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New Work
Mehr Bedeutung für Nachhaltigkeit und Diversity: Digitalbranche ist sich ihrer Verantwortung bewusst

Mehr Bedeutung für Nachhaltigkeit und Diversity: Digitalbranche ist sich ihrer Verantwortung bewusst

Michelle Winner | 01.07.21

Die Arbeitswelt wird moderner und durchlebt einen Wertewandel. Doch wie macht sich dieser bemerkbar und wie handeln Unternehmen hinsichtlich New Work, Diversität und Umweltschutz?

Mit dem steigenden Bewusstsein für Nachhaltigkeit und soziale Problematiken sowie einer neuen Arbeitsmentalität verändert sich unsere Arbeitswelt; allen voran die Digitalbranche. Eine aktuelle Untersuchung der DMEXCO unter den Mitgliedern ihrer Community zeigt nun, wie Unternehmen mit bestimmten Problematiken und Wertewandel umgehen.

Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle in der Digitalbranche

Die Umfrage unter nationalen und internationalen Mitgliedern der DMEXCO Community gibt einen guten Einblick in die Arbeitswelt der Digitalbranche, auch wenn sie aufgrund der Teilnehmendenzahl von 154 nicht als repräsentativ deklariert wird. Viele der Erkenntnisse decken sich jedoch mit anderen Untersuchungen. So kann auch diese Umfrage das steigende Umweltbewusstsein von Unternehmen bestätigen. 90 Prozent der Befragten geben an, dass Nachhaltigkeit an ihrem Arbeitsplatz als wichtig oder sehr wichtig gilt. Insgesamt bewertet die Digitalbranche sich selbst bei dem Thema mit 3,5 von fünf Punkten. Viele Unternehmen haben bereits umweltfreundliche Maßnahmen getroffen, vor allem liegen die folgenden dabei im Trend:

  • Mülltrennung und Vermeidung von unnötigem Müll
  • Reduzierung von Geschäftsreisen
  • Klimaneutrales Wirtschaften

Trotz dieser Maßnahmen gibt es aber noch eine Menge Luft nach oben. So nutzen erst 27 Prozent der Unternehmen der Digitalbranche in Deutschland Ökostrom, international sogar nur zwölf Prozent. Darüber hinaus bieten 30 Prozent Bike oder Car Sharing an (international 19 Prozent) und knapp 25 Prozent unterstützen nachhaltige Organisationen. Noch mehr Unternehmen der Branche könnten nachziehen. Doch immerhin sind sich die Befragten in einem Punkt einig: Die Digitalbranche trägt eine Verantwortung in Sachen Umweltschutz, weshalb dem Thema Nachhaltigkeit zukünftig noch größere Bedeutung zukommen soll (97 Prozent).

© DMEXCO

Neue Arbeitsmodelle bereits etabliert

Und auch New Work und entsprechende Arbeitsmodelle machen vor der Digitalbranche nicht halt – und das nicht erst seit der Coronakrise. Durch ihr Feld haben die Unternehmen gute Grundvoraussetzungen für die Umstellung auf Remote Work, was sich in den Umfrageergebnissen bemerkbar macht: 86 Prozent der Befragten aus Deutschland können derzeit im Home Office oder einem anderen Ort ihrer Wahl tätig sein. Möglich gemacht wird dies durch Cloud-Lösungen und mobile Hardware, die von 65 Prozent der Unternehmen zur Verfügung gestellt wird.

Knapp 33 Prozent der Mitarbeiter:innen in Deutschland stehen zudem Open Spaces zur Verfügung, international sind es sogar 44 Prozent. Die Etablierung von Remote Work und anderen Arbeitsmodellen kämpft nicht nur gegen veraltete Arbeitsmentalitäten wie den Präsenzfetisch, sondern trägt gleichzeitig auch zur Nachhaltigkeit bei. So vermindert die Arbeit im Home Office beispielsweise Arbeitswege und spart oft auch Ressourcen.

Diversität stellt weiterhin eine Herausforderung dar

Diversity spielt für viele Unternehmen eine große Rolle, schließlich arbeiten diverse Teams nicht nur effektiver, sondern tragen auch zur Normalisierung eines bunten Gesellschaftsbildes bei. An der Umsetzung hapert es jedoch noch. 50 Prozent der Befragten aus Deutschland geben immerhin an, dass ihr Unternehmen gendergerechte Sprache in Texten nutzt. Lediglich 32 Prozent geben hingegen an, dass ihr Unternehmen darum bemüht sei, auch Frauen in Führungspositionen zu fördern. International sind es dagegen 51 Prozent. Doch nicht nur beim Thema Frauenquote sind internationale Unternehmen den deutschen voraus, sondern auch bei Problematiken der LGBTQ+ Community. Eine Auseinandersetzung mit der Thematik und der Bedeutung von Gleichberechtigung kann hier schnell Abhilfe schaffen.

© DMEXCO

Viele Unternehmen scheinen jedoch zu vergessen, dass Diversity sich nicht nur auf sexuelle oder geschlechtliche Diversität bezieht. Alter, Hautfarbe und auch Religion gehören dazu. Besonders letzterer wird von Unternehmen, sowohl in Deutschland als auch international, kaum Beachtung geschenkt; nur fünf Prozent der Unternehmen bieten beispielsweise Gebetsräume als Entgegenkommen für religiöse Mitarbeiter:innen an. Generell darf hierzulande niemand aufgrund seiner Religion im Job oder in Bewerbungsprozessen benachteiligt werden. Und auch wenn die Religion keinen zu starken Einfluss auf die Arbeit haben sollte, fördert es die Diversität, wenn Unternehmen den Menschen in dieser Hinsicht entgegenkommen. Wie erwähnt, je bunter ein Team, desto effektiver und kreativer die Problemlösungen.

Nachhaltigkeit und Diversität sind in der Digitalbranche angekommen

Zu den Umfrageergebnissen erklärt Milko Malev, Director Communications & Media DMEXCO:

Unsere Mottoumfrage 2021 zeigt, Nachhaltigkeit ist in der Digitalbranche angekommen und auch in Zukunft ein wichtiges Thema. Aber sie belegt auch: Wir haben als Industrie noch jede Menge Luft nach oben. Um Fachkräfte in unserer Branche zu halten und neu zu gewinnen, ist auch die Auseinandersetzung mit den Themen New Work und Gleichberechtigung zwingend notwendig. Im Zuge der Corona-Pandemie haben sich die Prioritäten teilweise verschoben – auch in unserer Branche. Die Ergebnisse unserer Umfrage belegen jedoch, dass die Unternehmen um ihre Verantwortung wissen.

Und wie steht es um dein Unternehmen? Trifft es aktive Maßnahmen in Sachen Nachhaltigkeit und Diversity? Wie sehen diese aus und welche sind vielleicht besonders effizient? Lass es uns gern in den Kommentaren wissen.

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