Postview-Tracking

Postview ist eine Trackingvariante, die besonders im Affiliate Marketing eine wichtige Rolle gespielt hat. Bei dieser wird die Zählung eines Kontakts bereits mit der bloßen Einblendung eines Werbemittels mithilfe eines Cookies aktiviert. Allerdings ist das Postview-Tracking im Affiliate-Marketing mittlerweile eingeschränkt worden, da es vielfach für sogenanntes Cookiedropping missbraucht wurde.

Wichtig ist View-Tracking aber weiterhin in der Erfolgsmessung von Display-Kampagnen. Hier wird es verwendet um zu belegen, dass nicht nur Klicks sondern auch Sichtkontakte mit Werbemitteln Kaufentscheidungen beeinflussen können. -> siehe Customer Journey

Funktion

Klickt der User im Rahmen des Affiliate Marketing auf einer Webseite auf einen Werbebanner, wird ein Cookie gesetzt, um den Nutzer zu tracken. Auf diese Weise kann der Advertiser nachvollziehen, von welcher Website aus der Kunde auf seine Seite geleitet wurde. Der Werbetreibende zahlt dem Affiliate daraufhin eine festgelegte Provision.

Das Postview-Tracking erlaubt das Setzen eines Cookies, ohne dass der User die Werbung überhaupt wahrgenommen haben muss. So kann er, selbst wenn er die Seite verlässt und später unabhängig vom zuvor eingeblendeten Banner die beworbene Seite besucht, identifiziert werden. Infolge dessen bekommt der Affiliate eine Provision, solange der Kauf innerhalb der Cookielaufzeit erfolgt. Beim Postview-Tracking wird also nicht nur ein Klick auf eine Anzeige mit einer Provisionszahlung entlohnt, sondern auch die passive Wahrnehmung. Damit kann – bei richtiger Verwendung – die Werbewirksamkeit eines Banners gemessen werden.

Kritik

Da die Cookies im Rahmen des Postview-Trackings unabhängig von der Wahrnehmung der Werbung und eine daraufhin erfolgte Aktion gesetzt werden, ist die Messbarkeit der Wirkung solcher Kampagnen problematisch. Darüber hinaus werden mit der Postview-Methode teilweise Affiliates vergütet, obwohl der Kunde später über einen anderen Kanal auf das Angebot aufmerksam geworden ist.

Noch vor wenigen Jahren wurde das eigentlich sinnvolle Postview-Tracking dazu missbraucht, dass viele Affiliates ihre Webseiten mit einer Vielzahl von sehr kleinen Werbeflächen versehen haben, um Cookies breit zu streuen und sich so Provisionen für Transaktionen zu ergaunern, an denen sie eigentlich keinen Anteil hatten. Dieses Missbrauchspotenzial haben die meisten Advertiser eingedämmt entweder durch ein Verbot von View-Cookies oder zumindest durch eine starke Verkürzung von deren Laufzeiten.

Jens Lukas, CTO revcloud, erklärt den Begriff Post-View-Tracking: