Conversion Optimierung

Conversion Rate Optimization – aus der Trickkiste des größten Werbers

Mit diesen zehn althergebrachten Techniken und Tricks aus der Werbebranche verschaffst du deiner Webseite eine höhere Conversion Rate.

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David Ogilvy, Kopf hinter den bekanntesten Werbeslogans des 20. Jahrhunderts, hatte einige Tricks auf Lager, um Menschen mit seinen Kampagnen mitzureißen. Mit diesen zehn aus Ogilvys Wissenschatz entlehnten Tipps, kannst auch du eine höhere Conversion Rate erzielen.

Schreibe nur für einen Leser

Auch wenn du über deine Marke oder dein Unternehmen eine Menge zu erzählen hast, finde heraus, was dein Publikum am meisten fesselt und fokussiere dich auf seine Interessen. Deine Interessen und Produkte sollten hier zugunsten der User in den Hintergrund rücken. Sehr wahrscheinlich wirst du bereits wissen, was dein Publikum lesen will, aber weißt du auch warum?

LeadPages bietet jede Menge Möglichkeiten, deine Landing Page direkt auf dein Publikum abzustimmen. Die vorhandenen Templates lassen sich etwa nach ihrer durchschnittlichen Conversion Rate sortieren und darüber hinaus beinhaltet die Plattform viele Analysemöglichkeiten und Webinare:

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Sei ein guter Storyteller

Neil Patel kennt sich mit Conversion Rate Optimization bestens aus – er weiß wovon er spricht und vor allem, wie man Geschichten erzählt und einen roten Faden spinnt: Seiner „I got sued“-Story kann man allein aufgrund der Überschrift, die dem Leser einen Mehrwert verspricht, kaum widerstehen. Gutes Storytelling ist ein gelungener Mix aus Kunst und Wissenschaft.

Ogilvys bekanntester Slogan “At 60 miles an hour, the loudest noise in the new Rolls Royce is the electric clock” fesselt den Leser mit dem Versprechen, eine faszinierende Story zu präsentieren. Ogilvy hätte auch vom leisesten Auto seiner Klasse schreiben können – aber wen hätte das mitgerissen, außer vielleicht ein paar Technikbegeisterte seiner Zeit?

© KISSmetrics

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Du kannst nun einfach die Geschichte deines Produktes oder Unternehmens niederschreiben, was dann allerdings die Frage aufwirft, ob du dein Publikum damit ins Herz triffst. Es eignet sich in vielen Fällen sehr viel besser, einen interessanten Bogen zu spannen und dein Produkt oder Unternehmen dadurch zum Leben zu erwecken.

Viel testen

Aufgrund seines persönlichen Hintergrundes ist Ogilvys Art zu Schreiben in der Forschung verankert. Daher erachtete er das Testen und Überprüfen von Inhalten als grundlegend. Das E-Mail Marketing Tool AWeber testet beispielsweise Headlines auf ihre voraussichtliche Wirksamkeit. Durch das Austauschen nur eines Wortes, lässt sich die Conversion Rate erheblich erhöhen:

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Allein aufgrund des Einfügens des Wortes „now“ im grünen Kasten, ließ sich die Conversion Rate um 12 Prozent erhöhen.

Nutzt du das Google Display-Netzwerk oder AdWords, untersuche jeden Parameter deiner Kampagne und teste einmal wöchentlich deine Keywords. Unbrauchbare Keywords solltest du dabei entfernen.

Outsourcing deiner Schwächen

Schwächen sind menschlich und selbst Ogilvy gestand sich einige zu, denn er war sich der Tatsache bewusst, dass es zumindest in Hinblick auf TV-Werbung jede Menge Werbetexter gab, die selbst seinerzeit besser waren, als er selbst. Daher konzentrierte Ogilvy sich auf das, was er am besten konnte und vergab die Dinge, die er nicht so gut beherrschte an Profis.

Das ist genau das, was du auch tun solltest. Deine Inhalte, dein Homepagedesign oder auch dein E-Mail Marketing kommen am besten bei deinem Publikum an, wenn sie professionell gestaltet sind und das Publikum vor dilettantischen Selbstversuchen bewahrt wird. Also versuche diejenigen Dinge, die andere weitaus besser beherrschen, outzusourcen.

Mehrwert mit USP bieten

Um die Conversions zu erhöhen, bietet es sich an, dem User einen Mehrwert zu bieten und zwar mit einem Unique Selling Proposion (USP). Viele Blogging-Seiten versprechen ihrer Leserschaft derzeit etwa themenrelevante Guides, wenn sie sich via Call-to-Action für Newsletter, et cetera eintragen. WP Curve bietet WordPress-Support, einen 24/7 Live Chat und vieles mehr, für einen kleinen Preis und präsentiert das Angebot nicht zu übersehen auf seiner Webseite:

© QuickSprout

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Testimonials sind ein Segen

Deine Produkte werden künftig noch authentischer daherkommen, wenn du Testimonials nutzt. Laut einer Umfrage vom Pew Research Center sind  88 Prozent der Konsumenten davon überzeugt, dass online Bewertungen ebenso vertrauenswürdig sind, wie persönliche Empfehlungen. Daher bietet es sich an, Erfahrungsberichte von Kunden oder Referenzen auf seiner Produktseite zu implementieren. Aus keinem anderen Grund finden sich zum Beispiel auf Romanen Zitate angesehener Medien, die eine Empfehlung für die Lektüre geben. Um Vertrauen zu erwecken und dem Interessenten eine Kaufempfehlung zu präsentieren.

Sei deinem User eine Hilfe

Allein dadurch, dass du deinem Publikum mit deiner Seite hilfst, relevante Inhalte besser zu verstehen oder ihm ausführliche Tipps für höhere Konversionsraten gibst und dieses auch noch kostenlos zur Verfügung stellst, erhöhst du das Vertrauen deiner Leser sowie deren Wohlbefinden. Indem du hilfreiche Inhalte oder Tipps für deine User zur Verfügung stellst, erhöhst du auch die Wahrscheinlichkeit, dass er deine Seite wieder besuchen und konvertieren wird.

Auf die Headline kommt es an

Um eine mitreißende Headline zu formulieren, braucht man häufig mehrere Versuche. Am besten findest du heraus, zu welcher Zeit am Tag du am ehesten dazu in der Lage bist, über derartiges nachzudenken. Eine gute Headline kann viele Leser konvertieren. Schlechte Headlines hingegen werden überflogen und vergessen. Zum Lesen des eigentlichen Inhaltes kommt es daher meist gar nicht erst. Deshalb ist es von großer Bedeutung, sich die Ruhe zu nehmen, um eine Überschrift mit Potential zu finden. Solltest du nur wenig Fantasie besitzen, beginne deine Headline ganz im Stile von Ogilvys „How to“-Headlines mit Wörtern wie „Wie“ oder „Welche“ und probiere dich je nach Thematik aus:

  • Wie du bessere Headlines schreibst
  • Wie du deine Conversion Rate erhöhst
  • Welche Designtrends du dieses Jahr kennen solltest

Sprich die Spache deines Produktes

Verliere dich nicht in einer zu technischen Sprache, auch wenn deine Produkte technisch sind. Du solltest es dir zum Ziel machen, eine Mixtur aus der Sprache deines Publikums und deines Produktes zu finden und auf ein Zuviel an Fremdwörtern zu verzichten. Ogilvys Schreibweise etwa war sehr natürlich und ähnelte einer Konversation. Die meisten User bevorzugen eine leichte Sprache und erwarten ebenfalls einen lebendigen Schreibstil, um das Interesse nicht zu verlieren. Zuletzt solltest du dir darüber bewusst werden, wie du deinem Publikum gegenüber wirken möchtest: seriös oder witzig, aber Hauptsache konsistent und authentisch.

Sei niemals langweilig

Laut Untersuchung von MarketingCharts erhält ein User im Monat durchschnittlich 416 Werbemails. Sollte E-Mail Marketing eines deiner zentralen Kommunikationswerkzeuge sein, musst du dir darüber im Klaren sein, dass du deine Abonnenten anhaken musst, damit deine E-Mail ihnen ins Netz geht und nicht im Strom der Belanglosigkeiten vorbeischwimmt. Zum Anhaken eignen sich wahre oder lustige Geschichten oder ein Insight. Deine Inhalte sollten leben und interessant sein, um gelesen zu werden. Schreibst du langweilig, langweilst du deine Leser und keiner wird deinen Content lesen. Finde einen kreativen Weg, Fakten auf einzigartige Weise nieder zu schreiben und dem Leser zu präsentieren.

Ogilvy war nicht ohne Grund eine Koryphäe auf seinem Gebiet. Guter Content führt zu Conversions, doch sollten auch Headline und die persönliche Ansprache nicht unterschätzt werden. Mit dem Beherzigen der hier beschriebenen Tipps sollte es ein Leichtes sein, deine Conversion Rate zu erhöhen und die User mitzureißen.

Quelle: KISSmetrics

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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