsten Google Rankingfaktoren 2016

  1. Scharlotte

    Karsten hat genau das geschrieben, was ich auch feststelle. Wie kann es sein, dass Seiten die über Seo schreiben überhaupt nicht optimiert sind, gefährliches Halbwissen verbreiten aber auf den ersten Plätzen ranken. Ich habe langsam den Verdacht, dass nichts mit irgendwas zu tun hat, sondern nur Geldmacherei ist. Unoptimiert rankt am höchsten!

    Antworten
  2. Www.wasdazu.ch

    Vielen Dank für den tollen Beitrag👍👍⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️. Somit hat man mal schon einen Überblick woran man arbeiten muss. Wir haben angefangen unser Webshop mit Content zu füllen. Offenbar ist es nicht mehr so relevant 😬, es ändert sich ständig… Deshalb haben wir die Strategie geändert. Und optimieren jetzt bur für Kunden. Somit können wir nie fslsches machen 😅😜… Falls Jemand einen Tip für uns hat. Was man noch optimieren sollen wäre Super ☺️… Bis dahin alles gute

    Antworten
  3. Max

    Wissenswerter Beitrag!
    Inhaltlich wirklich gut auf den Punkt gebracht…ich denke die gesunde Mischung aus allen Komponenten verbessern das Ranking auf lange Sicht…Eine Frage, ist es möglich, dass Google irgendwann mal auf die Idee kommt, die Meta-Keywords wieder einzuführen?
    Viele Grüße
    Max

    Antworten
  4. Rufino

    Jedesmal gibt es was neues. Google ändert die Rankingfaktoren nach belieben. Deshalb ist es meine Meinung wichtig, dass man die komplette Brandmarke erfüllt und sich nicht auf nur einige Faktoren bezieht. So landet man immer in den oberen Plätzen.

    Antworten
  5. Mr. Investment

    Schöner Artikel, er fasst sämtliche Punkte zusammen :)

    Man muss sich halt mit allem auseinander Setzen, damit man eine Seite erfolgreich bei Google platzieren kann. Watchtime wird wirklich immer wichtiger, man merkt das auch immer stark bei YouTube, wie wichtig dort die Watchtime von Videos ist.

    Antworten
  6. Karsten

    Ich sehe an den Rankingfaktoren auch nichts neues. Jahr für Jahr wird gesagt der Inhalt ist das wichtigste.

    Leider gibt es keine Seiten mit gutem Inhalt und keinen Backlinks, auf den vorderen Google Platzierungen.

    Stattdessen gibt es aber Seiten mit schlechten Inhalten und vielen Backlinks, die vorne mit dabei sind.

    Antworten
  7. Torsten

    Ketzerische Frage: Kann es ein, dass (ausnahmslos) alle! hier aufgelisteten Rankingfaktoren für das Jahr 2016 auch schon 2015 ein Thema waren? Wo ist die Neuigkeit?

    Was man in dem Artikel viel deutlicher hätte herausstellen müssen: Wir wissen, was es für Rankingfaktoren gibt. Wir wissen aber rein gar nichts über die Gewichtung und über die Art und Weise, wie genau diese Faktoren das Ranking beeinflussen. Warum nicht? Weil Google sich bezüglich dieser Frage bedeckt hält. Und das aus gutem Grund.

    Eine persönliche Behauptung: Wenn man sich die kontinuierlichen Maßnahmen der letzten Jahre bezüglich der Platzierung von Adwords-Anzeigen anschaut, wird deutlich, dass Google die Qualität der organischen Suche perspektivisch nicht mehr braucht. Google hat uns recht gut dazu erzogen, für gute Platzierung zu zahlen. Wer vor 5 Jahren mit einem Platz 1-Ranking noch ordentlich Traffic abgreifen konnte, muss heute faktisch mit einer “under the fold”-Platzierung vorlieb nehmen.

    Antworten
  8. Oli

    Hi,
    Sehr informativer Artikel. Was mich aber erschreckt hat, ist der Abschied vom Keyword.
    Alle Welt schaut und optimiert doch im Moment noch darauf. Nach was soll man sich denn sonst richten?
    Und wie ist der Erfolg einer Maßnahme messbar und zuordenbar, wenn man kein KW mehr hat? Stelle ich mir schwer vor.
    LG
    Oli

    Antworten
    1. Stefanie SchröerStefanie Schröer Artikelautor

      Hallo Oli,
      es geht um den “Abschied vom einzelnen Keyword”. Stattdessen sind Keyword-Themen und Zusammenhänge immer relevanter geworden. Drastisches Beispiel: Noch vor einigen Jahren war es gängig, für alle möglichen einzelnen Keywords eigene Seiten anzulegen, mit mehr oder weniger sinnvollem Inhalt.
      Je “intelligenter” Google wird, desto sinnvoller wird es also, tatsächlich für den Besucher zu optimieren. Der nutzt zwar ein Keyword, aber hinter jedem eingegebenen Suchwort steht eben eine ganze Suchintention, die beantwortet werden will.

      Für die Messung einer Maßnahme müssen immer mehrere Faktoren ausgewertet werden. Eine bessere Position für ein Suchwort bringt letztlich nichts, wenn die Absprungrate zum Beispiel 90% oder die Klickrate nur 1% beträgt.

      Antworten
  9. Marc

    Ich finde es sehr positiv das hochwertige Inhalte endlich besser gewichtet werden als Keywordoptimierter Müll.

    Antworten
  10. Leander

    “Die Klickrate der Suchergebnisse hat eine sehr hohe Relevanz für das Ranking. Das gibt dem Meta Title, der Meta Description und der URL eine ganz neue Bedeutung für die Optimierung.”

    CTR bezeichnet doch das Klicken auf eine Anzeige. Was hat das nun wiederum mit Meta Title etc. zu tun? Und was ist denn die CTR von Seiten ohne Anzeigen?

    Antworten
    1. Anton PriebeAnton Priebe

      Hallo Leander,

      die CTR kannst du auch als Kennzahl für organische Suchergebnisse bei Google verwenden. Also Klicks auf deine Position mit Impressionen insgesamt ins Verhältnis setzen. Der Zusammenhang sollte dann klarer werden. Ein guter Titel bzw. eine optimierte Metadescription oder URL regen eher zum Klicken an und verbessern dadurch dein Ranking. Win-win.

      Grüße
      Anton

      Antworten
  11. Gerhard

    Hallo zusammen,
    sehr guter und kompakter Artikel! Allerdings bin ich mir nicht so sicher, was die Verweildauer als Rankingfaktor betrifft – ein kurzes Verweilen kann ja auch bedeuten, dass ich die Information, die ich gesucht habe, auf der entsprechenden Zielseite auch sehr schnell gefunden habe (ich bin jetzt ein sehr zufriedener Nutzer!) … wenn ich nun die Seite verlasse, zieht dann Google den Schluss, dass die Seite schlecht ist? Ich glaube nicht. Ich denke vielmehr, dass die Verweildauer auf einer Seite von Google sehr wohl im Zusammenhang mit einigen anderen Faktoren gesehen wird (Stichwort “KI”) und nicht isoliert betrachtet werden kann.

    Viele Grüße
    Gerhard K.

    Antworten
    1. Stefanie SchröerStefanie Schröer Artikelautor

      Hallo Gerhard,
      die meisten Faktoren müssen mittlerweile im Zusammenhang gesehen werden und Google lässt sich natürlich immer noch nicht komplett in die Karten schauen, wie genau beurteilt wird.
      Eine gute Entwicklung, weil es nicht mehr möglich ist, mit einigen Faktoren die Suchmaschine auszutricksen.
      Meiner Erfahrung nach muss die Verweildauer zur Suchintention und zur Art der Seite passen. Bei Blogartikeln zum Beispiel ist die im allgemeinen kürzer, aber wenn es um einen 5000 – Wörter – Artikel geht und die Verweildauer weniger als 5 Sekunden beträgt, würde ich mir Sorgen machen.
      Google scheint außerdem auch mit einzubeziehen, was der Sucher anschließend tut, ob er weitersucht oder scheinbar gefunden hat, was er wollte.

      Antworten
  12. Jens

    Sehr interessanter Artikel!
    Die Verweildauer(und damit die “Kundenzufriedenheit”) wird jetzt wohl immer mehr in den Vordergrund treten
    Hat sich denn mittlerweile wieder etwas verändert?

    Ganz freundliche Grüße
    Jens Bredereck

    Antworten

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