E-Commerce

Video Ads in den mobilen Suchergebnissen – Amazon testet neues Werbeformat

Mit Amazon Search Video Ads bietet die Plattform seinen Kunden eine attraktive Möglichkeit zu bestimmten Keywords in den Suchergebnissen präsent zu sein.

© Amazon

Amazon testet zurzeit ein neues Werbeformat, das Video Ads in die mobilen Suchergebnisse bringt. Damit ebnet der E-Commerce-Riese einen Weg, um sein Mobile-Inventar hochwertig zu vermarkten und bietet Werbetreibenden eine spannende Möglichkeit Keyword-gerichtete Anzeigen zu schalten.

Amazon Video in Search Results in zwei unterschiedlichen Varianten

Die Werbung besteht aus einem Video, in dessen Rahmen unten ein Produktbild sowie dessen Titel integriert sind. Die Anzeigen leiten entweder zur entsprechenden Produktseite, zur Website des Händlers oder einer anderen Landing Page auf Amazon weiter und sind irgendwo zwischen Branding und Performance anzusiedeln.

Je nach Ausrichtung ist Amazon Video in Search Results in zwei Varianten aufgeteilt:

  • Product Detail Page Campaign 
    Leitet auf die Produktseite weiter, scrapt dessen Titel und Bild sowie die Bewertungen plus Preis.
  • Custom Landing Page Campaign
    Leitet auf die Händlerseite oder auf eine andere Landing Page auf Amazon weiter. Text und Bild werden dabei selbst hinterlegt. Preis und Bewertungen erscheinen hier logischerweise nicht.

Advertiser haben die Option bestimmte Keywords zu targeten – die Markennamen der Wettbewerber sind allerdings tabu. Die Anzeigen spielt Amazon dann mit einem Sponsored Tag versehen Below the Fold zwischen den Suchergebnissen aus. Ein Clip darf höchstens 90 Sekunden lang sein und muss zwingend Ton beinhalten. Zwar starten beide Varianten stumm, doch ein Klick des Users aktiviert den Sound. Abgerechnet wird auf CMP-Basis.

Premium-Videowerbung für Großkunden reserviert?

Amazon Video in Search Results befindet sich in der Betaphase. Unter den Testern mischen neben Sonos auch Procter & Gamble und Gillette mit, wie Digiday zu berichten weiß. Dass dies alles große Namen sind, ist kein Zufall. Amazon verlangt von den Werbetreibenden ein Budget von mindestens 35.000 US-Dollar. Damit setzt die Plattform kleineren Unternehmen eine ziemlich hohe Einstiegshürde für das Werbeformat.

Doch das deckt sich mit dem zu erwartenden TKP der Videoanzeigen. Das Inventar bei Amazon ist stark limitiert und dementsprechend beliebt. Premium sind dann nicht nur die Flächen, sondern auch die Preise. Es lohnt es höchstwahrscheinlich dennoch, in den Suchergebnissen präsent zu sein. Hier ballt sich auf Amazon der meiste Traffic – insbesondere mobil.

Mobile spielt bei Amazon eine tragende Rolle, wurde aber bislang eher stiefmütterlich vom Unternehmen behandelt. So sind die Werbeoptionen recht mau. Viele User browsen aber mobil, füllen beispielsweise ihren Warenkorb über den Tag und schließen den Kauf später am Desktop ab. Amazon muss hier die Angebote für seine Kunden ausbauen und geht mit dem neuen Werbeformat einen weiteren Schritt.

Der Test beschränkt sich derzeit auf iOS, daher ist die Werbung momentan nur auf iPhones oder iPads sichtbar. Ob und wann der Rollout stattfindet, ist noch unklar.

Über Anton Priebe

Anton Priebe

Anton Priebe ist Redaktionsleiter und seit Ende 2013 bei OnlineMarketing.de aktiv. Der studierte Germanist und Soziologe fokussiert sich auf Technologie, kreative Marketingstrategien, Conversion Optimierung und SEO. In seiner Freizeit klettert Anton gerne Wände hoch, bereist die Welt und freut sich über gutes Essen oder neue Musik.

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