SEO - Suchmaschinenoptimierung

Age of Assistance: So optimierst du deine Seite für Voice Search

Sprachassistenten wie Alexa oder der Google Assistant werden vermehrt auch für die Suche eingesetzt. Hier kommen Tipps zur SEO für die Sprachsuche.

Der Google Assistant wird vielerorts genutzt, Screenshot YouTube, © Google

Gefunden werden wollen alle Websites, doch die SEO wird sich verändern. Denn mit dem stärkeren Einsatz von Sprachassistenten wird es für Webmaster von größtem Interesse sein, ihre Seiten für die Sprachsuche optimiert zu gestalten. Ob durch schnellere Ladegeschwindigkeit, Voice Snippets, Strukturierte Daten oder simplen Sprachgebrauch: die Möglichkeiten zur Vorbereitung der Seiten sind vielfältig. Hier kommen die besten Optionen in einer übersichtlichen Infografik.

Für die Sprachsuche optimieren: Lieber gestern als morgen

Schätzungen, dass bereits 2020 die Hälfte aller Suchanfragen auf Voice basiert, geistern stetig durch den digitalen Raum. Das allein dürfte Grund genug sein, die eigene Seite für Voice zu optimieren. Vielleicht gibt auch die Meldung Anstoß dazu, dass Amazon bereits über 100 Millionen Geräte mit der Assistenz Alexa verkauft hat. Der Google Assistant hingegen soll Ende Januar auf einer Milliarde Geräten verfügbar sein. Genau dieser Assistant birgt so viele Features, bald können sogar personalisierte Audio News darüber rezipiert werden.

Der Hörer kann einfach zur nächsten Story springen, wenn er mit dem Assistant interagiert, Screenshot YouTube, © Google

Deshalb ist es beispielsweise für Publisher elementar, auch bei der Sprachsuche direkt gefunden zu werden. Insbesondere außer Haus wird die Option, mit der Stimme die gewünschten Informationen von Google anzufordern, immer beliebter. Das zeigte eine Studie von Stone Temple.

Außer Haus wird Voice Search stetig relevanter, (bei einem Klick aufs Bild gelangt ihr zur größeren Ansicht), © Stone Temple

Demnach sind Restaurants ebenso wie Offline-Geschäfte, Museen oder Events dazu aufgerufen, sich mit der Voice SEO zu beschäftigen. Grundsätzlich gilt das jedoch für alle Seiten und Seitenbetreiber. Aber wie optimiert man die Seite für die Sprachsuche? Googles John Mueller gab dazu bereits einige Tipps – auf Strukturierte Daten zu setzen oder einen natürlichen Schreibstil zu bewahren beispielsweise. Eine Infografik von Headway Capital liefert nun ausführliche Insights zu den Verbesserungspotentialen.

Die Seite schneller machen

Eine sehr kurze Ladezeit ist bei der Sprachsuche, und überhaupt für Google, ein wichtiges Kriterium. Daher wird in der Infografik dazu geraten, Bilder zu minimieren. Diese sollten je nicht größer als 100KB sein und keine zu großen Pixeldimensionen aufweisen. Außerdem können etwa mit einem HTML-Minifier die Codes vereinfacht werden. Mit Googles Page Speed Insights lässt sich nicht nur die Geschwindigkeit prüfen, sondern dort werden auch Tipps gegeben, wie man etwa CSS-Dokumente minimieren kann, um die Ladezeit zu reduzieren.

Die Seite schneller machen rechnet sich für die Sprachsuche, © Headway Capital

Weiterhin wird vorgeschlagen, das Browser-Caching zu optimieren. Statische Aspekte werden dann im Cache gespeichert, was zu weniger Serveranfragen bei wiederholten Besuchen führt. Google empfiehlt die Cache-Dauer von mindestens einer Woche bis hin zu einem Jahr. Bei Widgets und Anzeigen von Dritten könnte ein Tag eingetragen werden. Zusätzlich lässt sich auch die Zeit prüfen, die der Server zum Darstellen der Seite benötigt. Schließlich bietet es sich an, alle Dateien so klein wie möglich zu halten; wenn möglich aber durch die Optimierung, nicht nur durch das Komprimieren.

Von Browser-Caching bis zur Kompression hilft Vieles beim Reduzieren der Ladezeit, © Headway Capital

Die Sicherheit wahren

In Sachen Sicherheit bleibt oberstes Gebot, auf die HTTPS-Verschlüsselung zu bauen, sofern das noch nicht geschehen ist. Außerdem ist die Installation eines SSL-Zertifikats sinnvoll. Zertifikate sind sowieso gut, um eine sichere Seite abzubilden. Die Infografik zeigt das im Detail und dazu, wie man diese einsetzt.

Die Sicherheit der Seite bleibt zentral für ihre Wahrnehmung von Google, © Headway Capital

Eine FAQ-Seite erstellen und für Snippets optimieren

Eine der ersten Empfehlungen für die Sprachsuchoptimierung ist auf natürliche und simple Sprache zu setzen. Daher eignet sich das Erstellen einer FAQ-Seite besonders, um auf diese Anforderungen einzugehen. Dabei sollte auf Antworten geachtet werden, die wie gesprochene klingen. Zudem ist eine gute Antwort für die Sprachsuche nicht länger als 30 Wörter. Die ganze Seite sollte informativ, aber nicht zu lang sein und leicht verständlich bleiben; Fachwörter oder Jargon lassen sich im Zweifel direkt erläutern.

So klappt es mit der für Voice optimierten FAQ-Seite, © Headway Capital

Da auch 53 Prozent aller Sprachsuchen bei Google auf ein Voice Snippet verweisen, ist die Optimierung für diese ebenfalls wichtig. Dabei können Ergebnisse visuell in einer Liste oder Tabelle oder in einem Kasten auftauchen. Um das zu erreichen, sollten zunächst Keywords fokussiert werden, für die man ohnehin gut rankt. Die Struktur spielt jedoch die entscheidende Rolle. Mit H2-oder H3-Überschriften können Inhalte effektiv für Listen dargestellt werden. Die Infografik klärt über weitere Voraussetzungen auf.

Auch die strukturierte Optimierung für Snippets zahlt sich aus, © Headway Capital

Daten müssen einem Markup unterzogen sein

Strukturierte Daten sind für die SEO das A und O. Je nach Content sollte eine entsprechende Darstellung gewählt und für Google nachvollziehbar sein. Dabei unterscheiden sich gelistete Artikel von Produkten, Rezepte sollten anders strukturiert sein als Events usw. Google bietet sogar eine Markup-Hilfe für Strukturierte Daten an. Optimierter HTML-Code kann nach der Bearbeitung bei der Seite integriert werden. Beim Testtool für Strukturierte Daten kann dann geprüft werden, wie Google die Seite wahrnimmt.

Mit diesen Schritten lassen sich Daten per Markup strukturieren, © Headway Capital

Letztlich sind vor allem auch lokale Unternehmen gefragt, wenn es um Voice SEO geht. Immerhin haben 58 Prozent der Nutzer im vergangenen Jahr Sprachassistenten bemüht, um Informationen zu derlei Unternehmen zu erhalten. Ein Account bei Google My Business ist daher unvermeidlich für eine gute Performance in der Suche.

Schaut euch die Infografik mit all ihren Hinweisen doch einmal an und seht, was ihr noch berücksichtigen könnt, um bei der Sprachsuche ganz oben dabei zu sein.

Die Infografik (mit einem Klick aufs Bild gelangt ihr zur kompletten Grafik)

Voice Search-Infografik von Headway Capital, © Headway Capital

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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