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Mobile Marketing
Vom Newsletter direkt in die App: Smart Deep-Linking lässt Kanäle zusammenwachsen
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Vom Newsletter direkt in die App: Smart Deep-Linking lässt Kanäle zusammenwachsen

Ein Gastbeitrag von Roland Siebert | 03.12.14

Viele Händler bieten mobile Apps an, doch oftmals kommt es zwischen E-Mail und App zu einem Bruch der User Journey. Wie sich das vermeiden lässt.

Kennen Sie das? Sie haben sich für den Newsletter eines Onlineshops angemeldet, um über aktuelle Angebote informiert zu werden. Praktischerweise bietet Ihnen dieser Händler heutzutage auch eine App, mit der Sie bequem mittels weniger Klicks auf Ihrem Smartphone oder Tablet shoppen können. Der erste Newsletter landet in Ihrem Posteingang, interessiert klicken Sie auf ein verlockendes Angebot – doch statt zur installierten App leitet Sie der Link auf die Webseite. Im besten Fall ist diese für mobile Endgeräte optimiert, im schlechtesten Fall scrollen Sie sich durch einen Wust von Angeboten und umständlicher Navigation. In den meisten Fällen haben Sie als App-Nutzer für die Webanwendung jedoch natürlich weder Login-Daten, noch Konto- beziehungsweise Kreditkartendaten griffbereit – schließlich dachten Sie ja, diese seien praktischerweise in der App hinterlegt – und brechen den Kaufprozess an dieser Stelle ab. Die E-Mail, die Sie eigentlich als Käufer (re-)aktivieren sollte, hat dank unnötiger Brüche in der Customer Journey nun dazu geführt, dass Sie sich genervt abwenden statt entspannt zu shoppen. Im für den Online-Händler ungünstigsten Fall melden Sie sich sogar ganz vom Newsletter ab oder deinstallieren die App.

75 Prozent aller Apps werden nur einmal genutzt

Dieser Fall ist bei Weitem keine Seltenheit: Nur jede vierte App wird mehr als einmal genutzt. Stellt man dies den hohen Entwicklungskosten für mobile Anwendungen gegenüber und berücksichtigt zudem, dass es um 60 Prozent günstiger ist, bereits bestehende App-Nutzer erfolgreich zu reaktivieren statt ständig neue Nutzer akquirieren zu müssen, so wird deutlich, welches Potential App Publisher aus dem E-Commerce und Entertainment bislang vergeuden.

Smart Deep-Linking als Brücke zwischen E-Mail und Mobile App

Die Lösung für diese Lücke zwischen E-Mail und App heißt Smart Deep-Linking. Ein Thema das zwar seit rund drei Jahren technologisch umgesetzt werden kann, aber erst seit Anfang dieses Jahres an Fahrt aufnimmt. Aktuell wird Deep-Linking von Android, iOS und Windows Phone unterstützt und zwar sowohl für Smartphone als auch Tablet Apps. Anwendbar sind Deep-Links in E-Mails, Smart Bannern und Werbebannern bis hin zur klassischen SMS. Für den Einsatz dieser Lösung müssen in den Apps einige Vorkehrungen getroffen werden, so dass die App von außen angesprochen beziehungsweise geöffnet werden kann. Idealerweise das Deep-Link-Pattern, um zu einer bestimmten Seite in der App verlinken zu können.

Kleine Lösung, großer Erfolg: Deep-Links steigern Mobile Sales um bis zu 40 Prozent

Ist Smart Deep-Linking erst einmal erfolgreich implementiert, so stellen sich schnell positive Effekte ein. Unsere Erfahrung zeigt, dass gerade Newsletter-Kampagnen von E-Commerce-Anbietern davon profitieren: Hier steigern sich die gesamten Mobile Sales innerhalb kürzester Zeit um bis zu 40 Prozent. Zudem zeigt sich, dass wenn Nutzern eine komfortable User Journey geboten wird, sich dies positiv auf Nutzungs- und Klickraten auswirkt – egal ob bei E-Mail, Smart Banner oder Werbebanner. In der Folge steigern diese Anwendungen das App Engagement und die Umsätze signifikant.

Technologisches Neuland für Marketing und CRM Manager

Verglichen mit anderen Marketing-Technologien betreten wir mit Smart Deep-Linking allerdings Neuland. Dementsprechend groß ist derzeit noch die Verunsicherung auf Seiten der Publisher. Für erfolgreiche Multi-Channel-Strategien wird sich Smart Deep-Linking jedoch zukünftig zu einem fixen Bestandteil der gesamten E-Mail-Kommunikation sowie von Media, Remarketing, Smart Banner bis hin zur SMS entwickeln. Smart Deep-Linking hat das Potenzial, den Trend zur eigenen Mobile App für E-Commerce, Online-Dating und Unterhaltung noch weiter zu stärken und dabei die einzelnen Kanäle stärker zusammenwachsen zu lassen. Gerade unter dem Aspekt von Big Data entstehen damit spannende Zusammenhänge, die bis dato eher eine Herausforderung waren (Stichwort: Cookies & Advertising IDs). Sehr wahrscheinlich sehen wir in naher Zukunft die ersten Webseiten, die den Nutzer aus der Produktübersicht oder Detail-Seite in die App senden, da der Kaufprozess in mobilen Applikationen deutlich komfortabler ist als etwa im mobilen Web. Um Smart Deep-Linking jedoch als Marktstandard zu etablieren, bedarf es auch eines Umdenkens auf Seiten von Marketing und CRM: Viele Manager priorisieren sowohl das Thema mobile Applikationen als auch Smart Deep-Linking noch nicht in dem Maße, dass diese ganz oben auf ihrer Roadmap stehen. Ihre Kunden sind ihnen dabei jedoch schon einen Schritt voraus und entwickeln sich mehr und mehr zu „Mobile First“ Käufern.

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