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Adobe: All-in-One Suite für digitales Marketing

Adobe ist Flash und Photoshop – das war einmal. Die Kalifornier wollen zum weltweit führenden Digital-Marketing-Technologie-Anbieter werden.

DMS Dashboard

Diverse technologische Produktlösungen? Da gibt’s doch was von Adobe, dem Technologie-Provider. Stimmt auch, aber im Zuge einer Konsolidierung der Produkt- und Servicepalette orientiert sich das Unternehmen auch neu und baut sein Portfolio aus.

Bereits seit längerem setzt Adobe auch auf digitale Marketing-Lösungen zur Präsentation, Analyse und Monetarisierung von Produkten und Services. Ehemals als Anwendungen wie dem SiteCatalyst, einem Web Content Management-System oder Efficient Frontier zur technischen und strategischen Kampagnenoptimierung in digitalen Kanälen verfügbar, soll die Digital Marketing Suite (DMS) sämtliche Funktionen zur Web-Analyse und zur Website-Optimierung vereinen. Wiewohl die einzelnen Komponenten auch solitär verfügbar sind, soll die DMS durch die Synergieeffekte noch mehr sein, als die Summe der einzelnen Teile.

Andreas Helios

Was genau es mit der DMS denn nun auf sich hat und was sie für das Unternehmen Adobe bedeutet, haben wir daher jemanden gefragt, der sich damit auskennt. Andreas Helios von Adobe Systems GmbHstand uns dafür Rede und Antwort und verrät unter anderem, warum Adobe im digitalen Marketing-Business gut aufgehoben ist, optimales Multi-Channel Advertising bieten und in eine rosige Zukunft blicken kann.

Make, Manage und Monetize

Was soll Marketing leisten? Marktanteil erhöhen, Effizienz verbessern, Marketing-Aktionen automatisieren und am Vertrieb ausrichten, um den Umsatz zu steigern, umschreibt es das Unternehmen selbst. Helios vermeidet eine Trennung des Adobe-Portfolios in zwei „Produktblöcke“. Die Creative Suite inklusive der Cloud-Lösung als traditionelles Adobe-Stamm-Portfolio den Digital Marketing-Tools gegenüberzustellen, liegt nahe, verdeckt aber gerade den Blick auf das integrative Potenzial der Suite. Die drei Zauberworte Make, Manage und Monetize stehen für den Zyklus, in den Online Content von der Planung über die Realisierung und Analyse bis zur Ausbringung eintritt – die DMS bietet neben den digitalen Publishing-Werkzeugen, die für das Make verantwortlich sind, sämtliche Lösungen für Management und Monetizing in einem integrierten Gesamtprodukt an.

Koordination, Vergleich und effektive Nutzung von Informationen und Daten – die DMS ist integrativ, und genau das macht sie so stark, betont Helios. Durch die enge Verzahnung mit Adobe CQ für Web Experience Management kann Content kanalübergreifend auf Basis der Echtzeit-Analysedaten der Digital Marketing Suite bereitgestellt werden.

Efficient Frontier

Auch vor der Übernahme von Efficient Frontier verfügte die DMS über die Werkzeuge für Shops, um deren Inventar zu präsentieren und zu verwalten. Doch um für den Content, beziehungsweise die Produkte Traffic zu generieren und Advertisern umfängliche Möglichkeiten auf einer Multi-Channel-Advertising-Plattform zu geben, bedurfte es einer leistungsfähigen Kampagnenmaschinerie – nach der Integration der EF-Lösung in die Suite soll diese nun endlich die zentrale Online-Kampagnen-Lösung bieten. Für Helios stellen die erst im Januar 2012 gekaufte EF-Plattform sowie die Social Marketing Suite von Context Optional daher auch die Komplettierung eines umfangreichen Gesamtangebotes dar, das künftig zentrale Aufgaben der Planung und Umsetzung des Multi-Channel Advertisings bewältigen soll.

Die Adobe-Philosophie

Auf die zahlreichen Übernahmen von Adobe angesprochen, erläutert Helios die Philosophie des Unternehmens. Demnach sei die Übernahme von Efficient Frontier Teil einer seit über 10 Jahren sehr erfolgreichen Firmenpolitik mit dem Ziel, nur strategisch sinnvolle Unternehmen und Technologien für ein transparentes und umfassendes Gesamtportfolio zu akquirieren. Adobe sei es sehr wichtig, Reichweite durch solide Standortpolitik zu erreichen. Dazu zählen unter anderem auch intensive Trainingsprogramme für die Fachkräfte vor Ort und eine generelle Transparenz über Sinn und Zweck der getroffenen Entscheidungen. Über die Jahre hätten sich diese Strategie sowie die Art der offenen Kommunikation als Grundpfeiler des wachsenden Erfolges von Adobe erwiesen, betont er.

Für eine Orientierung des Unternehmens in Richtung Digital Marketing sprechen nicht zuletzt auch die nackten Zahlen. Bei einem Gesamtumsatz von +10% gegenüber dem Vorjahr sprächen insbesondere die Zahlen des abgelaufenen zweiten Quartals für sich, so Helios weiter. Im Vergleich zum selben Zeitraum 2011 habe man die Erlöse aus dem digitalen Marketing-Geschäft, also der Digital Marketing Suite, um 35% steigern können. Obwohl die Ausgaben für digitale Werbung auf allen Kanälen steigen werden, seien besonders die Social Media-Kanäle erwähnenswert. Die Budgets für Facebook-Werbung beispielsweise sind im Quartal 1 / 2012 um satte 93% gestiegen und für das laufende Jahr erwartet Adobe gemäß dem Digital Index Report einen Anteil der Mobile- und Tablet-Werbung an den Gesamtausgaben für Social-Marketing von 15 bis 20 Prozent.

Zukunftsmusik

Beim Blick in die unmittalbere Zukunft verweist Helios auf die diesjährige DMEXCO, bei der Adobe eine Präsentation der besonderen Art plant. Es soll einen Re-Launch von Adobe Social (ehemals die Social Marketing-Suite von Context Optional) geben, das als erstes Produkt von Efficient Frontier dann in die Adobe Digital Marketing Suite voll integriert ist. Im Grunde sei das Prinzip auf alle weiteren Produkte der ehemaligen Efficient Frontier übertragbar. An der Kampagnen- und Optimierungsmaschinerie werde ja auch gearbeitet: nicht zuletzt braucht das Baby ja noch einen Namen, woran man zurzeit noch bastle. Schwerpunkt der Kommunikation zur DMEXCO, ergänzt Helios, werde das Thema Marketing Optimierung sein – von einer analytisch optimierten digitalen Präsenz bis hin zur Optimierung von Kampagnen.

Digital Marketing Index

Sind Sie neugierig auf die Adobe-Produkte geworden? Dann schauen Sie doch mal bei Adobe Solutions rein, dort gibt es alle weiteren Informationen rund um die neuesten Lösungen im neuesten Digital Marketing Index Report.

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