Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Marketing Tools
Ist Metas Ad Business noch zu retten?

Ist Metas Ad Business noch zu retten?

Larissa Ceccio | 03.06.22

Facebook arbeitet an einem datenschutzkonformen Werbeprodukt, um das eigene Anzeigengeschäft sichern zu können.

Zuletzt haben (unfreiwillige) Enthüllungen Facebooks beunruhigende Erkenntnisse geliefert; nämlich, dass das Social-Unternehmen aufgrund der riesigen Menge an Daten nicht im Stande ist, nachzuvollziehen, wohin die gesammelten User-Daten gehen.  

Jetzt plant die Meta-Plattform Facebook ein „Basic Ads“-Produkt, das nicht auf die Informationen von Usern zurückgreifen muss.Dieses Vorhaben resultiert aus Änderungen im Bereich des Datenschutzes, die die Möglichkeiten zur Sammlung von User-Daten limitieren. Derzeit befindet sich Facebook bei der Entwicklung dieses Tools noch in der frühen Entwicklungsphase, erklären zwei Advertiser zwei verschiedener Werbeagenturen gegenüber Business Insider.

Werbetreibende wollen jedoch mit hochwertigen Inhalten werben, an denen es Metas Plattformen bisher mangelte. David Coleman, SVP für Strategie und Entwicklung bei der unabhängigen Medienagentur Ocean Media, sagte, er sei nicht über „Basic Ads“ unterrichtet worden, aber dass es Sinn mache, da Facebook Umsatzeinbußen im Bereich Performance Marketing verzeichnen würde. Er bezweifelte jedoch, dass es gelingen würde, Marketer anzuziehen, die auf das Umfeld, in dem ihre Anzeigen erscheinen, nicht sensibel reagieren. Er erklärt:

Advertisers spending those brand dollars are concerned with what their ads will be placed against. They need premium content to pull those dollars from CTV, or linear TV, or YouTube. Meta tried with Facebook Watch to invest in content, but that fizzled. Without premium content, they’re not going to be able to drive brand dollars.

Facebook selbst lehnte eine Stellungnahme ab.

Hat TikTok von Metas schwächelndem Anzeigengeschäft profitiert?

Metas CEO Mark Zuckerberg soll intern über das „beispiellose Niveau des Wettbewerbs“ von TikTok gesprochen haben, welches laut ihm von Facebooks Anzeigenherausforderungen profitiert haben soll. Der Social-Konzern hatte im vierten Quartal 2021 erstmals einen Rückgang an täglich aktiven Usern auf Facebook verzeichnet. Meta zeigt sich dennoch zuversichtlich und erklärte, dass das Unternehmens es trotz der vielfältigen Hürden schaffen wird, das eigene Ad Business weiterhin relevant zu halten, denn Facebook ist (und bleibt vermutlich) so ziemlich das wichtigste Werbenetzwerk neben Google.

Meta schränkt Messmöglichkeiten für Advertiser ein

Das Social-Unternehmen hinter Facebook, Instagram und WhatsApp hat außerdem kürzlich die Anzahl der Metriken, die es Werbetreibenden zur Messung von Kampagnen zur Verfügung stellt, von elf auf sechs reduziert. Das geht aus einer Mail, die Business Insider vorliegt und die von Meta an Advertiser geschickt wurde, hervor. Werbetreibende können demnach zwar Awareness, Traffic, Engagement, Leads, App-Promotion und Verkäufe nachverfolgen, nicht aber Metriken zur Lead-Generierung, wie Kontakt- oder demografische Informationen über Personen, die Interesse an einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung zeigen.. Meta erklärt in der E-Mail:

We’re making this change in order to better align our objectives with marketing outcomes that advertisers are more accustomed to, while ensuring we provide the right guidance to set up successful campaigns.

Sobald es neue Informationen bezüglich Metas „Basic Ads“-Produkt gibt, werdet ihr hier davon erfahren.

Kommentare aus der Community

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*
*